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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 7722
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
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RASchroeter ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine nicht gerechtfertigte

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine nicht gerechtfertigte Zahlungserinnerung von Outlet.de erhalten, habe mich jedoch dort nie regiestriert was kann ich machen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

 

Sie sollten das Mahnschreiben nicht ignorieren, auch wenn das Verlangen nicht seriös ist, da sonst ein Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides ergeht. Sie sollten der Rechnung und weiteren Mahnungen/Zahlungsaufforderungen widersprechen, da Sie keine entgeltlichen Leistungen in Anspruch nehmen und auch auch keinen Vertrag geschlossen haben.

 

Die AGB´s die Ihnen nicht zur Kenntnis gelangt sind und einen Zahlungsanspruch bewirken sollen, sind wegen der überraschenden Klausel unwirksam. Zahlungen sollten Sie an das betreffende Unternehmen nicht tätigen, da dann weitere Forderungen gestellt werden.

 

In jedem Fall sollten Sie einen vermeintlichen Vertrag wiederrufen und hilfsweise kündigen. Die Kündigung lassen Sie durch einen Boten zur Post aufgeben. Dies reicht dann als Nachweis der abgesendeten Kündigung aus.

 

Eine Zahlungsverpflichtung besteht und bestand aufgrund eines fehlenden Vertragsschlusses jedenfalls nicht. Der mögliche Verweis des Unternehmens auf die AGB´s für eine vertragliche Bindung ist nicht berechtigt, da die AGB´s nicht Vertragsbestandteil geworden sind, bzw. entsprechende Klausel unwirksam sein durften.

 

Sollte der hierfür bekannte Rechtsanwalt oder ein Inkassounternehmen versuchen Sie mit drohenden Schreiben zu weiteren Zahlung aufzufordern, sollten Sie standhaft bleiben.Die Drohung mit einem möglichen negativen Schufaeintrag ist unberechtigt, da keine Schufaklausel unterschrieben wurde, die zu einer Schufameldung berechtigt.

 

In der Regel hören die Mahnung dann auf. Trotzdem können Sie auch eine neg. Feststellungsklage gegen das Unternehmen erheben, um festzustellen, dass kein Vertrag besteht und die Forderung nicht begründet ist. Die Kosten des von Ihnen zu beauftragenden Anwalts hat die Gegenseite zu tragen.

 

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich habe bereits der Zahlung widersprochen bzw. mit dem Text hiermit widerspreche ich der Zahlungsaufforderung usw. usw. Muss ich trotzdem kündigen? Wäre eine Kündigung nicht ein Eingeständnis für einen Abschluss? Reicht ein schriftlicher Widerspruch nicht aus?

 

mfg

Seidel

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie sollten rein hilfsweise kündigen für den Fall, dass der Widerspruch nicht ausreichen sollten. Dies ist zwar unwahrscheinlich, aber durch eine hilfsweise Kündigung gehen Sie auf Nummer sicher und schließen alle Risiken aus.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn die Firma dann nicht reagiert auf meinen Widerspruch und Kündigung? Reicht es auf ganz normalen Postweg oder muss ich das per Einschreiben machen.

Müssen das 2 Anschreiben sein oder kann ich das auf dem Widerspruch noch ergänzen?

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der Postweg reicht aus. Lassen Sie das Schreiben durch einen Bekannten zur Post bringen der dann als Bote und Zeuge dienen kann. Sie können das erste Schreiben verwenden und die Kündigung ergänzen.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Aber wenn die meine Adresse haben ist es dann nicht so dass die eine Anmeldung in dem Bereich fingieren können? Denn auf der Zahlungserinnerung ist meine Adresse angegeben. Also haben die meine Daten Dann ist es doch ein leichtes zu behaupten ich hätte mich angemeldet oder etwa nicht? Müssen die auf alle Fälle dann den Anwalt bezahlen?

Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Auch wenn outlet eine Anmeldung fingieren kann, reicht dies für einen Vertragsschluss nicht aus. Zudem ist Outlet hinreichend bekannt für nicht erbrachte Leistungen Geld zu verlangen.

Outlet wird aus der Erfahrung die Forderung nicht gerichtliche durchsetzen, Sie allerding mit entsprechenden Schreiben unter Druck setzen. Daher ist es wichtig einem nicht erfolgten Vertragsschluss zu widersprechen, hilfsweise zu kündigen, damit Outlet merkt, dass Sie nicht zahlen werden.

Viele Grüße
RASchroeter und 2 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Information jetzt bin ich doch etwas beruhigter.

 

Mit freundlichen Grüßen

Helga Seidel

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gerne, lassen Sie sich durch die Schreiben der Gegenseite nicht einschüchtern. Das gehört zum Geschäftskonzept solcher Firmen.

Viele Grüße

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