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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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RAScholz ist jetzt online.

Mein letzter Zahnarzt hat mir schlechte Brücken eingebaut.

Kundenfrage

Mein letzter Zahnarzt hat mir schlechte Brücken eingebaut. Ich habe schriftlich von Prothetikausschuß, Gesundheitsminister und AOK-Vorstandsvorsitzenden positive Aussage, das mir diese ersetzt werden müssen. Weil ich aber aus Geldgründen warten muß, kann ich diese trotz Schmerzen u.s.w. noch nicht erneuern lassen. Daher steht mir doch sicher Schmerzensgeld zu? Dieser Zahnarzt hat auch noch andere Zahndefekte nicht wahrnehmen wollen und ist dann sehr plötzlich verzogen, ich konnte gerade noch reklamieren. Weil ich auch gehbehindert bin, brauche ich aber einen Zahnarzt, den ich erreichen kann. Kurz: Kann ich, und wenn, wann etwa, mit der Rückzahlung meines Eigenanteils der Brücken oder gar mit Schmerzensgeld rechen? Zu letzterem habe ich eine Anwältin für ein Zivilverfahren beauftragt.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

hier geht es um das Arzthaftungsrecht.

Wenn dem Zahnarzt nachgewiesen werden kann, dass er schlecht gearbeitet hat und es eigentlich hätte richtig machen können (sprich, ein Kunstfehler vorlag), haftet er Ihnen für alle Schäden und Sie hätten auch einen Anspruch auf Schmerzensgeld.

Um beide Ansprüche durchsetzen zu können, haben Sie, so der Zahnarzt sich auf den Standpunkt stellt, für Ihre Leiden nicht verantwortlich zu sein, den Rechtsweg zu beschreiten, was Sie wohl mit der Beauftragung der RA´in schon in Betracht gezogen haben.

Wenn also der Zahnarzt freiwillig nicht Ihre Ansprüche nicht zahlen will, wovon auszugehen ist, müssen Sie ihn verklagen, nur so können Sie den Arzt zur Zahlung per vollstreckbarem Gerichtsurteil auch zwingen. Für das Verfahren können Sie in Abhängigkeit Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse Prozesskostenhilfe beantragen, so dass Ihre RA´in zunächst die Kosten für ein Gerichtsverfahren bei der Staatskasse geltend machen kann.

Ein Arzthaftungsprozess kann dauern. So es also zu einem Gerichtsverfahren kommen sollte, rechnen Sie realiter nicht damit, dass Sie vor einem halben Jahr ein Urteil bekommen, i. d. R. dauert so ein Verfahren sogar deutlich länger.

Bekommen Sie PKH, zahlen Sie für den Fall, dass Sie verlieren sollten, nur die gegnerischen Anwaltskosten selbst der Rest würde dann, ggf. teilweise oder gegen Rückzahlung eines Teiles der Kosten ratenweise, von der Staatskasse getragen.

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt
RAScholz und 2 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich danke Ihnen herzlich für Ihren Bonus.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt