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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Verbraucherrecht habe ich mehrere Mandate betreut.
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Sehr geehrte Damen und Herren, vor einem Jahr kaufte ich bei

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
vor einem Jahr kaufte ich bei der Fa.Volker Öhringen einen evt.scooter Elektroroller 50 km/h .Ziemlich bald hatte ich Schwierigkeiten. Die Bleiakkus luden sich nicht richtig auf Nach einem halben Jahr kam ich nur mit Zwischenladungen in Bad Rappenau bei Bekannten nach Hause bzw. im Ort selbst musste ich zu Leute um aufzuladen Die Not war groß .Herr Volker riet mir Lithtiumakkus und baute für zweitausend € diese ein.Dann fuhr jemand zu dicht an mir vorbei .Ich fuhr in den Graben,Gras und hatte einen Riß in der Verkleidung.Jetzt geht Luft an der Felge raus, sodass ich einen Platten habe. Als ich mit Herrn Volker sprach, meinte er, dass ich alle zwei Wochen die Reifen aufzupumpen habe, damit die Felgen geschont werden.
Was soll ich tun?
Es grüßt Sie
Anita Eckert
Ich bin ratlaos
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte Frau Eckert,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:

Nach ihrer Schilderung scheint der Roller aus mehreren Gründen mangelhaft zu sein.

 

In diesem Fall haben sie Gewährleistungsansprüche gegen den Händler, der ihnen den Roller verkauft hat.

 

Gem. § 439 Abs.1 BGB haben Sie zunächst einen Anspruch auf so genannte Nacherfüllung, also auf Reparatur oder auf Neulieferung.

 

Die Kosten hierfür muss übrigens der Verkäufer tragen.

 

Sollte er die Gewährleistung/ Nacherfüllung verweigern oder die Mängel auch nach zwei erfolglosen Versuchen zur Reparatur nicht behoben worden sein, so könnten sie sogar vollständig vom Kaufvertrag zurücktreten.

 

Sie sollten den Händler auffordern (nachweisbar also per Einschreiben) und unter Setzung einer angemessenen Frist (etwa 10-14 Tage) den Roller in einen vertragsgemäßen mangelfreien Zustand zu bringen.

 



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt




Advopro und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Antwort ist gut, wird aber von dem Händler sicher nicht akzeptiert. Ich bin selbst an allem schuld. Was nun?
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Meine oben dargestellte Antwort bezieht sich darauf, dass sie den Mangel auch beweisen können.

Wichtig ist also die Beweislast zu kennen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben sie das Fahrzeug als Verbraucherin (also zu nicht beruflichen Zwecken) bei dem gewerblichen Händler gekauft.

In diesem Fall gibt es eine so genannte Beweislastumkehr gemäß § 476 BGB.

Sofern innerhalb von einem halben Jahr ab Übergabe des Kaufgegenstandes ein Mangel auftritt,wird vermutet, dass der Mangel bereits im Zeitpunkt der Übergabe vorliegt. In diesem Fall müsste der Händler das Gegenteil beweisen, was schwer sein dürfte.

Ist der Mangel aber erst nach einem halben Jahr aufgefallen, müssen Sie beweisen können (zum Beispiel durch ein Gutachten), dass der Mangel auch schon zum Zeitpunkt der Übergabe vorgelegen hat.

Das Hauptproblem ist hier also die Beweislast.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt