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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 22864
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, ich hatte gerade einen Anruf von der Verbraucherzentrale

Kundenfrage

Guten Tag, ich hatte gerade einen Anruf von der Verbraucherzentrale Berlin, von Herrn Sebastian Schmitt, ich möchte nur kontrollieren, ob das richtig ist, ich soll Unterlagen in den nächsten Tagen erhalten, damit Sie ein Inkassoverfahren gegen mich abwenden können. Ich bitte um Information, ob das so richtig ist. Ich hatte schon viele Anrufe, dass ich Geld bezahlen soll um aus irgendwelchen Listen gestrichen zu werdenl, um künftig keine solchen Anrufe mehr zu erhalten. Ich habe seit mehr als einem Jahr solche lästigen Anrufe.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie einem Betrugsversuch zum Opfer gefallen sind. Es geht hier darum, Sie zum Abschluss eines Vertrages über eine bestimmte Dienstleistung zu bewegen. In dem von Ihnen angesprochenen Zusammenhang ist es in der letzten Zeit leider immer wieder dazu gekommen, dass Betrüger den guten Ruf der Verbraucherschutzorganisationen ausnutzen, indem sie sich als deren Mitarbeiter am Telefon vorstellen und den Angerufenen beispielsweise so genannte "Telefonblocker" empfehlen. Hierbei handelt es sich angebliche um Geräte, die verhindern sollen, dass weiterhin Werbeanrufe empfangen werden können.

In sämtichen dieser Fälle handelt es sich um Betrüger, die die Angerufenen um deren Geld erleichtern wollen. Keine Verbraucherzentrale wird Endverbraucher anrufen, um diesen sodann - wie in Ihrem Fall -irgendwelche Unterlagen zuzusenden.

Soweit Sie daher die Unterlagen erhalten sollten, leisten Sie keine Unterschrift, falls es sich um eine Bestellung handeln sollte. Soweit Sie bereits am Telefon einen Vertrag geschlossen haben sollten, widerrufen Sie diesen schriftlich und nachweisbar (Einschreiben mit Rückschein).


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 4 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
noch eine Frage: habe ich bei dem Telefonanruf um 9.00 uhr einen Vertrag geschlossen? Geht denn dieses Spiel nie mehr zu Ende? In welchen Listen steht man nur drin, dass man an irgenwelchen dubiosen Gewinnspielen spielt. Wie kann so etwas rechtlich unterbunden werden? Ist das Thema Inkassoverfahren über 1400,-€ möglich, oder woher haben diese Leute einen Auftrag, dieses Inkassoverfahren abzuwenden.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Leider ist es so, dass ein schwunghafter Handel mit Telefonnummern, Adressdaten und Bankverbindungsdaten in Deutschland stattfindet. Haben Sie sich einmal bei irgendeinem Gewinnspiel angemeldet, müssen Sie damit rechnen, immer wieder von dubiosen Firmen und Anbietern angegangen zu werden.

Sie sollten künftig die Telefonnummern der Bundesnetzagentur melden, damit die Behörde die Frmen wegen des erfolgten Rufnummernmissbrauchs zur Rechenschaft ziehen kann. Die Bundesnetzagentur wird ein Bußgeld verhängen und hat darüber hinaus auch die Möglichkeit, die Rufnummer zu sperren. Sämtliche dieser Anrufe sind nämlich gesetzlich verboten.

Sie können den Rufnummernmissbrauch online auf der Seite der Behörde melden:

http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Verbraucher/RufnummernmissbrauchSpamDialer/RufnummernmissbrauchSpamDialer_node.html

Als weitere Schutzmaßnahme können Sie zudem Ihre Telefonnummer auf die Robinson-Liste setzen lassen. Sie erhalten dann keine belästigenden Werbeanrufe mehr:

http://www.robinsonliste.de/

Ob Sie am Telefon bereits einen Vertrag geschlossen haben, weiß ich nicht. Sollte dies Ihrer Erinnerungs entsprechen, so widerrufen Sie Ihre Vertragserklärung schriftlich. Kennen Sie die Anschrift nicht, so warten Sie den Eingang der Unterlagen ab, und widerrufen Sie dann.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
habe ich jetzt weitere Ausgaben akzeptiert bei diesem Herrn Sebastian Schmitt? Man hat dort eine Telefonat-Aufzeichnung vorgenommen, in der ich oft mit "ja" Antworten mußte, ohne Zwischenfragen zu stellen. Es soll sich dort um Bearbeitungskosten von Rechtsanwälten in Höhe von 119,-€ handeln.Man kann ja hier an einem Vormittag viel Geld verlieren. Sind Sie hier etwa auch so ein Verein, sorry, aber jetzt wird man nervös!!!
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein, auf dieser Plattform sind beratend zugelassene Rechtsanwälte tätig.

Welchen Verlauf Ihr Telefonat im Einzelnen hatte, entzieht sich naturgemäß meiner Kenntnis. Der Mitschnitt eines Telefonats beweist aber nichts: Es ist ein beliebtes und immer wieder gern eingesetztes Druckmittel der Branche, Verbraucher mit so genannten Telefonmitschnitten einzuschüchtern. Diese Mitschnitte sind nicht als Beweismittel tauglich, und in vielen Fällen machen sich die aufzeichnenden Betrüger durch den Mitschnitt nach § 201 StGB strafbar.

Sie müssen hier also nicht befürchten, sich vertraglich verpflichtet zu haben. Verfahren Sie so, wei hier empfohlen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke, ich werde jetzt warten, ob und wann sich etwas ereignet. Muß ich eine Telefonbox annehmen und bezahlen? Es kann ja eine wertlose Schachtel sein, ich kann das nicht kontrollieren. Das war meine letzte Frage.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein, die Box müssen Sie nicht annehmen, wenn Sie nichts dergleichen bestellt haben. Es handelt sich dann um unbestellte Ware, deren Zusendung nach § 241 a BGB keinen Vertrag begründet:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__241a.html

Geben Sie die Box dem Postboten dann gleich wieder mit.

Sollten in dieser Angelegenheit weitere Probleme auftreten, können Sie sich jederzeit wieder hier melden.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt