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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 7709
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
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Guten Morgen, meine Frage an einen Baurechtexperten: Es wurde

Kundenfrage

Guten Morgen,
meine Frage an einen Baurechtexperten: Es wurde ein Reihenendhaus(drei Häuserkomplex) von einem Bauträger gekauft. Kaufvertraglich wurden in der Bauverpflichtung, neben den Standardformulierungen, folgende Hinweise aufgenommen: "Der Bauträger schuldet die Herstellung des Vertragsobjektes nach der Baubeschreibung und den Bauplänen. Jeweilige aktuelle DIN-Vorgaben sind einzuhalten. Soweit die anerkannten Regeln der Technik höhere Anforderungen stellen, gelten diese". Malerarbeiten und Fußbodenbeläge( ausser Fliesenarbeiten) sind in Eigenregie zu erbringen. Der Bau befindet sich zur Zeit in der Innenausbauphase und hier wurden jetzt an verschiedenen Innengewerken Mängel festgestellt. Z.Bsp.: Die Stoßkanten der Fertigbetondecken wurden nicht verfugt, im Trockenbaubereich der Dachschrägen, Dachgauben wurden keine Kantenschienen und Stoßkanten verspachtelt. Der Bautäger wurde darauf aufmerksam gemacht, sieht aber seine Leistung als erbracht und die fehlende Verspachtelung als Aufgabe der Maler und Anstreicher.
Da für die Innenputzarbeiten vertraglich kein Standard formuliert wurde, gilt unserer Ansicht nach die Qualität Q2, die eine streich-und tapezierfähige Oberfläche vorsieht.
Hierzu würden wir gerne einen Expertenrat von Ihnen erhalten.

mfg
Stefan Holzkamm
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Da hier im Leistungsverzeichnis keine Angaben enthalten sind, gilt stets die Qualitätsstufe Q 2 als vereinbart.

Insoweit liegt hier kein Mangel, sondern eine Nichterfüllung vor, so dass eine Abnahme nicht geschuldet wird. Ist der Bauträger nicht bereit den Auftrag vollständig zu erfüllen, ist soweit der Vertrag dies vorsieht ein Schlichter anzurufen.

Sieht der Vertrag die Einschaltung eines Schlichters nicht vor und ist eine Einigung mit dem Bauträger nicht möglich, sollten Sie über einen Anwaltskollegen ein Beweissicherungsverfahren einleiten, um den Baustand vor Ort beweissicher festzuhalten.

Geht das Beweissicherungsverfahren zu Ihren Gunsten aus, wird ein Klageverfahren sicherlich entbehrlich sein. Im Vorfeld wird aber der einzuschaltende Anwalt sicherlich noch mal außergerichtlich versuchen eine Einigung herbeizuführen.


Insgesamt sehe ich Ihre Aussichten positiv die fehlenden Leistung nich zu erhalten, bzw. dann einen Minderungsanspruch bei der Leistungsrate durchzusetzen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren. Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beanßtwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

RASchroeter und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Herr Schroeter,

vielen Dank für Ihre erste Antwort!

Für uns wäre noch wichtig zu erfahren, ob der im Vertrag gewählte Hinweis auf die Einhaltung der jeweiligen DIN auch eine klare Abgrenzung der unterschiedlichen Innengewerke zueinander, abdeckt!

Der Bauträger argumentiert so, dass er sagt:" Die Deckenverspartelung sowie die Trockenbauverspartelung, Übergänge von Trockenbau auf verputzte Wandlächen etc. sind im Gewerk Malerarbeiten zu sehen und somit nicht in seinem Leistungsverzeichnis.

Wir sind der Meinung, dass diese Arbeiten zu einer Trockenbaumaßnahme gehören, da die entsprechenden DIN- Vorgaben für den Trockenbaubereich diese Arbeiten klar beschreiben.

Im dem Leistungsverzeichnis/Baubeschreibung ist die Maßnahme Ausbau der Dachschrägen und Fenstergauben unter dem Punkt Isolierung des Obergeschosses sowie der Dachschräge wie folgt beschrieben: Zwischen Dachsparren des Daches wird mit Mineralfasermatten(entsprechend Wärmeschutznachweis) gedämmt. Innen werden die Dachschrägen in den Räumen mit Gipskartonplatten verkleidet .

Hier ist auf eine Verspartelung etc. zwar nicht nochmals extra hingewiesen, wir sind aber davon ausgegangen , dass die Verkleidung der Dachschrägen eine Trockenbaumaßnahme und somit die erwähnten DIN Grundlage sind.

Bitte hierzu noch eine kurze Stellungnahme!

 

mfg

Stefan Holzkamm

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie haben hier drei Vorgaben, die für Ihre und gegen die Argumentation des Bauträgers sprechen.

Zum einen gelten die DIN-Normen, die den Mindeststandard darstellen. Insoweit sind die Trockenbaumaßnahmen Aufgabe des Bauträgers. Weiterhin sprechenden die Q2 Qualitätsstufe für Sie. Und schließlich haben Sie als letztes Argument die Errichtung nach dem aktuellen Stand der Technik. Dies ist auch Aufgabe des Bauträgers und kann nicht auf die Maler- und Fußbodengewerke abgewälzt werden. Die Argumentation des Bauträgers ist daher nicht nachvollziehbar und wird, sobald Sie den Druck erhöhen mit Sicherheit in sich zusammenfallen.

Mit besten Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Morgen Herr Schroeter,

danke für Ihre Zusatzinfo!

 

Stefan Holzkamm

 

Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gerne, viel Erfolg.

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