So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RAScholz.
RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Verbraucherrecht hier ein
RAScholz ist jetzt online.

Im Zeitraum 9.3.-11.4. wurden von viCash 27 Pos.mit Beträgen

Kundenfrage

Im Zeitraum 9.3.-11.4. wurden von viCash 27 Pos.mit Beträgen von 19,99 und 39,99 auf dem
Konto meines Sohnes abgebucht,teilweise tägl.mehrmals.Er beteuert,dass er weder Daten heruntergeladen hat noch bewusst einen Vertrag abgeschlossen hat.Nach tel.Rücksprache mit Ihnen am 11.4. ( Fr. Bröker) haben wir die Buchungen zurückgewiesen.Jetzt kamen mittlerweile 3 3 Schreiben von einem Inkassounternehmen artriga (das letzte am 4.6.) mit letzter Zahlungsaufforderung bis 14,6,Wie können wir uns verhalten ,gibt es einen Musterbrief für einen Widerspruch ? Es wird nach dem 14.6. mit gerichtlicher Eintreibung gedroht !
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,


wenn Ihr Sohn keinen Vertrag geschlossen hat, sollte er schriftlich gegen den Zahlungsanspruch Stellung nehmen. Er muss hier erkären, dass er

1. keinen Vertrag abgeschlossen hat,

2. hilfsweise ein Vertragsangebot wegen arglistiger Täuschung und wegen Irrtums anficht und schon deshalb auch kein Vertrag zustande gekommen ist,

3. ein Vertragsangebot nach §§ 355, 312d BGB widerruft und die Widerrufsfrist nicht abgelaufen sei, weil er nicht über sein Widerrufsrecht belehrt worden ist,

4. erklären Sie noch die sofortige Kündigung jedes in Betracht kommenden Vertragsverhältnisses,


Wenn er schriftlich und aus Beweisgründen per Einschreiben mit Rückschein ein Schreiben mit diesen vier Punkten an den Anspruchssteller versendet, haben er alles getan, was einem unbegründeten Anspruch vorgerichtlich entgegengehalten werden muss.

Für den Vertragsschluss ist der Anspruchsteller beweispflichtig. Er muss im Streitfalle nachweisen, dass er den Vertrag übers Internet geschlossen hat. Darüber hinaus muss er beweisen, dass er ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt worden ist. Im Übrigen muss für ihn klar ersichtlich gewesen sein, dass er einen entgeltlichen Vertrags abschließt. Sollte daher der Hinweis auf die Zahlungspflicht "versteckt" gewesen sein, ist er nicht zahlungspflichtig.

Im Übrigen sollten er dann, wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid oder aber eine Klage zugesandt wird, einen Anwalt einschalten, der Unterlagen sichten kann. Im Falle der Zustellung eines Mahnbescheides muss er beachten, dass die Vollstreckung erfolgen kann, wenn er nicht innerhalb von zwei Wochen Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegt.