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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Verbraucherrecht habe ich mehrere Mandate betreut.
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Ich bin ungebeten von der "Deutschen Verbraucher Weste" angerufen

Kundenfrage

Ich bin ungebeten von der "Deutschen Verbraucher Weste" angerufen worden, die mir weiß machte, dass ich mit meiner Adresse und Telefonnummer auf 2835 verschiedenen Seiten und bei Firmen registriert bin. Die Dame bot mir an mich von diesen Seiten zu löschen und wollte mir einen Telefonblocker schicken gegen 99 € plus 5,99 € Versandgebühr per Nachnahme.
Die Lieferung solle am 31.01.2012 sein.

Wie kann ich diesem "Abzockvertrag " wieder entkommen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:


Hierbei handelt es sich um einer mir gut bekannte Masche (also Abzocke, wie Sie richtig vermuten).

Sie sollten keinesfalls zahlen und sich nicht einschüchtern lassen!

Sie sollten zunächst den Vetragsschluss bestreiten und einen Nachweis des Vertrages fordern. Bis zu diesem Nachweis sollten Sie die Zahlung ausdrücklich verweigern. Es ist nämlich nicht so, dass sie beweisen müssen, dass kein Vertrag zu Stande gekommen ist, sondern die Gegenseite muss beweisen, dass ein Vertrag mit ihnen zu Stande gekommen ist beziehungsweise sie eine entsprechende Dienstleistung kostenpflichtig in Anspruch genommen haben.

Sofern hier von der Gegenseite vorgetragen wird, dass der angebliche Vertragsschluss über das Telefon zustande gekommen ist , haben Sie grundsätzlich ein Widerrufsrecht.

Sofern Sie nicht schriftlich über Ihr Widerrufsrecht belehrt worden ist, hat die Frist von 14 Tagen noch nicht zu laufen begonnen, so dass Sie auch heute noch widerrufen könnten.

Sie sollten sofort nachweisbar (per Einschreiben) gegenüber der Firma hilfsweise (dieses Wort ist sehr wichtig!) den Widerruf erklären und ausdrücken, dass Sie weder einen Vertrag noch Abbuchungen wünschen.Gleichzeitig sollten Sie ausdrücklich die Weitergabe Ihrer Kontodaten untersagen.

Damit ist ein Vertragsverhältnis, sofern denn überhaupt ein solches Zustande gekommen ist, beendet.

Gleichzeitig sollten Sie ihrer Bank mitteilen, dass von dieser Firma keine Abbuchungen zugelassen werden sollen.

Die Gegenseite muss hier beweisen, dass ein Vertrag zustande gekommen ist und nicht Sie . Wie bereits gesagt sollten Sie diesen Nachweis fordern und hilfsweise widerrufen.

Ein Telefonmitschnitt (falls vorhanden) reicht als Nachweis für einen Vertragsschluss jedoch nicht aus, sofern Sie nicht nachweisbar und ausdrücklich vor der Aufzeichnung gefragt worden ist und Ihr Einverständnis gegeben haben.

Ohne Einverständnis wäre diese Aufnahme nämlich in einem Gerichtsprozess grundsätzlich nicht verwertbar, da diese dann einem so genannten Beweisverwertungsverbot unterliegen würde.

Sie sollten also wie oben beschrieben vorgehen. Sollte man Sie auch dann nicht in Ruhe lassen, sollten Sie einen Kollegen mit der Abwehr dieser Forderung beauftragen. Sehr gerne stehe auch ich ihnen hierzu zur Verfügung.



Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntagabend!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Advopro und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ich bin sehr wohl gefragt worden, ob das Telefongespräch aufgezeichnet werden darf und ich habe zugestimmt. Das geschah aber erst in einem zweiten Gespräch in dem mich eine andere Mitarbeiterin angerufen hat. Dieser Anruf wurde von der ersten Anruferin angekündigt.

Reicht es wenn ich die Annahme der Nachnahmesendung verweigere und schriftlich einen hilfsweisen Wiederruf per Einschreiben schicke?

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Es genügt völlig, wenn sie die Annahme der Nachnamesendung verweigern und nachweisbar (also per E-Mail und parallel per Einschreiben) schnellstmöglich den Widerruf hilfsweise erklären.

Das genügt völlig.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntagabend!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt