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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Ein Kunde von mir, Friseurgeschäft, hat den Fragebogen für

Kundenfrage

Ein Kunde von mir, Friseurgeschäft, hat den Fragebogen für die Erfassung gewerblicher Einträge der GWE-Wirtschaftinformations GmbH in Düsseldorf unterschrieben und am 16.01.2012 weggefaxt.
Am 30.1.2012 kam die Rechnung über 569,06€ zur Zahlung, genau am 14.Tag, als das Widerrufsrecht ablief.
Das Schreiben erweckte staatlichen Eindruck, sodaß mein Kunde das Kleingedruckte auf der Rückseite nicht las und es einfach wegfaxte.
Gibt es Möglichkeit, gegen die Gewerbeauskunfstzentrale vorzugehen, bzw. die Zahlung zu verweigern ??
Freundlicher Gruß Robert Steimel, Allianz-Vertretung zu Achern
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller.

da für Gewerbetreibende ohnehin das Widerrufsrecht nicht greift, sondern nur für Verbraucher im Sinne des Gesetzes, bleibt hier vorliegend nur die Anfechtung des Vertrages wegen arglistiger Täuschung und Irrtums.

Die arglistige Täuschung liegt darin, dass das Schreiben den Eindruck erzeugt, es würde sich lediglich um einen Adressabgleich handeln, der nicht kostenpflichtig ist. Genau darauf kommt es dem Anbieter auch an.

Der Kunde sollte daher umgehend eine schriftliche Anfechtungserklärung absetzen.

Erfahrungsgemäß wird der Anbieter an seiner Forderung festhalten. Dies entspricht der Geschäftsstrategie.

Im Ergebnis bliebe dann abzuwarten, ob der vermeintliche Anspruch gerichtlich anhängig gemacht wird. Die überwiegende Zahl der Gerichte bejaht die Täuschung und gibt dem Kunden recht.

Wollte man eine gerichtliche Auseinandersetzung vermeiden, bliebe noch, zu versuchen, eine vergleichsweise Lösung zu finden, wie eben 50% der Forderung zu bezahlen.

troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung: seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
troesemeier und 2 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Unser Kunde beabsichtigt im Spätjahr 2012 seinen Betrieb zu schließen, da er bereits 72 Jahre alt ist.

Hat das rechtlich auch eine Bewandtnis und wie sollen wir diesen Umstand im Schreiben an die Gewerbeaufsichtszentrale formulieren ?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

leider stellt die geplante Geschäftsaufgabe keinen hinreichenden Grund dar, um den geltend gemachten Anspruch vernichten zu können.

Dennoch können Sie diesen argumentativ anführen.

Dies insbesondere im Hinblick auf die Anfechtung wegen Irrtums. Hier kann angeführt werden, dass nicht davon auszugehen war, dass eine langfristige Bindung eingegangen würde. Im Hinblick auf die gelante Einstellung des Geschäftsbetriebes wäre mann nämlich eine derartige Verpflichtung nicht eingegangen.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke, die Antworten waren gut und wir würden gerne eine gute Bewertung abgeben, das bild ist aber nicht mehr vorrätig. Falls wir es nochmal finden, bewerten wir entsprechend.

Danke Herr Trösemeier

und einen schönen Tag noch.

Beste Gruesse aus Achern

Robert Steimel u. Josef Bär

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich freue mich, dass ich weiterhelfen konnte.

Alles Gute.

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