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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 22349
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Habe von Inkassounternehmen zwei Briefe bekommen, dass ich

Kundenfrage

Habe von Inkassounternehmen zwei Briefe bekommen, dass ich angeblich nicht bezahlt hätte. Der Kunde ist Probenfieber.de der das geld will von 2004.2005.2006. Angeblich hätte ich schon einen Jahresvertrag bezahlt. Leider kann ich das nicht mehr sagen, ich weiß es nicht mehr. Habe aber nie Ware erhalten. Sie weisen mich hin es sei ein Dienstleistungsvertrag. Zudem habe ich bereits einen Jahresbeitrag bezahlt, sodass ein konkludentes Anerkenntnis besteht. Wie soll ich vorgehen? Ist dies nicht eine arglistige Täuschung. Keine Ware erhalten. oder eventuell kann ich auf Verjährung pochen. MFG Sigrid ([email protected])
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Soweit gegen Sie Zahlungsansprüche erhoben werden, sollten Sie die Gegenseite zunächst auffordern, den behaupteten Vertragsschluss unter Beweis zu stellen.

Kann Ihnen der Anbieter keinen Vertragsschluss nachweisen, sind Sie auch zu keinen Zahlungen verpflichtet. Ebenso wenig sind Sie zur Zahlung der Inkassokosten verpflichtet.

Selbst wenn Sie bereits in der Vergangenheit einen Jahresbeitrag gezahlt haben sollten, kommt dieser Zahlung nicht die Rechtswirkung einés Anerkenntnisses zu, wenn Sie der Meinung waren, es handele sich um eine einmalige Zahlung, oder aber wenn Sie durch arglistige Täuschung zur Zahlung veranlasst wurden.

Sollten Sie tatsächlich einen Vertrag geschlossen haben, und war Gegenstand des Vertrages der Empfang bestimmter Produkte, so steht Ihnen zusaätzlich die Einrede des nichterfüllten Vertrages zu, denn Sie haben bisher nichts erhalten.

Sie sollten daher den Anbieter zunächst auffordern, Ihnen den vermeintlichen Vertragsabschluss konkret nachzuweisen.

Parallel hierzu sollten Sie ein Musterschreiben an die Firma richten, mit dem Sie die vermeintlichen Forderungen unter jedem rechtlich erheblichen Gesichtspunkt zurückweisen (Anfechtung, Rücktritt, Kündigung, Bestreiten des Vertragsschlusses).

Nutzen Sie hierzu das Musterschreiben des Verbraucherschutzes auf der folgenden Seite, und zwar den "Musterbrief zur Abwehr unberechtigter Forderungen gegenüber Volljährigen", und versenden Sie das Schreiben als Einschreiben mit Rückschein:

http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/UNIQ129788269812327/link618091A.html

Weitere Anschreiben ignorieren Sie bitte. Aktiv werden müssten Sie ohnehin erst, wenn Ihnen ein Mahnbescheid zugestellt werden sollte. Dann müssen Sie binnen 14 Tagen Widerspruch gegen diesen einlegen.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
zwecks unter Beweis stellen: ich zitiere: in oben genannter Forderungsangelegenheit beziehen wir uns auf Ihre Mitteilung und überreichen Ihnen in der Anlage eine Kopie des Begrüßungsschreiben das am 11.05.2004 per E-Mail an meine E-Mail Adresse verschickt wurde. Wir weisen nochmal darauf hin, dass es sich hier um einen Dienstleistungsvertrag handelt.
Sie sind neuer Inhaber , von Probefieber.de und haben Anspruch des Ersatzes des Verzugsschadens (nach §§280,286 BGB) Ist das Beweismaterial, dass ich zahlen muss? MFG P:S: Und dann noch einen Satz um mich zu informieren dass Sie meine Daten gespeichert haben. Ist das Einschüchterung?
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Weisen Sie den Anbieter darauf hin, dass die Übersendung eines bloßen Begrüßungsschreibens ohne Aussagegehalt für Sie nicht den tatsächlichen Nachweis eines behaupteten Vertragsschlusses ersetzt.

Man soll Ihnen konkret, schlüssig und nachvollziehbar darlegen und nachweisen, wann und wo Sie sich und unter Angabe welcher Daten rechtswirksam vetraglich gebunden haben sollen.

Unter diesen Bedingungen könnter jeder "Begrüßungsschreiben" versenden und unter Berufung hierauf irgendwelche Zahlungen verlangen.

Dies reicht als Nachweis in keinem Fall aus, und Sie sollten daher sämtliche Forderungen zurückweisen.

Ja, der letzte Satz gehört zur gängigen Drohkulisse solcher Anbieter. Verbraucher sollen durch Aufbau von Druck gezielt gefügig und zahlungsbereit gemacht werden.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke!! War sehr hilfreich, sodass ich einen passenden Brief schreiben kann.
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr gerne geschehen.

Ich darf Sie bitten, die Antwort noch zu akzeptieren.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist mit einem für Sie günstigen Ergebnis rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt