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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Verbraucherrecht habe ich mehrere Mandate betreut.
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nach dem Gewinnspiel eines Fernsehsenders im Herbst 2010 wurde

Kundenfrage

nach dem Gewinnspiel eines Fernsehsenders im Herbst 2010 wurde ich von win 24
Per Tel kontaktiert, am 21.12 2010, und mir eine Teilnahme an einer Verlosung
Angeboten - um mir einen evt. gewinn allerdings auszuzahlen braeuchte man
Meine Bankdaten...
Im weihnachtlichen Trubel und Laerm teilte ich diese leider win24 mit
Und uebersah danach die Post..
So buchte win24 seitdem immer wieder monatlich € 14,98 ab und als ich dann
Endlich am 30.1. 2012 diese Abbuchung stoppen wollte wurde mir
Seitens win24 am 2.2.2012 schriftlich mitgeteilt,dass ich dazu aufgrund der
Fakten dazu verpflichtet sei..
In der folge erhielt ich dann noch datiert 15.3.2012 ein Schreiben eines
Inkassobueros, der Debitor-Inkasso GmbH die unter Berufung auf die
Paragraphen 280 und 286 BGB binnen 7 Tagen die
Gesamtforderung von 224,70 zzgl. Mahngebzehren von 5,00 Total € 229,70
Zu bezahlen oder meine Einwendungen geltend zu machen..
Die Debitor-Inkasso GmbH verlangt fuer dieses Schreiben insgesamt € 131,38..

Gerne wuesste ich welche Leistungen die win24 bisher fuer mich erbracht hat
Ausser dem periodischen Inkasso und dem Einschalten der Debitor - Inkasso GmbH,
Ob und wieviele solche Vorgaenge seitens win24 bekannt sind,
Wie man grundsaetzlich diese Abzocke u terbinden kann
Und welche Moeglichkeiten mir dzt bleiben mich gegen diese Abzocker rechtlich
Zu wehren...


Klaus Zwettler Birkenweg 3 86911 Diessen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Zwettler,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:


 

Offensichtlich versucht man Ihnen hier die Teilnahme an einem Gewinnspiel aufzudrängen.

 

Bitte lassen Sie sich nicht einschüchtern und zahlen Sie nicht!

 

Hierbei handelt es sich um eine mir gut bekannte Masche.

 

Sie sollten sich bitte wie folgt verhalten:

 

Sie sollten zunächst den Vetragsschluss bestreiten und einen Nachweis des Vertrages fordern. Bis zu diesem Nachweis sollten Sie die Zahlung ausdrücklich verweigern.

 

Sofern hier von der Gegenseite vorgetragen wird, dass der angebliche Vertragsschluss über das Telefon zustande gekommen ist , haben Sie grundsätzlich ein Widerrufsrecht.

 

Sofern Sie nicht schriftlich über das Widerufsbelehrt worden ist, hat die Frist von 14 Tagen noch nicht zu laufen begonnen, so dass Sie auch heute noch widerrufen könnten.

 

Sie sollten sofort nachweisbar (per Einschreiben) gegenüber der Firma/Inkassobüro hilfsweise (dieses Wort ist sehr wichtig!) den Widerruf erklären und ausdrücken, dass Sie weder einen Vertrag noch Abbuchungen wünschen. Dieses haben sie nach ihrer Schilderung ja bereits gemacht, falls vollständig richtig und gut gewesen ist!

 

Gleichzeitig sollten Sie ausdrücklich die Weitergabe Ihrer Kontodaten untersagen.

 

Damit ist ein Vertragsverhältnis, sofern denn überhaupt ein solches Zustande gekommen ist, beendet.

 

Gleichzeitig sollten Sie Ihrer Bank mitteilen, dass von dieser Firma keine Abbuchungen zugelassen werden sollen, sofern die Firma Ihre Bankdaten vorliegen hat.


Die Gegenseite muss hier beweisen, dass ein Vertrag zustande gekommen ist und nicht Sie . Wie bereits gesagt sollten Sie diesen Nachweis fordern und hilfsweise widerrufen.

 

Ein Telefonmitschnitt (falls vorhanden) reicht als Nachweis für einen Vertragsschluss jedoch nicht aus, sofern Sie nicht nachweisbar und ausdrücklich vor der Aufzeichnung gefragt worden ist und Ihr Einverständnis gegeben haben.

 

Ohne Einverständnis wäre diese Aufnahme nämlich in einem Gerichtsprozess grundsätzlich nicht verwertbar, da diese dann einem so genannten Beweisverwertungsverbot unterliegen würde.

 

Sie sollten also wie oben beschrieben vorgehen. Sollte man Sie auch dann nicht in Ruhe lassen, sollten Sie einen Kollegen vor Ort mit der Abwehr dieser Forderung beauftragen.




Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagabend!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Advopro und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Im schreiben von win24 vom 2.2.2012 heisst es gegen ende
"gerne koennen Sie uns erklaeren welche Relevanz verschiedene Handynachrichten mit dem Dienstleistungsvertrag der Fa win24 zu tun haben. Win24 meldet Sie entsprechend dem Dienstleistungsvertrag monatlich an 200
Verschiedenen Gewinnspielen an ..
eine Zusammenfassung des Gespraechs welches mit Ihrem Einverstaendnis aufgezeichnet wurde, laesst uns an Einer Bestellung Ihrerseits ebenfalls nicht zweifeln.."

Laut meiner Frau liegen solche Beweise leider vor -
Ueberfluessig zu sagen,dass ich nie auch nur irgendetwas gewonnen habe und auch neimals irgendwelche
Informationen erhielt bezueglich der Spiele an denen ich angeblich angemeldet war..
Liegt hier nicht doch ein Betrugstatbestand vor?
Dies wuerde meine Position doch erheblich staerken!!
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Sofern ein solches Einverständnis vorliegt und dieses auch telefonisch mit Einverständnis ihrer Frau aufgenommen wurde, sieht es zunächst nicht so gut aus und es sollte das Einverständnis schnellstmöglich widerrufen werden.

Dieser Vertrag kann aber wenn dann nur über das Telefon oder Internet zu Stande gekommen sein.

Vor diesem Hintergrund sollte hier hilfsweise widerrufen sowie wegen arglistiger Täuschung angefochten werden.

Dieses sollte nachweisbar geschehen (also bitte schriftlich und per Einschreiben).

Sollte man sie auch dann nicht in Ruhe lassen, sollten sie ernsthaft in Erwägung ziehen, Betrugsanzeige zu erstatten.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt