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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 27030
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

ich habe mit flexstrom einen vertrag für 2011abgeschlossen

Kundenfrage

ich habe mit flexstrom einen vertrag für 2011abgeschlossen mit vorkasse. an 02.08.2011 wurde ich aufgefordert den zählerstand anzugeben weil es angeblich eine preiserhöhung zum 01.10.2011 anstehe. ich habe den zählerstand angegeben und in dem schreiben war eindownload. flexstrom de angegeben den ich aber nicht geöffnet habe. nun sagt flexstrom das ich der preiserhöhung zugestimmt habe.ich habe nirgend wo einen erhöten preis gesehen. normaler weise werden preiserhöhungen doch schriftlich per post mitgeteilt, dieses nist aber nie erfolgt.am 30.09.2011 habe ich die rechnung für 2012 bekommen dort wurde ein preis von 0,145€ 2011 auf 0,25172 für 2012 in rechnung gestellt. ich habe daraufhin den vertrag zum 31.12.2011 gekündigt. ich habe die endabrechnug bekommen und war sehr überrascht. für die ersten 9 monate wurde ein preis von 0,155€ berechnet .im vertrag war ein preis von 0,145€ angegeben. für die letzen 3 monate wurde ein preis von 0,27€ berechnet ,das waren 20% mehr als der ortliche versorger berechnete. da ich ein volles jahr strom bezogen habe stand mir ein bonus von 180,00€ zu, den bezahlen sie auch nicht. jetzt schreibt die inkasso von flexstrom und möchte den betrag haben von 225,57€ haben.ich habe im gesamten jahr 7164,0kwh verbraucht und in der vorkasse waren 7800kwh geschätzt worden. in vorleistung habe ich 1225,80€ bezahlt nach meiner rechnung hätte ich 1133,58€ bezahlen müssen, so das ich noch ein guthaben von 92,22€ plus 180,00€ bonus hätte. ich habe wiederholt die fa. gebeten mir den nachweis zu erbringen das ich der preiserhöhung zugestimmt habe den bringen sie nicht bei ,sonder verweisen immmer nur aufeine internet nummer was ich nicht nachvollziehen kann. was kann man dagegen mach? mit freundlichen grüßen xxx
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

In der Tat muss Ihnen die Gegenseite nachweisen, dass Ihnen die Preiserhöhung zugegangen ist. Kann die Gegenseite dies nicht, so ist sie an den vertraglichen Kilowattpreis gebunden.

Rechtlich gesehen muss also der Energielieferant die für ihn günstige Tatsache beweisen.

Sie haben daher korrekt gehandelt und die Firma zum Nachweis aufgefordert.

Da der Lieferant den Nachweis nicht erbracht hatte, kann er den höheren Preis nicht in Rechnung stellen.

Sie haben nun verschiedenen Möglichkeiten zu reagieren:

Sie lassen sich vom Energielieferanten verklagen. Dann muss er den Zugang der Preiserhöhung dem Gericht gegenüber beweisen. Mit einer Internetnummer wird sich das Gericht dabei nicht zufrieden geben.

In diesem Prozess können Sie nun Ihrerseits selbst eine sogenannte Widerklage erheben mit dem Inhalt Ihnen das Guthaben unter Zugrundelegung Ihres vereinbarten Preises auszubezahlen. Sie müssen diesbezüglich den gezahlten Vorschuss, den vereinbarten Preis und den verbrauchten Strom in Nachweis bringen.

Alternativ können Sie, ohne die Klage des Gegners abzuwarten selbst und sofort direkt Klage auf Rückzahlung des ausstehenden Guthabens erheben. In diesem Prozess wird dann die Frage der Preiserhebung ebenso geklärt werden.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt