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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 21585
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Seit vielen Jahren (90er) investiere ich in einen Offenen Immobilienfond

Kundenfrage

Seit vielen Jahren (90er) investiere ich in einen Offenen Immobilienfond (ImmoInvest der SEB, heute Santander), der jetzt schon im 2. Jahr bis Mai 2012 geschlossen ist. Diesen Fond habe ich als eine Säule meiner Altersversorgung angesehen!
Wie kann ich erfolgreich, d.h. ohne Verlust aus dieser Fondfalle heraus kommen?
Unter welchen Kriterien empfiehlt sich eine Klage gegen die Fondgesellschaft?
Welche Anwaltskanzleien sind darauf spezialisiert?
Ich bin gespannt auf Ihre Anwort,
mit freundlichen Grüßen
Birgid Parrée.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

Leider sind seit einer von vielen Betroffenen, die Anteile an dem lange Zeit als sicher beworbenen Immobilienfonds "Immoinvest" gezeichnet haben und die nun von massiven Verlusten bedroht sind.

 

Der Fonds leidet seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 unter ganz erheblichen Liquiditätsschwierigkeiten. Der Fonds wurde im Zuge der Finanzkrise eingefroren, da sehr viele Anleger ihre Anteile mit Bekanntwerden der wirtschaftlichen Schwierigkeiten zurückgeben wollten und die vorhandene Liquidität nicht ausgereicht hätte, um sämtliche rückgabewilligen Anleger auszahlen zu können.

 

Wie hoch - bei einer späteren (fraglichen) Wiedereröffnung des Fonds - ein möglicher Auszahlungsbetrag sein wird, lässt sich derzeit noch nicht absehen. Es besteht in jedem Fall das Risiko, dass die Anleger ihre Fondsanteile nur mit großem Verlust werden verkaufen können.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann dem Erwerber des Fonds Schadensersatz zustehen, wenn die Bank den Kunden entweder nicht über die Provisionen aufgeklärt hat, die sie für den Vertrieb des Fonds erhalten hat oder aber, wenn sie die Kunden nicht ausreichend über die sich abzeichenenden Liquiditätsprobleme des Fonds unterrichtet hat oder ansonsten ihre Beratungspflichten verletzt hat.

Zu solchen Beratungspflichten hat die Rechtsprechung Folgendes entschieden:

Der Bundesgerichtshof (Az.: XI ZR 12/93) hat entschieden, dass der Berater eine anlegergerechte Beratung schuldet. Hierunter ist eine an den persönlichen Verhältnissen des Anlegers ausgerichtete Beratung zu verstehen.

Präzisierend hierzu hat der Bundesgerichtshof (Az.: III ZR 298/05) entscheiden, dass auch ein Anleger mit grundlegenden Kenntnissen, der eine chancenorientierte Anlagestrategie verfolgt, im Rahmen seiner Anlageberatung erwarten darf, dass er über die Risiken einer ihm bislang nicht bekannten Anlageform zutreffend unterrichtet wird.

Ergänzend hierzu stellte der Bundesgerichtshof (XI ZR 152/08 und 153/08) fest, dass der Kunde, der eine sichere Anlage wünscht, über mögliche Verlustrisiken ausdrücklich gewarnt werden muss.

Die Beratung muss zudem Offenbarungsverpflichtungen hinsichtlich bankeninterner Rückvergütungen erfüllen. Der Bundesgerichtshof (Az: XI ZR 510/ 07) stellte hierzu fest, dass Berater auch beim Verkauf von Fonds die Rückvergütungsgebühren offenlegen müssen.

Sollte eine der hier aufgezeigten Verpflichtungen in Ihrem Beratungsgespräch anlässlich der Zeichnung Ihrer Fondsanteile verletzt worden sein, sollten Sie sich in anwaltliche Beratung begeben, um etwaige Ansprüche auf Schadensersatz prüfen und gegebenenfalls geltend machen zu lassen.

Teilen Sie mir bitte Ihren Wohnort mit, damit ich Ihnen einen spezialisierten Kollegen empfehlen kann.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Da Sie offensichtlich keine Nachfragen haben, darf ich noch einmal höflich um Akzeptierung des erteilten Rechtsrats bitten.

Im Übrigen empfehle ich Ihnen folgende spezialisierte Kanzlei in Düsseldorf:

http://www.grprainer.com/Kapitalmarktrecht.html?gclid=CNTKoZalrKwCFe4mtAodCzFp1g


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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