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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 21577
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, ich gehöre leider auch zu den Leuten, die von

Kundenfrage

Guten Tag,

ich gehöre leider auch zu den Leuten, die von der Zeitschrift "Sophie" belästigt werden und mir ein Abo angedreht haben, obwohl ich immer noch nicht dahinter gekommen bin, wie das passieren konnte. Ich habe mehrmals über e-mail geschrieben, dass ich diese Zeitschrift nicht abonniert habe und aus der Kundenkartei gestrichen werden möchte.
Es flatterten jedoch nur Mahnungen ins Haus, die ich auf Anraten ignoriert habe.
Sie Zeitung lag jedoch weiterhin jeden Monat im Briefkasten, obwohl ich sie jedes Mal zurück geschickt habe.
Nun bekam ich am Wochenende von der Firma "Focus" Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH in Ludwigshafen eine Zahlungsaufforderung in Höhe von
Euro 194,73, die ich bis zum 14.6.2012 zu zahlen hätte, ansonsten würden sie gerichtl.
gegen mich vorgehen.
Die Art und Weise, wie die Fa. "Themis Service und Dienstleisten GmbH" (Sophie) mit
Sitz in CH 9433 Staad SG vorgeht, ist dermaßen dreist, dass ich nun gezwungen bin, mich an Sie zu wenden, wie man dieser Abzocke entgegen wirken kann.
Ich wäre Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Gisela Heimerdinger
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Weisen Sie sämtliche gegen Sie erhobenen Zahlungsforderungen schriftlich zurück, und bestreiten Sie ausdrücklich einen Vertragsschluss.

Behauptet der Anbieter hier einen Vertragsschluss, der Sie zur Zahlung verpflichten soll, so ist der Anbieter hierfür voll beweispflichtig. Das bedeutet, dass man Ihnen den Abschluss eines Abo-Vertrages nachweisen muss.

Es ist also nicht so, dass Sie beweisen müssten, dass Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben, sondern es verhält sich gerade umgekehrt. Der Anbieter muss den Nachweis führen, dass Sie einen Abo-Vertrag über den Bezug der Zeitschrift abgeschlossen haben.

Kann die Gegenseite diesen Nachweis nicht erbringen, müssen Sie selbstverständlich auch nicht zahlen.

Fordern Sie die Gegenseite daher schriftlich zum Vertragsnachweis auf, und teilen Sie mit, dass Sie bis dahin keinerlei Zahlungen leisten werden. Versenden Sie dieses Schreiben als Einschreiben mit Rückschein, um sich gegen ein mögliches Bestreiten des Zugangs abzusichern.




Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Hüttemann,

der Inhalt Ihres Antwortschreibens ist mir bereits bekannt durch einen Musterbrief der Verbraucherzentrale.

Diesen Brief hatte ich bereits vor Monaten so abgefasst und per mail verschickt, aber keine Reaktion.

Deshalb war mir das keine große Hilfe. Mir wurde geraten, dass man die Forderungen seitens der
Vertriebsfirma "Sophie" einfach ignorieren soll.

Deshalb war mir Ihr "Musterbrief" keine große Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen

G. Heimerdinger
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie sollten die gegen Sie erhobenen Forderungen auch ignorieren - das ist vollkommen richtig.

Rein vorsorglich haben Sie richtigerweise auch den Musterbrief versendet.

Wie dargelegt, ist es ausschließlich an dem Anbieter, Ihnen den behaupteten Vertragsschluss nachzuweisen. Dieser Nachweis wird aber nicht zu führen sein, wenn Sie tatsächlich keinen Vertrag abgeschlossen haben.

Es gehört zum üblichen Vorgehen dieser "Abieter", Verbraucher mit Forderungsschreiben und Zahlungsaufforderungen einzudecken, um Sie möglichst schnell gefügig und zahlungsbereit zu machen. Dies natürlich vor allem deshlab, weil diese Firmen wissen, dass tatsächlich keine rechtlich durchsetzbaren Forderungen bestehen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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