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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

wie ist es wenn z. b. ich oder mein mann ein pflegefall werden

Beantwortete Frage:

wie ist es wenn z. b. ich oder mein mann ein pflegefall werden sollten, haben wir nur ein anrecht minnimum an wohnraum bzw. betimmten betrag, und unser haus könnte aufgebraucht werden. oder muß ab einer bestimmten situation unser einziger sohn mit z.zt. 28 jahren für uns geradestehen, wenn man ihm dies finanziell zumuten kann?
wie wäre dann die situation, wenn wir unserem sohn das haus jetzt schon überschrieben hätten?
wie ist es mit der erbschaftsteuer bei unserm sohn.
welcher freibetrag gilt hier und welche konsequenzen sind hier.
oder wie ist es wenn ich oder mein mann sterben würden, wie ist es mit dem vererben, wenn wir die normale gesetzliche erbfolge haben. wer wieviel und evtl. erbschaftssteuer, wer hat welchen erbschaftssteuerfreibetrag?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Wenn einer von Ihnen in einem Pflegeheim untergebracht werden muss, so wird ein Teil der Kosten durch die Pflegeversicherung übernommen. Der Anteil, den derjenige, der sich im Pflegeheim befindet, selbst tragen muss, hängt von der jeweiligen Pflegestufe ab, kann aber bei Pflegestufe 3 oder einem sog. Härtefall (Schwerstpflegefall) schnell bei 2.000 € monatlich liegen.

Derjenige Ehegatte, der nicht ins Pflegeheim muss, kann natürlich weiterhin das Haus weiter bewohnen und muss dies nicht sofort der Verwertung zuführen.

Der Eigenanteil für die Pflegekosten ist zunächst aus dem eigenen Einkommen und Vermögen getragen werden.

Besteht neben dem Eigenheim kein weiteres nenenswertes Vermögen, übernimmt das Sozialamt auf Antrag den Eigenanteil an den Pflegekosten. Da hier aber Grundvermögen vorhanden ist, wird das Sozialamt seine übernommenen Kosten spätestens gegenüber den Erben geltend machen, so dass das Haus letztendlich für die Pflegekosten haftet.

Daneben kann das Sozialamt in der Leistungsphase bereits auch Ihren Sohn zum sog. Elternunterhalt heranziehen.

Hier gibt es verschiedene Konstellationen, um die Verwertung des Vermögens für die Pflege zu verhindern. Einerseits besteht die Möglichkeit, bis zum Alter von etwa 64 Jahren eine private Pflegeversicherung abzuschließen, die im Falle der Pflege den Eigenanteil übernimmt. Eine derartige Versicherung amortisiert sich in Anbetracht eines unter Umständen zu zahlenden Eigenanteils von 2.000 € monatlich sehr schnell.

Sie können das Haus auch Ihrem Sohn bereits jetzt überschreiben. Bei Inanspruchnahme von Sozialhilfe im Pflegefall kann das Sozialamt allerdings 10 Jahre lang auf die Schenkung zurückgreifen und den Sohn dann in Regress nehmen, wenn einer von Ihnen innerhalb von 10 Jahren Sozialhilfe in Anspruch nimmt.

Der Freibetrag Ihres Sohnes beträgt im Rahmen der Schenkung und der Erbschaft 400.000 €.

Wenn Sie das Grundvermögen im Rahmen der Schenkung übertragen, sollten Sie sich ein Wohnrecht eintragen lassen. Damit ist gewährleistet, dass Sie in Ihrem Haus leben können, bis Sie beide verstorben sind.

Wenn Sie beide Eigentümer des Hauses sind, würde beim Tod eines Ehegatten die Hälfte des Hauses vererbt werden. Der überlebende Ehegatte erbt von dieser Hälfte 50 % und der Sohn ebenfalls.

Erbschaftsteuer dürfte bei der Vererbung keinesfalls anfallen. Der Sohn hat 400.000 € Freibetrag, der Ehegatte einen solchen von 500.000 €.
troesemeier und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.