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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 21562
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Von Probepackung in die Jahresabofalle von Hirschberger NaturRat

Kundenfrage

Von Probepackung in die Jahresabofalle von Hirschberger NaturRat getappt.

Guten Tag,

meine Mutter ist leider in eine Jahresabofalle getappt. Sie wurde im Juni dieses Jahres von der Firma Hirschberger Naturrat telefonisch kontaktiert. Am Telefon wurde ihr eine Probepackung zum Preis von 9,95 € angeboten und die weiteren 5 Packungen zu je 19,95 €. Nur leider hat sie am Telefon das kleine Wörtchen "je" nicht mitbekommen und ist davon ausgegangen, dass sie nun die 5 Packungen für 19,95 € bekommen würde. Doch dann die große Überraschung als da Paket geliefert wurde und in der beiliegenden Rechnung der Betrag von 99,75 € ausgewiesen wurde. Daraufhin hat sie das Paket wortlos zurückgeschickt und ein paar Tage später kam auch die Kündigungsbestätigung in der steht "die Rücksendung der Ware entbindet Sie nicht von der Zahlungsplicht", weil sie nicht fristgerecht gekündigt hat. Meine Mutter hat auf dieses Schreiben nicht mehr reagiert. Zwei Wochen später kam die Mahnung auch darauf hat sie nicht reagiert und dann nochmal drei Wochen später kam ein Schreiben von Spiegel Inkasso mit Gesamtforderung von 165,57 €.
Mittlerweile hab ich mich im Internet nach ähnlichen Fällen umgeschaut und musste leider feststellen wie sehr die Meinungen auseinander gehen.

Was können Sie mir/meiner Mutter diesebezüglich raten? Soll meine Mutter jetzt den Betrag überweisen (bis zum 13.09.2011) oder nicht?

Für eine schnelle Antwort danke XXXXX XXXXX im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Julia Reimchen

PS: meine Emailadresse [email protected]
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, Ihre Mutter sollte keine Zahlung erbringen.

Der Vertrag ist unter Einsatz des Telefons angeschlossen worden, so dass es sich um ein Fernabsatzgeschäft handelt. Ist Ihre Mutter nicht ordnungsgemäß über Ihr gesetzliches Widrrufsrecht in Textform belehrt worden, kann Sie auch jetzt noch Ihre Vertragserklärung schriftich widerrufen.

Teilen Sie zu diesem Punkt bitte noch Näheres mit, damit eine abschließende rechtliche Einschätzung erfolgen kann.

Abgesehen davon, hat sich Ihre Mutter bei der Abgabe der Vertragserklärung offensichtlich in einem Irrtum befunden, der sie zur Anfechtung berechtigt, denn sie ist irrigerweise davon ausgegangen, dass sämtliche Packungen zu 19,95 Euro zu haben seien und nicht zu 99,75 Euro. Dann war Ihre Mutter aber in einem so genannten Inhaltsirrtum, der nach § 119 Absatz 1 BGB zur Anfechtung berechtigt.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, Ihre Mutter sollte keine Zahlung erbringen.

Der Vertrag ist unter Einsatz des Telefons angeschlossen worden, so dass es sich um ein Fernabsatzgeschäft handelt. Ist Ihre Mutter nicht ordnungsgemäß über Ihr gesetzliches Widrrufsrecht in Textform belehrt worden, kann Sie auch jetzt noch Ihre Vertragserklärung schriftich widerrufen.

Teilen Sie zu diesem Punkt bitte noch Näheres mit, damit eine abschließende rechtliche Einschätzung erfolgen kann.

Abgesehen davon, hat sich Ihre Mutter bei der Abgabe der Vertragserklärung offensichtlich in einem Irrtum befunden, der sie zur Anfechtung berechtigt, denn sie ist irrigerweise davon ausgegangen, dass sämtliche Packungen zu 19,95 Euro zu haben seien und nicht zu 99,75 Euro. Dann war Ihre Mutter aber in einem so genannten Inhaltsirrtum, der nach § 119 Absatz 1 BGB zur Anfechtung berechtigt.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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