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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Im Verbraucherrecht habe ich mehrere Mandate betreut.
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Mein Vater ist 92 Jahre alt. Ein H ndler hat ihm einen veralteten

Kundenfrage

Mein Vater ist 92 Jahre alt.
Ein Händler hat ihm einen veralteten TV auf das Auge gedrückt. (Auslaufmodell Samsung LE32C450, 18 Monate alt). Dies hatte erauch als Vorführmodell benutzt.(Gebrauchsspuren.
Der UVP war vor 18 Monaten 499,00 Euro. Als Neugerät
Das Gerät wird derzeit als Auslaufmodell zwischen 220,00 und 300,00 Euro gehandelt.
Mein Vater hat dem Händler 698,00 Euro zahlen müssen.
Er hat auch keine Rechnung ausestellt. Nur einen Zettel mit der Summe 698,00.
Den wollte mein Vater Haben.
Der Vorgang fand vor 14 Tagen statt.
Was ist zu tun?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:








Zunächst einmal gehe ich davon aus, dass ihr Vater das Gerät nicht über das Internet, per Telefon oder über ein anderes Fernkommunikationsmittel bestellt hat, so dass er grundsätzlich kein Widerrufsrecht von 14 Tagen hat.

 

Ein allgemeines Widerrufsrecht bei einem ganz normalen Kauf in einem Geschäft gibt es nicht.

 

Die Frage ist, ob ihr Vater das Gerät umtauschen oder sogar sein Geld wieder erhalten kann.

 

Dieses wäre nur dann möglich, wenn er sich vom Vertrag lösen könnte. Dieses wäre grundsätzlich möglich durch eine Anfechtung, falls ein Irrtum vorgelegen hat oder ihr Vater arglistig getäuscht worden ist.

 

Einen Irrtum auf Seiten ihres Vaters kann ich nicht erkennen. Eine arglistige Täuschung, die zur Anfechtung berechtigen würde, würde dann vorliegen, wenn der Händler das Gerät ausdrücklich als Neugerät verkauft hätte und das gebrauchte Gerät ihrem Vater übergeben hat.

 

Im Falle der Anfechtung wegen arglistiger Täuschung müsste allerdings ihr Vater beweisen können, dass ausdrücklich ein Neugerät vereinbart war.

 

Sofern ihr Vater dieses nicht beweisen kann sieht es leider nicht so gut aus. Er könnte dann lediglich noch versuchen Gewährleistungsansprüche geltend zu machen.

 

Hier käme eine Minderung des Kaufpreises in Betracht.












Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag!

 

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244





 

Advopro und 3 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Danke für die Antwort,

aber wie kann der Händler das Gerät 200,00 Euro über demUPE verkaufen.

Dies ist doch Betrug!

Der Mann ist über 90 Jahre alt!!

Das ist in meinen Augen deutlich eine arglistige Täuschung.

Ich hab dem Händler vorgeschlagen 300,00 Euro zurück zu zahlen. Dann behalten wir das Gerät.

Oder er soll es komplett wieder abholen.

Ist das OK?

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Moralisch gebe ich Ihnen zwar recht, aber in strafrechtlicher Hinsicht ist es grundsätzlich nicht strafbar, eine Ware ( auch deutlich) über der UPE zu verkaufen.

Der Preis als solches kann hier also für eine arglistige Täuschung oder einen Betrug nicht herhalten.

Der einzige Umstand, der hierfür angeführt werden kann ist, dass man ihm ein gebrauchtes Gerät als neu verkauft hat.

Hiermit sollte der Händler konfrontiert werden und angeboten werden, eine Minderung von 300 € zu akzeptieren, ansonsten würde man den Kaufvertrag anfechten und sich ausdrücklich vorbehalten Betrugsanzeige zu erstatten.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
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Fax.0471/140244


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