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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Sehr geehrte Anwälte ! Ich habe nach einem Telefonat von Hirschberger

Kundenfrage

Sehr geehrte Anwälte ! Ich habe nach einem Telefonat von Hirschberger Vitaciti AG aus der Schweiz eine Probepackung Herzwohl bestellt und auch bezahlt, Ich hätte damit einem Abo zugestimmt und bekam nach einer Woche eine weitere Packung zugeschickt, Diese aber als Annahme verweigert zurück geschickt.Habe jetzt eine Inkassofirma und Spiegelgesellschaft für Forderungsmanagement am Hals und soll 214,13 Euro für nicht bestellte Ware bezahlen.Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. Freudliche Grüße XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie keinen Dauerliefervertrag abgeschlossen haben, werden Sie das nicht zahlen müssen. Dass diese Anbieter auf Zahlung bestehen, liegt in der Natur der Sache, das dient allein zur Einschüchterung. Sie sollten also nicht zahlen und im Übrigen folgendes machen:

Sie nehmen schriftlich gegen den Zahlungsanspruch Stellung. Sie erklären nun ggü. dem Anspruchsteller schriftlich, dass Sie

1. keinen Vertrag abgeschlossen haben,

2. dass Sie hilfsweise ein Vertragsangebot wegen arglistiger Täuschung und wegen Irrtums anfechten und schon deshalb auch kein Vertrag zustande gekommen ist,

3. schreiben Sie, dass Sie ein Vertragsangebot nach §§ 355, 312d BGB widerrufen und die Widerrufsfrist nicht abgelaufen sei, weil Sie nicht über Ihr Widerrufsrecht belehrt worden sind,

4. erklären Sie noch die sofortige Kündigung jedes in Betracht kommenden Vertragsverhältnisses,

Wenn Sie schriftlich und aus Beweisgründen per Einschreiben mit Rückschein ein Schreiben mit diesen vier Punkten an den Anspruchssteller versenden, haben Sie alles getan, was einem unbegründeten Anspruch vorgerichtlich entgegengehalten werden muss.

Für den Vertragsschluss ist der Anspruchsteller beweispflichtig. Er muss im Streitfalle nachweisen, dass Sie den Vertrag übers Internet geschlossen haben. Darüber hinaus muss er beweisen, dass Sie ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht belehrt worden sind. Im Übrigen muss für Sie klar ersichtlich gewesen sein, dass Sie einen entgeltlichen Vertrags abschließen. Sollte daher der Hinweis auf die Zahlungspflicht "versteckt" gewesen sein, sind Sie nicht zahlungspflichtig.

Im Übrigen sollten Sie dann, wenn Ihnen ein gerichtlicher Mahnbescheid oder aber eine Klage zugesandt wird, einen Anwalt einschalten, der Unterlagen sichten kann. Im Falle der Zustellung eines Mahnbescheides beachten Sie bitte, dass die Vollstreckung erfolgen kann, wenn Sie nicht innerhalb von zwei Wochen Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen.
RAScholz und 2 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank, Sie haben mir sehr weitergeholfen


Mit freundliche Grüßen
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bitte sehr, bei Weiterem melden Sie sich einfach.