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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Verbraucherrecht habe ich mehrere Mandate betreut.
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Sehr geehrte Damen und Herren, im August 2011 haben wir festgestellt,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
im August 2011 haben wir festgestellt, dass der Stromzähler bei meinen Eltern (beide Rentner über 70 und 80 Jahre) im Haushalt nicht richtig funktioniert. Der Stromzähler zählte einen Verbrauch von 6500 kwh, was für 2 alte Leute utopisch hoch ist. Wir ließen den Stromzähler durch einen neuen ersetzten und den alten Stromzähler überprüfen. Das Prüfergebnis erhielten wir im Oktober 2011. Laut dem Prüfbericht hat der alte Stromzähler 50% mehr Verbrach gezählt als wirklich verbraucht wurde. Der Stromanbieter Stromio über den meine Eltern ihren Strom beziehen, forderte trotz Hinweis auf den defekten Stromzähler die Jahresrechnung mit den 6500 kwh ein und zog sich eine sehr hohe Summe als Nachzahlung. Seit August 2011 versuchen wir nun diese unberechtigten Zahlungen zurück zu erhalten und Stromio zur Korrektur der Jahrerechnung zu bewegen. Wir haben den Prüfbescheid zu Stromio geschickt. Wir haben uns mit dem Netzbetreiber E.on in Verbindung gesetzt und diese gebeten die gewünschten Unterlagen an Stromio zu senden. Es wurde von E.on der Prüfbericht eingesandt, wie vorher von uns auch schon mit einem Schreiben den Verbrauch in der Abrechnung auf 4000 kwh zu senken. Immer wieder war das nicht das was Stromio wollte. Immer wieder haben wir neue Schreiben anfordern müssen. Letzt Woche haben wir die Einzugsermächtigung für Stromio zurückgezogen, da auch die Abschläge für die nächste Rechnung nicht gesenkt wurden und auf dem Verbrauch von den 6500 kwh berechnet wurden. Die letzte Nachricht von Stromio ist, dass sie die Rechnung nicht ändern werden, da die Rechnung vom Netzbetreiber E.on die zu dem damaligen Zeitpunkt für die Durchleitung gestellt wurde auch die 6500 kwh enthält. Meine Eltern haben nur eine kleine Rente und diese hohen Stromzahlungen für Strom den sie nie verbraucht haben, fehlt überall. Ich weis nicht mehr was ich noch tun kann Stromio dazu zubewegen die Jahresrechnung aus 2011 dem tatsächlichen Stromverbrach entsprechnd zu ändern und meinen Eltern das Geld zurück zu zahlen. Bitte helfen Sie mir weiter. Für zusätzliche Informationen bin ich auch unter 033844/51395 zu erreichen.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:



 

Letztendlich muss die Gegenseite (also der Stromversorger) nachweisen, dass der in der Rechnung angegebene Betrag und insbesondere der Verbrauch (als Grundlage des Bertrages) korrekt wiedergegeben sind.

 

 

Dieser Beweis läuft normalerweise über die Stromzähler.

 

 

Nach ihrer Schilderung ist der Stromzähler hier nachweisbar defekt gewesen.

 

 

Da ich bereits Mandanten in ähnlichen Fällen vertreten habe kann ich Ihnen sagen, dass dieses oftmals an zwei Ursachen liegt.

 

 

Entweder der Stromzähler ist defekt oder er ist einfach längere Zeit nicht geeicht worden.

 

 

Beides lässt sich nachvollziehen durch einen Gutachter/Sachverständigen im Streitfall.

 

 

Bis die Angelegenheit nicht geklärt ist, sollte der alls zuviel befundene Betrag keinesfalls gezahlt werden.

 

 

Ganz im Gegenteil:

 

 

Hier ist offensichtlich und nachweisbar zu viel gezahlt worden.

 

 

Ihre Eltern haben also rückwirkend für den zuviel gezahlten Betrag einen Rückforderungsanspruch aus dem Gesichtspunkt der ungerechtfertigten Bereicherung gemäß § 812 BGB.

 

 

Da dieser Anspruch der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren gemäß §§ 195,199 BGB unterliegt, könnte hier theoretisch für den gesamten Zeitraum rückwirkend etwas geltend gemacht werden.

 

 

Leider erlebe auch ich als Rechtsanwalt sehr oft, dass Verbraucher mit ihren Beschwerden nicht immer ernst genommen werden. Dieses darf man zwar nicht pauschal, es entsteht aber oftmals der Eindruck.

 

 

Vor diesem Hintergrund sollten Ihre Eltern zunächst nicht zahlen, sondern schnellstmöglich einen im Vertragsrecht/Verbraucherrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung der rechtlichen Interessen beauftragen.

 

 

 


Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Freitagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen?

Ansonsten möchte ich Sie höflich bitten mir mitzuteilen, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness, sondern ist auch Gegenstand der AGB (Punkt Nr. 9 der Nutzungsbedingungen), die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Newerla

Ich habe Ihre Antwort erhaltenen, aber da ich nur das erfahren habe was ich sowieso schon weiß, kann ich jetzt nur sagen das waren für sie leicht verdiente 75€.
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Es ist doch gut, dass ich ihre Rechtsauffassung bestätigen konnte.

Ihre Eltern haben hier also durchaus Handlungsmöglichkeiten und auch eine gute Beweissituation.

Vor diesem Hintergrund könnten es ihre Eltern noch ein letztes Mal alleine versuchen und falls dieses nichts bringen sollte, einen Kollegen vor Ort beauftragen.

Sofern Sie also noch Verständnisfragen haben möchte ich Sie bitten mir diese mitzuteilen, andernfalls möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort zu akzeptieren und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen.




Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness, sondern ist auch Gegenstand der AGB (Punkt Nr. 9 der Nutzungsbedingungen), die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt