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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 26842
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich bin einer Pishingmail (Verifizierung der Kundendaten) aufgesessen

Kundenfrage

Ich bin einer Pishingmail (Verifizierung der Kundendaten) aufgesessen und nun wurden auf meinen Namen und Adresse an eine andere Packstation Waren bestellt und ausgeliefert. Ich wurde vom DHL- Service informiert und habe umgehend ein neues Passwort und neue PostPin beantragt. Anzeige gegen Unbekannt habe ich gestellt. Es werden wohl demnächst mind. 2 Zahlungsaufforderungen auf mich zukommen. Muss ich diesen nachgeben und bezahlen oder ist durch die Erstattung der Anzeige die "Sache" vorerst erledigt. Was kann ich ggf. DHL gegenüber geltend machen, da offensichtlich deren Sicherheitssystem geknackt wurde. Woher hätten die "Täter" sonst meine e-mail Adresse und die Info, dass ich eine Packstationadresse habe...

Vielen Dank!
S. Thöner
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Den Zahlungsaufforderungen müssen Sie nicht nachkommen. Allein die Tatsache, dass ein unbekannter Dritter Ihre Identität mißbraucht hat und in Ihrem Namen Bestellungen durchgeführt hat, bedeutet noch nicht, dass Sie einen Kaufpreis entrichten müssen.

Eine vertragliche Verpflichtung setzt nämlich zwei übereinstimmende Willenserklärungen, nämlich Angebot und Annahme voraus. Daran fehlt es in Ihrem Fall, da nicht Sie sondern ein Dritter eine Bestellung durchgeführt oder einen Kaufvertrag abgeschlossen hat.

Wenn also sich Unternehmen bei Ihnen melden und Sie zur Zahlung auffordern, dann sollten Sie diese Unternehmen anschreiben und darauf hinweisen, dass Sie zu keinem Zeitpunkt einen Vertrag mit diesen Unternehmen abgeschlossen haben. Weisen Sie darauf hin, dass Sie Opfer eines Pishing-Angiffs geworden sind.
Die Unternehmen bestehen meistens darauf, dass Ihnen das Aktenzeichen Ihrer Strafanzeige genannt wird. Sie sollten also in Ihrem Schreiben sowohl den Tag der Anzeigenerstattung, als auch das Aktenzeichen (Tagebuchnummer der Polizei oder Aktenzeicher der Staatsanwaltschaft benennen.

Damit sollte die Angelegenheit für Sie erledigt sein.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt