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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 16575
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel, 20 Jahre Anwaltserfahrung, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Ich schreibe im Namen meiner Schwägerin Frau Birgit Heilbronner

Kundenfrage

Ich schreibe im Namen meiner Schwägerin Frau Birgit Heilbronner (68Ja) Bahnhofplatz 5, 85737 Ismaning, die selber keine e-mail besitzt:
Ihr Neurologe wollte sie von dem Schlafmittel "Zopiklon", das sie seit 10 Jahren einnimmt, absetzen und hat ihr dafür "Dominal 80mg" (lt. Beipackzettel ein Neuroleptikum)verschrieben, was sie am 04.04. 2012 abends einnahm. Sie hatte nachts Alpträume, am Morgen gegen 9 Uhr stand sie auf, wurde ohnmächtig , stürzte und brach sich das rechte Sprunggelenk. Seitdem liegt sie in der orthopädischen Klinik Bogenhausen, erhielt eine Platte mit 7 Schrauben und sieht einer mindestens 6 wöchigen Gehunfähigkeit entgegen.
Ihrer Meinung nach, hätte der Arzt ihr auf keinen Fall ein Neuroleptikum verschreiben dürfen, da sie darauf katastrophal reagiert.
Hat der Arzt demnach eine juristisch relevante Verantwortung?
Für eine Einschätzung Ihrerseits wäre Frau Heilbronner sehr dankbar, bitte antworten Sie über meine email [email protected]
Mit freundlichen Grüssen
Dr.H.Heilbronner
Birkenweg 2
90547 Stein
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


Das Problem ist, dass die Beweislast für den Behandlungsfehler den Patienten trifft, es sei denn es liegt ein ganz elementarer Behandlungsfehler vor.

Dann kehrt sich die Beweislast um

Ich würde Ihrer Schwägerin zunächst raten, den Vorfall Ihrer Krankenkasse zu melden

Da diese für den etwaigen Behandlungsfehler bezahlen haben sie ein eigenes Interesse daran, diesen Fall aufzuklären

Man lässt sich dann von Ihrer Schwägerin eine Schweigepflichtsentbindungserklärung geben und fordert die Krankenunterlagen von dem Arzt an.

Diese werden dann entweder vom medizinischen Dienst oder aber von eigenen Ärzten der Krankenkasse darauf überprüft, ob der Arzt einen Behandlungsfehler begangen hat.


Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Schlichtungsstelle der Ärztekammer einzuschalten.

Das Verfahren ist kostenfrei und die Haftpflichtversicherer erkennen diese Entscheidung der Schlichtungsstelle meist an.


Scheitert das Schlichtungsverfahren muss geklagt werden



Der Arzt schuldet die Behandlung lege artis.


Ob das Neuroleptikum hier lege artis war, kann nur ein Mediziner unter Einsichtnahme in die Behandlungsunterlagen entscheiden.

Da Ihre Schwägerin darauf so extrem reagiert hat, hätte man sie meines Erachtens aber über die möglichen Nebenwirkungen aufklären müssen.


Dominal ist jedenfalls als Schlafmittel indiziert



Ich hoffe, dass ich Ihnen einen kurzen Überblick verschaffen konnte

Gerne können Sie nachfragen



Mit freundlichen Grüßen und Ihrer Schwägerin gute Besserung


Rechtsanwältin

wenn ich Ihnen helfen konnte bitte ich um Akzeptierung

danke
ClaudiaMarieSchiessl und 4 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender

haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne



wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung

danke
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für den Bonus, das ist wirklich sehr großzügig

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