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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 7690
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Verbraucherrecht hier ein
RASchroeter ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwälte und Anwältinnen, Meine Freundin (Austauschstudentin

Kundenfrage

Sehr geehrte Anwälte und Anwältinnen,

Meine Freundin (Austauschstudentin aus dem Ausland) hat am Ende August 2011 in einem Telefonshop, der mehrere Telefongesellschaften vertritt (unter Anderem O2), einen Handy-Internetflatrate-Vertrag bei O2 abgeschlossen, der ab September 2011 gelten soll.
Daraufhin meinte der Ladenbetreiber, dass die Internetflatrate nach erhaltener Bestätigungs-SMS aktiviert werde.
Da meine Freundin die Sprache nicht gut beherrschte, konnte sie zu der Zeit, Werbenachrichten und Bestätigungsnachrichten seitens O2 nicht unterscheiden.
Unter der Annahme, dass sie noch keine Bestätigungsnachricht erhalten hat, ging sie Ende August nochmals zum Telefonshopbetreiber, um nachzufragen, ob die Internetflatrate nun freigeschaltet sei.
Dieser kontaktierte die O2 Zentrale, um nachzufragen. Daraufhin meinte er, dass es bereits freigeschaltet sein solle, aber meine Freundin solle sicherhaltshalber nochmal 24 Stunden warten.
Im folgenden Monat kam dann eine Rechnung über 500 Euro, durch Internetnutzung über das Handy.
Zunächst überrascht, versuchte meine Freundin dann zunächst, beim Telefonshopbetreiber nachzufragen, welcher nur darauf beharrte, dass er beim Abschluss des Vertrages, auf die Gültigkeit der Flatrate, erst nach Erhalten der Bestätigungs-SMS gegeben sei.

Viele Versuche das Problem bei der O2 Zentrale über Email zu schildern, wurden nicht erwidert.

Weitere Versuche per Einschreiben an die O2 Zentrale wurden dann mit einer Email beantwortet, in dem steht, dass die Internetkosten verursacht worden sind und auch bezahlt werden müssen, ohne Beachtung der Einsprüche.

Auf die Einsprüche wurden bis heute nicht eingangangen, sondern weitere Mahnungen verschickt, die heute bereits bei 1800 Euro liegen.
Da ich mich persönlich mit ihrem Recht nicht auskenne, wäre ich sehr über Ihre Hilfe erfreut. Da sie als Studentin auch nicht die finanziellen Mittel für diese Kosten aufbringen kann.

Vielen Dank XXXXX XXXXX Geduld und Hilfe

Mit freundlichen Grüßen


Githan
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Aus meiner Sicht besteht kein Rechtsgrund zur Zahlung der hohen Kosten für eine Internetnutzung. Ihre Freundin wollte ausschließlich einen Internetflatrateratif abschließen. Einen zweiter Tarif mit Abrechnung der jeweiligen Internetnutzung, der dann zu den hohen Kosten führte, war nicht vereinbart. Schließlich sollte die Internetnutzung erst ab Bereitsstellung der Flatrate genutzt werden. Soweit eine vorherige Nutzung möglich war, bestand hierfür keine tarifvertragliche Regelung, so dass hier aus meiner Sicht auch auf Grundlage Flatrate bazurechnen ist.

Da der Anbieter seinen Anspruch möglicherweise gerichtliche durchsetzen wird, empfehle ich einen Anwalt zu beauftragen, um auch einen außergerichtlichen Vergleich zu prüfen.


Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Eine Schreiben vom Amtsgericht hat sie gestern erhalten.
Da Sie keine Rechtsschutzversicherung hat, wird es zu teuer zum Anwalt zu gehen.
Ich habe im Internet andere Fälle gesehen, bei denen die Bezahlung von nur 10% des geforderten Betrages rausgehandelt wurde, durch Beschwerdeschreiben oder Einsprüche. Jedoch ist die Telefongesellschaft sehr langsam, wenn es darum geht Beschwerdebriefe zu beantworten.
Deshalb würde ich gern wissen, ob es möglich ist eine schnellere Antwort von der Telefongesellschaft zu erzwingen.

Und was ist mit dem Ladenbetreiber, der sagte, dass das Handyinternet in spätestens 24 Stunden aktiviert sein müsste. Trägt er in diesem Falle keine Schuld? Oder ist es zu schwer zu beweisen, dass er diese Aussage abgegeben hatte?

Ich bin mit ihrem Rat zu Anwalt zu gehen leider nicht zu Frieden. Der Grund, warum ich hier zunächst Anfrage ist, weil ein Gang zum Anwalt zu teuer wird
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sie können der Telefongesellschaft eine Frist setzen, innerhalb derer Sie auf Ihre Beschwerde anworten soll.Hilfreich kann es auch sein, sich direkt an die Geschäftsführung zu wenden. Die Aussage des ladenbetreibers ist sicherlich kaum nachzuweisen. Aus meiner Sicht kommt es darauf aber nicht an, da Ihre Freundin nur eine Flatrate und keinen anderen Tarif haben wollte, was sich aus dem Vertrag ergeben dürfte.

Mein Rat sich an einen Anwalt zu wenden, bezog sich auf eine gerichtliche Durchsetzung. Soweit aktuell ein Mahnbescheid beantragt wurde, kann Ihre Freundin auch selbst Widerspruch einlegen und Sie verhandeln mit dem Anbieter weiter über einen Nachlass.

Viele Grüße

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gibt es noch Nachfragen? Wenn dies nicht der Fall ist, darf ich Sie höflich bitten, meine Antwort auf Ihre Frage zu akzeptieren.

 

Vielen Dank!

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