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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 16351
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel, 20 Jahre Anwaltserfahrung, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Verbraucherrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Mir wird unterstellt, ich hätte im Jahre 2004 ein erotisches

Kundenfrage

Mir wird unterstellt, ich hätte im Jahre 2004 ein erotisches Abo der Fa Saferpayment AG abgeschlossen. Seit 2007/2008 wird in dieser Angelegenheit durch das Inkassobüro wecollect/ National Inkasso gemahnt. Mein Widerspruch wurde eigenmächtig als Kündigung des Vertragsverhältnisses gewertet und in einem gerichtlichen Mahnbescheid des Amtsgerichtes Berlin/Wedding wurden nun die Forderung erhoben, die nicht dem Verjährungsprinzip unterliegen. Dem Mahnbescheid wurde widersprochen. Darf man das überhaupt? MfG
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie haben vollkommen richtig gehandelt, in dem Sie Widerspruch eingelegt haben.

Der Widerspruch führt dazu, dass die Gegenpartei Abgabe an das Gericht beantragen muss, was durch solche dubiosen Firmen regelmäßig unter bleibt.

Bei einem Mahnbescheid wird vom Mahngericht nicht überprüft, ob die Forderung rechtens ist, oder nicht und wenn der Empfänger des Mahnbescheids keinen Widerspruch einlegt wird die Forderung ebenso rechtskräftig und vollstreckbar wie beispielsweise ein Gerichtsurteil.

Sie haben richtig gehandelt in dem Sie Widerspruch gegen das Abo eingelegt haben.

Sollte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen müssen Sie gleichzeitig den Vertragsschluss bestreiten, sowie hilfsweise den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten.
Ich nehme nämlich an, dass Sie sich wie so viele Verbraucher im Internet ganz einfach verclickt haben und da doch ohne dass sie es gewollt haben einen Vertrag geschlossen haben.

So ein Vertrag, den man aus Versehen schließt ist jedoch nicht wirksam und kann gleichzeitig wegen Täuschung angefochten und auch binnen 14 Tagen widerrufen werden.


Ich denke also, dass es entweder gar nicht zu einer Gerichtsverhandlung kommt oder wenn es wider Erwarten doch zu einer Gerichtsverhandlung kommen sollte sie mit den Argumenten, die ich oben genannt habe sehr gute Chancen haben.


Mit freundlichen Grüßen

Claudia Schiessl
Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet haben sollte bitte ich Sie höflich um Akzeptierung
vielen Dank


ClaudiaMarieSchiessl und 3 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das Mahnverfahren wurde eingestellt. :-) Ich danke nochmals für die juristische Erstbeurteilung! Natürlich - und das ist gut so - ist jede gerichtliche Durchsetzung einer Forderung eine Einzelfallentscheidung. Moralisch ist längst ein Urteil "Im Namen des deutschen Volkes" über die dubiose Mahnmaschinerie, die derzeit unser Land erfasst, gesprochen....
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,das freut mich !!Viele Leute legen gegen so was keinen Widerspruch ein, weil sie denken, dass die Forderung ohnehin nicht berechtigt ist und sitzen dann in der FalleSie haben es richtig gemacht
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Die Rechtssprechenden an den deutschen Gerichten laufen doch auch mit offenen Augen durchs Leben, sie sehn tagtäglich in ihrer Arbeit, was los ist.... Ohne Widerspruch wird es wahrlich hürdenbelasteter, unberechtigte Forderungen abzuschmettern. Es ist nicht unmöglich, aber um ein vielfaches schwieriger.....

 

 

*thread clossed*

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
weiterhin alles Gute

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