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hhvgoetz
hhvgoetz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 2908
Erfahrung:  LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
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hhvgoetz ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Mutter 84 Jahre alt,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Mutter 84 Jahre alt, hatte am 28.05.2010 einen freien Telekom Vertriebsmitarbeiter zu Besuch.

Sie hat den Telefonanschluss von Telekom u. TV bei Kabel BW.
Der Telekom Vertriebsmitarbeiter hat meiner Mutter vorgerechnet, wenn Sie bei der Telekom ein Entertain Paket abschliesst, kann Sie 20 € sparen und hat ein grösseres Angebot, Sie hat unterschrieben.

Bei der Montage durch den Telekom-Techniker, hat Sie ihn gefragt, wo kann ich jetzt den Schweizer Fernsehsender einschalten.
Laut Telekom-Techniker: das hat die Telekom nicht.
Meine Mutter darauf; dann kann ich das nicht gebrauchen, ich bleibe bei Kabel BW.
Der Telekom-Techniker antwortet, das müssen Sie mit der Serviceabteilung klären und ging.
Den Reciver und den DSL-Anschluss für einen PC (meine Mutter benutzt keinen PC), hat er angeschlossen da gelassen, aber meine Mutter hat bisher TV nur über Kabel BW angeschaut.

Der Telekom hatte ich dies mitgeteilt und den Wiederspruch gegenüber dem Servicetechniker, dass der Vertrag nicht gültig ist und die Endgeräte abgeholt werden oder zurück geschickt werden können.

Nach einigem Schriftverkehr mit der Telekom konnten wir die Endgeräte Ende Juli 2011 zurückschicken.

Bei Vertragsabschluss wurde im Auftragsformular festgehalten, dass die Endgeräte sechs Monate kostenlos zur Verfügung stehen, aber die Mietbertäge wurden von Anfang an abgebucht.

Was kann meine Mutter tun?
Die vollen monatlichen Mietbeträge wurden alle abgebucht, bei der geringen Rente von ca. 350 €

Mit freundlichen Grüßen

F. Diether
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

wenn ich Sie richtig verstanden, ist der Vertrag mit der Telekom mittlerweile rückabgewickelt und beendet. Es geht nur noch um die unrechtmäßig abgerechnete Gerätemiete.

 

Sie sollten noch einmal den gesamten Sachverhalt einschließlich des Zustandekommens eines für die Kundin im Hiblick auf den DSL Anschluss sinnlosen Vertrages unter der falschen Versprechungen bzgl. des Fernsehangebots kurz darstellen.

 

Dann sollten Sie den auf den Vertrag Bezug nehmen und die zu viel gezahlte Gerätemiete zurückfordern (mit konkreter Fristsetzung). So setzen Sie die Telekom wirksam in Verzug. Dies ist insbesondere wichtig, wenn auf Ihr Schreiben nicht sofort reagiert wird.

 

Das Schreiben sollte an die Telekom-Zentrale nachweisbar per Einwurfeinschreiben mit einem Zeugen, der den Inhalt des Schreibens kennt aufgegeben werden oder per Fax mit sog. qualifiziertem Sendebeleg (Verkleinerung der 1. Faxseite auf dem Beleg) versandt werden.

 

Hinsichtlich der restlichen gezahlten Anschlussgebühren besteht das Problem, dass der Anschluss tatsächlich für das IP-TV ja über den ganzen Zeitraum genutzt wurde und nicht sofort wieder gekündigt wurde, wenn ich Sie richtig verstanden habe.

Hier wäre im Zweifel der bisherige Schriftverkehr zu prüfen.

 

Insofern sehe ich nach Ihren bisherigen Schilderungen keinen Ansatzpunkt, die gezahlten Anschlussgebühren herauszuverlangen, auch wenn der Vertrag mit fragwürdigen Methoden zustande kam.

 

Sollte keine Gutschrift auf die Telefonrechnung oder eine Auszahlung erfolgen, sollten Sie überlegen, einen Rechtsanwalt einzuschalten, wenn Sie meinen, dass der Aufwand allein für die zu viel gezahlte Gerätemiete reicht.

 

Die Erfolgsaussichten sind hier aber gut, wenn tatsächlich laut Vertrag die Gerätemiete für die ersten 6 Monate nicht anfällt. Hierbei handelt es sich nach meiner Erfahrung aber um einen öfter vorkommenden Abrechnungsfehler, welchen die Telekom auch ohne anwaltliche Hilfe korrigieren sollte, sofern Ihr Schreiben auch tatsächlich individuell bearbeitet wird.

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Bitte vergessen Sie nicht, die Antwort zu akzeptieren. Kostenlose Rechtsberatung ist in Deutschland verboten.


Mit freundlichen Grüßen

 

 

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