So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Advopro.
Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Verbraucherrecht habe ich mehrere Mandate betreut.
26039601
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Verbraucherrecht hier ein
Advopro ist jetzt online.

Guten Tag, wir haben von einem neutralen Pr fer(IHK-Sachverst ndigen)

Kundenfrage

Guten Tag,

wir haben von einem neutralen Prüfer(IHK-Sachverständigen) unserer erhaltenen Drucksachen vor kurzem
bestätigt bekommen, daß die teilweise meist qualitätsschlechte Ware - (20.000) Stück
Tüten der Firma packpack.de aus Jever - leider nicht den Vorgaben entsprachen.

Wir sind IT-Dienstleister, eine Agentur im Web- und Printbereich, und hatten eine
einwandfreie Datei zum Auf-Druck der Vorseite Tüte im Sommer per mail versandt.
Leider reagiert die Firma Packpack nicht auf unsere Reklamation. - Unser Endkunde
die Firma Hohmann hat uns natürlich auch nicht die Ware bezahlt, was in diesem Fall
ja verständlich ist. Leider habe ich keine Rechtsschutzversicherung, was ich nun
bereue. - Wir mussten gleich nach damaliger Bestellung wie mittlerweile üblich bei Online-Druckereien eine Vorkasse von 1600,00 Euro leisten. -
Das Gutachten zu unseren Gunsten wurde an Packpack gemailt - keine Resonanz. -

mfg
ebs e-business services GmbH
Evi Schorer mit Team
www.ebs-schorer.de [email protected]
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Wenn ich Sie richtig verstanden habe ist ihre Ausgangslage ja gut.

 

 

Damit sich hier nämlich Gewährleistungsansprüche geltend machen können, müssen sie beweisen, dass ein Mangel an der bestellten Ware vorliegt. Dieses dürfte ihrer Schilderung nach mit dem Gutachten gelingen ( vorbehaltlich einer abschließenden Prüfung des Gutachtens, da ich dieses ja nicht gesehen habe).

 

 

Nach dem Gesetz haben sie aber nicht sofort einen Anspruch darauf, sich von dem Vertrag zu lösen, also beispielsweise vom Vertrag zurückzutreten, sondern sie müssen grundsätzlich der Gegenseite erstmal die Möglichkeit zu Nachrfüllung geben.

 

 

Erst wenn die Nacherfüllung zweimal fehlgeschlagen ist oder die Nacherfüllung von der Gegenseite verweigert wird, können sie vom Vertrag zurücktreten. Nach erfolgreichem Rücktritt wäre der Vertrag dann komplett aufgehoben und sie hätten einen Rechtsanspruch auf Rückzahlung der Anzahlung aus dem Gesichtspunkt der ungerechtfertigten Bereicherung gemäß § 812 BGB.

 

 

Vor diesem Hintergrund sollten sie wie folgt vorgehen:

 

 

Sie sollten die Gegenseite letztmalig nachweisbar (per Einschreiben) unter Setzung einer angemessenen Frist (mindestens sieben Tage) zur Erklärung über die Nacherfüllung beziehungsweise Durchführung der Nacherfüllung auffordern und direkt ankündigen, dass sie für den Fall des erfolglosen Fristablaufs vom Vertrag zurücktreten und ihre Anzahlung innerhalb von sieben Tagen wiederhaben möchten.

 

 

Sollte die Frist dann erfolglos verstreichen und die Gegenseite sich immer noch nicht gerührt haben, sollten Sie einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.

 

 

Ihre Anwaltskosten hätte dann übrigens die Gegenseite als Verzugsschaden gemäß §§ 280,286 BGB zu tragen.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt




Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen?

Ansonsten möchte ich Sie höflich bitten mir mitzuteilen, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Advopro und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag Herr Newerla,

vielen Dank für Ihre Rückantwort. -

Wir haben für die erste Prüfung dem Sachverständigen nur 2 oder Tüten per Post zugeschickt.
Herr Kirmeier, der Sachverständige, hat aber ganze 8 Stunden für die ganze
Palette zur Prüfung veranschlagt, was insgesamt natürlich mehr Kosten-Aufwand wäre, wie der derzeitige Ausfall. - - Weiß jetzt nicht, ob wir die Palette vorerst noch behalten
sollten oder an die packpack zurücksenden, daß die das selber prüfen können, aber
dann habe ich halt keinen Beweis mehr.

Im Grunde genommen, hätte das vom Lieferanten schon bei der Produktion beim Druck der ersten 100 Stück, bemerkt werden müssen, dass von den Farben bis zum Logo, einfach das Druckmotiv deutlich verfälscht wird. - Wir sind hier eindeutig alle der
Meinung, es wurde billig im Ausland produziert und kann auch nicht so ohne weiteres
ein besseres Ergebnis erzielt werden, da einfach die notwendigen Maschinen nicht vorhanden sind. - Das hätte uns aber packpack Herr Gräf - und Herr Ullrich- vorher sagen müssen und den Auftrag nicht einfach annehmen. - mfg
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank.

Das ist ein Problem, welches ich gut nachvollziehen kann.

Nach logischen Gesichtspunkten ist es meines Erachtens gegebenenfalls vielleicht gar nicht erforderlich, dass hier alles vollständig geprüft werden muss.

Sofern Sie hier die zwei Tüten haben und die Bestätigung haben, dass diese in dieser Form nicht sachgerecht sind. Können Sie sich die anderen Tüten ja selber anschauen und mit den beiden begutachteten Tüten vergleichen.

Theoretisch gebe es hier auch die Möglichkeit eines gerichtlichen Beweissicherungsverfahrens. Hier würden aber auch zunächst Kosten auf Sie zukommen, die sie von der Gegenseite erstattet verlangen können.

Im Ergebnis sollten Sie aber wie folgt vorgehen:

Sie sollten wie oben beschrieben eine letzte Frist setzen und diesem Brief gegebenenfalls eine Tüte in Verbindung mit der Abrechnung des Gutachtens beifügen.

Sollte die Gegenseite nicht reagieren, sollten Sie einen Rechtsanwalt vor Ort beauftragen.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Verbraucherrecht