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hhvgoetz
hhvgoetz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 2918
Erfahrung:  LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
48877684
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hhvgoetz ist jetzt online.

Hallo, ich war in Aussland (Libanon) von 5 Nov bis 5 Dez und

Kundenfrage

Hallo, ich war in Aussland (Libanon) von 5 Nov bis 5 Dez und ich habe mein Handy nicht benutz ,aber mein Mail box war offen. Und die Rechnung ist 1383 €.Könnten sie mir bitte helfen ?



Mit Freundlichen grüßen Talat Ammar
handy:017623267681
tel:092815408777
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

allein über eine Umleitung auf die Mailbox bei nicht erreichbarem Handy lässt sich eine solche Rechnung nur produzieren, wenn das Handy zumindest einmal im Ausland eingeschaltet war.

 

http://www.teltarif.de/roaming/mailbox-ausland.html

 

Möglichkeit A:

 

Sie erörtern die Situation nachweisbar schriftlich und bitten um Kulanz.

Sollte die Anrufweiterleitung auf die Mailbox bei Auslieferung der Simkarte bereits so konfiguriert worden sein, können Sie O2 auch vorwerfen, Sie auf die Konsequenzen bei einem Auslandsbesuch nicht hingewiesen zu haben.

 

Ev. kriegen Sie einen Teilbetrag so auf Kulanzbasis erlassen.

 

Wenn Sie eine Zahlung einstellen, achten Sie drauf, die unstreitigen Beträge trotzdem zu zahlen, um eine Handy-Sperrung möglichst zu vermeiden.

 

Möglichkeit B (größeres Kostenrisiko):

 

Sie sollten aus taktischen Gründen gegenüber O2 nichts äußern sondern schlicht alles bezahlen.

 

Nach ca. 5 Monaten (wenn recht sicher alle Verbindungsdaten gelöscht sind) schreiben Sie nachweisbar (z.B. durch Einwurfeinschreiben mit Zeugen, der das Schreiben bei Versand gesehen hat), dass die von Ihnen gezahlten Verbindungen gar zustandegekommen sind und Sie deshalb(mit Fristsetzung) das Geld für die Verbindungen an die Mailbox zurück haben wollen, wenn die Verbindungen nicht nachgewiesen sind. Ein einfacher Einzelverbindungsnachweis reicht hierfür nämlich vor Gericht nicht unbedingt. Weiterer Nachweis ist nach langer Zeit oft nicht möglich, da die genauen Verbindungsprotokolle automatisch gelöscht werden (s.o.).

 

Dann klagen Sie die Forderung vor Gericht ein bzw. erwirken einen gerichtlichen Mahnbescheid.

 

Häufig wird der Anbieter die Forderung anerkennen.

 

Die Methode funktioniert aber nicht immer und sollte von einem Rechtsanwalt angewandt werden. Es besteht auch ein gewisses Kostenrisiko und Sie müssen Geld für den Mahnbescheid/Klage und ggf. den RA auslegen. Vor allem, wenn Sie die Verbindungen schon telefonisch reklamiert haben, ist es möglich, dass eine Löschung der Daten bereits manuell für längere Zeit verhindert wurde, so dass O2 im Rechtsstreit dann doch überraschend genaue Verbindungsdaten hat.

Auch ist es möglich, dass ein Gericht Ihnen als Pflichtverletzung vorhält, dass Sie Ihre Rechnung hätten eher überprüfen müssen.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Mit freundlichen Grüßen