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A. Stämmler
A. Stämmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  Rechtsanwalt
54218743
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A. Stämmler ist jetzt online.

Meine Tochter(19 J.)hat unwissentlich ein WEB.de-Club-Test

Kundenfrage

Meine Tochter(19 J.)hat unwissentlich ein WEB.de-Club-Test gedrückt.Da sie aber nicht regelmäßig ihre E-mail anschaut,hat sie vor ein paar Wochen eine Rechnung v.15 Euro bekommen,danach 20 Euro mit Inkassoandrohung. Sie hat mehrere Briefwechsel gehabt aber nie auf ihren Brief eine Antwort bekommen,ausser das sie die fristlose Kündigung annehmen aber erst ab 05/2013.
Sie möchte es absolut nicht zahlen da sie überhaupt nicht zugestimmt hat wissentlich,und auch wenn es sich um "kleine Beträge" dreht,geht dies finde auch nicht nicht.
Frage:Gibt es eine Chance ganz ohne Geldforderung da raus zu kommen?Welche3r Anwalt ist hierfür zuständig
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

wie alt ist Ihre Tochter?

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Meine Tochter ist 19 Jahre
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für die Informationen.

Leider muss Ihnen mitteilen, dass es hier nicht ohne Weiteres möglich ist den Vertrag zu beenden. Nur sofern keine ordentliche Widerrufsbelehrung erfolgt ist oder ein Hinweis auf eine automatische Verlängerung unterblieben ist, besteht hier noch eine Möglichkeit.

Ihre Tochter sollte dann ein Schreiben folgenden Inhalts aufsetzen:

Hiermit erkläre ich den Widerruf zum Vertrag ... . Der Widerruf ist mangels ordentlicher Belehrung auch nicht verfristet. Hilfsweise erkläre ich die Anfechtung. Ein Hinweis auf den Abschluss eines kostenpflichtigen Vertrags ist nicht erfolgt. Der Tatbestand der arglisitgen Täuschung ist damit erfüllt. Eine Zahlung werden ich unter keinen Umständen leisten.

...

Ist hingegen eine Widerrufsbelehrung und ein entsprechender Hinweis hierauf erfolgt und auch Hinweis, dass ein längeres Abo anfällt, wird Ihre Tochter leider erst zum ABlauf des Vertrages aus diesem heraus kommen.

Es tut mir leid, Ihnen hier keine positivere Auskunft geben zu können.

Sollten Sie Nachfragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
A. Stämmler und 2 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
in Atnwort auf ihr Einrschreiben hat sie die Auskunft bekommen das sie ein Probeabo bis 31.5.12 hat,danach automatische Verlängerung 1 Jahr.Sie hat darauf geantwortet das sie nicht damit einverstanden ist da sie keine Einverständniserklärung abgegeben hat,sowie keine weiteren Infos über Kosten ihr mitgeteilt wurde.
Sie hat dies schon dem WEB.de-Club so mitgeteilt und wartet auf Antwort,jedoch wenn diese nicht komnmt am 30.7.rechtl.Schritte eingeleitet werden
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sofern die Mitteilung über das Abo das erste mal as Antwort auf das EInschreiben erfolgt ist, sollte der Vertrag bereits widerrufen sein. Ihre Tochter sollte dennoch das oben aufgeführte Schreiben verfassen und per EInschreiben mit Rückschein versenden.

Rechtliche Schritte sollte Sie nicht einleiten und die Reaktion von web.de abwarten. Das Problem hier ist leider, dass nicht beurteilt werden kann, ob web.de nicht bereits mit Abschluss des Probeabos einen Hinweis auf die Verlännegrung gegeben hat und dies dann u.U. wirksam ist. Ist jedoch wie gesagt der Hinweis erstmals als Reaktion auf das EInschreiben erfolgt, sollten Ihre Tochter rechtlich auf der sicheren Seite sein.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank erstmal!Werde dies mit unserer Tochter so bereden.
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gerne
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Meine tochter hat den Widerruf Web.de geschrieben, und eine Antwort erhalten, das der Vertrag weiterläuft bis 2013,da angeblich sie in ihrem Postfach den Bestellvorgang bestätigt hat,und dadurch auch alle Bedingungen akzeptiert hat und auch automatisch Widerufsbelehrung.
Jedoch ist sich meine Tochter sicher hier nichts derartiges in ihrem Postfach aufgemacht zu haben,da sie auch schon lange nicht mehr ihre E-mails abgerufen hat.Nun kann sie es auch nicht mehr nachvollziehen,da Web.de ihr Konto gesperrt hat.
Frage:Kann sie dies so nochmal erläutern, und hat sie eine Chance da raus zu kommen, und inwieweit das das neue Button-Gesetz ab morgen hierfür eine Begründung
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dies macht die Sache leider etwas komplizierter. Sofern eine Widerufsbelehrung bestätigt wurde, wird Ihre Tochter nicht aus dem Vertrag kommen. Grundsätzlich muss web.de den Zugang der Widerrufsbelegrung nachweisen. Inwieweit dies gelingt, kann aus der Ferne nicht eingeschätzt werden. Insbesondere die Tatsache, dass der Zugang gesperrt wurde, macht die Sache natürlich nicht einfacher.

Sofern Ihre Tochter nicht zahlt und web.de klagt, setzt sich Ihre Tochter dem Risiko aus weitere Kosten (Anwalt, Gericht, Mahnbescheid) tragen zu müssen.

Die sicherste Lösung wäre hier, mit Bauchschmerzen, den offenen Betrag zu zahlen und nach Freischaltung des Accounts den Vorgang zu überprüfen und ggf. dann den Betrag zurückzufordern. Problematisch wird dieser Vorgehen aber, wenn sich wb.de darauf beruft, das die Bestätigung mittels Anklicken erfolgt ist und auch hier die Widerrufsbelehrung erfolgt sein soll.

Die Buttonlösung wird Sie hier leider nicht weiterbringen, da die Gesetzesänderung erst ab morgen, den 01.08.12 wirksam wird.

Es tut mir leid Ihnen hier keine erfreulicheren Asublicke liefern zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Kann meine Tochter von Web.de fordern dies zu überprüfen ob sie persönlich dem ganzen Bedingungen zugestimmt hat,denn sie hat die E-mail nicht geöffnet die von Web.de kamen,da sie grundsätzlich nur "Werbung" immer hatte. Ausserdem gibt es ein Urteil v.OLG Koblenz wegen Irreführung durch Web.de.
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Eine Überprüfung kann Sie grundsätzlich verlangen. Rechtlich durchsetzbar wird dies aber nur wenn entweder Web.de klagt weil Ihre Tochter nicht bezahlt oder Ihre Tochter klagt, weil Sie gezahlt und das Geld zurück will.

Sofern Sie auf das Urteil 4 U 1173/08 anspielen und es sich um den gleichen Sachverhalt handelt, kann Ihre Tochter wegen arglisitger Täuschung anfechten. Auch hier wird Sie aber ohne Klage den E-Mail Account vermutlich nicht zurückbekommen. Einen Versuch kann es aber wert sein, hier nochmals die Anfechtung mit dem Hinweis auf das Urteil zu erklären und die Freigabe des Account /des kostenlosen Accounts zu fordern.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Kann meine Tochter von Web.de fordern das die es überprüfen?
Mit dem Hinweis das sie es selbst,seit der Sperrung vom Konto nicht überprüfen kann, sofern dies überhaupt möglich ist, und denen schreiben sofern dies nicht richtig abgelaufen ist,das sie die Beträge wieder zurück fordert?
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ihre Tochter kann eine Überprüfung fordern, Sie kann dies aber nicht ohne Weiteres rechtlich druchsetzen. Die Überprüfung ist quasi nur ein Zwischenschritt zur Feststellung ob ein Vertrag vorliegt oder eben nicht. Sofern Ihre Tochter das Ganze gerichtlich und damit zwangsweise geltend machen will, gilt oben genanntes. Es funktioniert nur, wenn web.de klagt oder Ihre Tochter.

Wenn Ihre Tochter schreibt, dass Sie keinen Zugriff auf das Konto hat, wird sich web.de sicherlich darauf berufen, dass ein Hinweis erfolgt ist und Ihre Tochter zahlen soll.

Für Nachfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank erstmal! Werde es mit meiner Tochter besprechen.
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gerne