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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 26438
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten morgen, habe am Wochenende einen Brief von einem Inkasob ro

Kundenfrage

Guten morgen,
habe am Wochenende einen Brief von einem Inkasobüro bekommen ich vermute eine Abzocke.
Da steht : Forderung DGC Gewinnspiel-Service Tanagra AG aus 05/2009
Ich habe da nichts gemacht.
Was soll ich tun, Strafanzeige stellen gegen die? Habe inzwischen herausbekommen das das Geld was sie wollen nach Slowenien geht.

Für Antwort wäre ich dankbar

U. M.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Die Strafanzeige ist ein Schritt.

Aber: Sie sollten nicht untätig bleiben, da ein Inkassobüro eingeschaltet wurde.



Sie sollten als Erstes zunächst den geforderten Rechnungsbetrag grundsätzlich nicht bezahlen.

Die Mahnschreiben des Inkassobüros sollen allein dazu dienen Sie einzuschüchtern und Sie zur Zahlung zu veranlassen.


Sie sollten das Inkassounternehmen anschreiben und auffordern, den angeblichen Vertragsschluss in Nachweis zu bringen.

Denn nur bei einem geschlossenen Vertrag kann grundsätzlich eine Leistung von Ihnen verlangt werden.

Soweit Sie mit dieser Firma keinen Vertrag geschlossen haben, dürfte sich die Angelegenheit rechtlich damit erledigt haben.

Auf eines sollten Sie jedoch achten:

In jüngster Zeit wird gelegentlich versucht den Kunden durch Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens zu überlisten.

Im Mahnverfahren prüft das Mahngericht nämlich nicht, ob die vom Antragsteller behauptete Forderung überhaupt besteht. Wenn dieser die Gerichtskosten einzahlt, wird der Mahnbescheid erlassen. Sollten Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten, so sind Sie gezwungen zu handeln, Sie müssen binnen 14 Tagen ab Zustellung Widerspruch einlegen.

Tun Sie dies nicht, so wird auf Antrag ein Vollstreckungsbescheid erlassen. Gegen diesen können Sie nochmals innerhalb von 14 Tagen Einspruch einlegen. Soweit auch diese Frist versäumt wird, hat die Gegenseite einen vollstreckbaren Titel mit dem sie die Beitreibung der Forderung erzwingen kann.

Legen Sie dagegen rechtzeitig Widerspruch oder Einspruch ein, so wird das Verfahren an das zuständige Gericht abgegeben und der Gegner muss genau begründen warum er von Ihnen Geld will.

Sie sollten den Gegner unbedingt anschreiben und nicht versuchen, die Sache einfach auszusitzen, wie es manchmal empfohlen wird.

Warum:

Melden Sie sich nicht, besteht die Gefahr, dass der Gegner einen negativen Schufa-Eintrag veranlassen wird. Der Eintragsinhalt lautet auf Zahlungsunfähigkeit Ihrer Person (da Sie sich nicht gemeldet haben geht die Gegenseite einfach davon aus). Dieser Eintrag kann Ihre Kreditwürdigkeit erheblich beeinträchtigen. Sie sollten daher aus Sicherheitsgründen in einem Abstand von 4-6 Wochen sich einen Schufa-Auszug zukommen lassen und die Einträge überprüfen. Sollte sich ein Negativeintrag finden, so können Sie Ihn bei der Schufa sperren lassen mit der Begründung, dass der von der Gegenseite behauptete Anspruch in Streit stehe.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und 3 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

Danke für die Antwort werde später zur Polizei gehen wegen Strafanzeige, habe vorsorglich bei der Bank nachgefragt ob da in der Fergangenheit Geld überwiesen würde da kam eindeutig ein nein.

Habe mir Ihre Antwort ausgedruckt und werde sie mit zur Polizei nehmen.

 

Liebe Grüß

 

U. M.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht:

Gut:

Zur Sicherheit sollten Sie Ihre Kontoauszüge auch zukünftig auf dubiose Abbuchungsversuche hin kotrollieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

 

So ich bins nochmal.

Ja die Kontoauszüge werden immer sehr genau kontrolliert.

Anzeige ist aufgegeben. Wei nur noch nicht genau wie ich das schreiben soll. An das inkasobüro.

Ok bis dann

 

U. M.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

An das Inkassobüro schreiben Sie:

"Weisen Sie mir einen Vertragsabschluss nach, da ich von einem solchen keine Kenntnis habe. Aus diesem Grunde werde ich Ihre Forderung nicht begleichen."


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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