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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Verbraucherrecht habe ich mehrere Mandate betreut.
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Darf der Arbeitgeber eine Woche Urlaub vom Jahreszrlaub ohne

Kundenfrage

Darf der Arbeitgeber eine Woche Urlaub vom Jahreszrlaub ohne weiteres abziehen?
Zum Sachverhalt: Bin seit 30 Jahren im selben Betrieb. Vor der Wende war die Urlaubsplanung von Januar bis Dezember, wie es üblich ist. Nach der Wende wurde die Urlaubsplanung von April bis März des folgenden Jahres geplant.
Der Urlaubsplan wurde letztes Jahr im Oktober aufgestellt und genehmigt. Jetzt im April erfahren wir, dass ab dieses Jahr der Urlaub von Januar bis Dezember läuft und wurde nur anteilig ( April bis Dezember) berechnet. Wie verhalte ich mich jetzt? Darf der Arbeitgeber das 1. Quartal abziehen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



Nein, das darf der Arbeitgeber grundsätzlich nicht.

 

Dieses ist gesetzlich und zwar im Bundesurlaubsgesetz geregelt.

 

Sofern sie keine abweichende günstigere vertragliche oder tarifvertragliche Regelung haben, haben sie nach dem Bundesurlaubsgesetz 24 Werktage Erholungsurlaub.

 

Der Urlaub muss zwar grundsätzlich zusammenhängend genommen werden (also nicht 24 einzelne Tage verstreut übers Jahr, außer im Ausnahmefall) der Arbeitnehmer darf aber grundsätzlich selber bestimmen, wann er Urlaub nehmen möchte.

 

Nur wenn dringende betriebliche Gründe hiergegen sprechen ( hierzu zählt zum Beispiel auch ein Urlaubsplan, der aufgestellt wurde um einerseits die betrieblichen Strukturen aufrechtzuerhalten, andererseits einen Interessenausgleich zu anderen Arbeitnehmern herzustellen) kann der Urlaub hinsichtlich des Zeitpunktes Eingeschränkt werden.

 

Der Abzug von einer Woche Jahresurlaub (oder nur einen Tag!) Ist nicht vom Gesetz gerechtfertigt und rechtswidrig.

 

Sie können daher nach dem Gesetz dem Urlaub als " nicht abgezogen" betrachten.



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochabend!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt



Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen?

Ansonsten möchte ich Sie höflich bitten mir mitzuteilen, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Advopro und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich bin nicht ganz zufrieden.Auf meine 2. Frage wurde nicht geantwortet.
Also, wenn mir 30 Tage im Jahr zustehen darf der Arbeitgeber mir nicht nur 24 Tage geben.Es müssen dann 30 Tage sein!
Sehe ich das richtig???
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Selbstständig dürfen sie gerne nachfragen und ich möchte Ihnen das auch zu Ihrer vollsten Zufriedenheit beantworten.

Nach dem Gesetz beträgt bei einer Vollzeitstelle der gesetzliche Urlaubsanspruch wie bereits gesagt 24 Tage.

Sofern sie beispielsweise nach dem Arbeitsvertrag aber 30 Tage haben, können sie sich auf die 30 Tage berufen. Dann müssen es auch 30 Tage sein und keine 24.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt