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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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bin auf die Premiumdownladen.de - Abzockfalle hereingefallen.

Kundenfrage

bin auf die Premiumdownladen.de - Abzockfalle hereingefallen. Die Vertragsbestätigung habe ich erst nach Ablauf der Widerspruchsfrist erhalten und dann sofort trotzdem Widerspruch gemailt. Gestern kam die 1. Mahnung. Muss ich reagieren?
Mit freundlichen Grüssen, Klaus E. Körber
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

mit dem Widerspruch haben Sie sch das Richtige gemacht. Auf die 1. Mahnung reagieren Sie am Besten und abschließend wie folgt:

Sie nehmen nochmals schriftlich gegen den Zahlungsanspruch Stellung. Sie erklären nun ggü. dem Anspruchsteller schriftlich, dass Sie

1. keinen Vertrag abgeschlossen haben,

2. dass Sie hilfsweise ein Vertragsangebot wegen arglistiger Täuschung und wegen Irrtums anfechten und schon deshalb auch kein Vertrag zustande gekommen ist,

3. schreiben Sie, dass Sie ein Vertragsangebot nach §§ 355, 312d BGB widerrufen und die Widerrufsfrist nicht abgelaufen sei, weil Sie nicht über Ihr Widerrufsrecht belehrt worden sind,

4. erklären Sie noch die sofortige Kündigung jedes in Betracht kommenden Vertragsverhältnisses,

5. zahlen Sie zunächst nicht.

Wenn Sie schriftlich und aus Beweisgründen per Einschreiben mit Rückschein ein Schreiben mit diesen vier Punkten an den Anspruchssteller versenden, haben Sie alles getan, was einem unbegründeten Anspruch vorgerichtlich entgegengehalten werden muss.

Für den Vertragsschluss ist der Anspruchsteller beweispflichtig. Er muss im Streitfalle nachweisen, dass Sie den Vertrag übers Internet geschlossen haben. Darüber hinaus muss er beweisen, dass Sie ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht belehrt worden sind. Im Übrigen muss für Sie klar ersichtlich gewesen sein, dass Sie einen entgeltlichen Vertrags abschließen. Sollte daher der Hinweis auf die Zahlungspflicht "versteckt" gewesen sein, sind Sie nicht zahlungspflichtig.

Im Übrigen sollten Sie dann, wenn Ihnen ein gerichtlicher Mahnbescheid oder aber eine Klage zugesandt wird, einen Anwalt einschalten, der Unterlagen sichten kann. Im Falle der Zustellung eines Mahnbescheides beachten Sie bitte, dass die Vollstreckung erfolgen kann, wenn Sie nicht innerhalb von zwei Wochen Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Bei Unklarheiten fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet sein sollte, bitte ich, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz, RA
RAScholz und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich habe per internet persönliche Daten ausgefüllt und auch bestätigt, die AGBs gelesen und vom Widerspruchsrecht Kenntnid genommen zu haben. War mir aber nicht bewusst, dass ich mit meinem OK einen zahlungspflichtigen Vertrag unterzeichne, Uber Kosten wurde nur ganz klein unten rechts informiert.
Die Auftragsbestätigung wurde erst NACH Ablauf der Widerspruchsfrist abgeschickt.
MfG Klaus E. Körber
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Körber,

genau aus diesem Grund sollten Sie auch wie o. g. nochmals ein Schreiben verfassen, dann sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite. Nachdem Sie ja schon widersprochen haben, enthält ein Schreiben mit o. g. Inhalt alle weiteren außergerichtlichen Rechtsbehelfe, die Sie im vorgerichtlichen Bereich einlegen können und sollte, wobei davon auszugehen ist, dass die Gegenseite sich auf keinen Rechtsstreit einlassen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz
Rechtsanwalt

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