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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 16811
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
37896974
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troesemeier ist jetzt online.

Guten Tag , betrifft Content4u Gmbh angeblich soll vom Pc

Kundenfrage

Guten Tag ,
betrifft Content4u Gmbh
angeblich soll vom Pc unserer Tochter, 13 Jahre, 2010 ein Downloding stattgefunden haben, sie weiß jedoch nichts davon.
2010 Kamen einige Mahnung zuletzt 02.12.2010, haben alles ignoriert, heute nun Post von der Deutschen Zentral Inkasso mit Aktenzeichen 35026264 mit der Aufforderung sofort zu zahlen oder es werden Gerichtliche Schritte eingeleitet
Grundforderung 96,00€ jetziger offener Betrag 154,54€
Was sollen wir tun Anwalt einschalten bezahlen oder ignorieren?
Würde mich über eine schnelle Antwort freuen
Mit freundlichen Grüssen
St.Lehnert
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Keinesfalls sollten Sie zahlen, denn dies führt zum Anerkenntnis eines Vertragsschlusses.

Bei dem gesagten Anbieter ist davon auszugehen, dass es sich um eine sogenannte Abo-Falle handelt, in welche man relativ unbemerkt "tappen" kann.

Es entspricht der unlauteren Geschäftsstrategie des Anbieters den Druck auf den zahlungsunwilligen Rechnungsempfänger zu erhöhen, um diesen doch noch zur Zahlung zu bewegen. Es wird auf den Angstzahler gesetzt.

Rechtlich betrachtet ist davon auszugehen, dass kein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist. Die Kostenpflichtigkeit des Angebotes ist für den arglosen Nutzer nicht oder nur schwer erkennbar. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ebenfalls zu monieren.

Der behauptete Vertragsschluss kann also nach § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung angefochten werden.

In Ihrem Fall kommt hinzu, dass die Tochter, falls diese doch auf besagter Internetseite war, noch minderjährig war. Es ist schon deshalb kein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist.

Dies sollten oder können Sie dem Inkassobüro schriftlich mitteilen und zwar unter Vorlage der Geburtsurkunde und der Erklärung, dass Sie als Eltern den Vertragsschluss nicht genehmigen.

Zudem können Sie noch wegen Täuschung anfechten.

Die Einschaltung eines Anwaltes ist aus Kostengesichtspunkten derzeit nicht geboten. Weiterer Handlungsbedarf besteht erst, falls Ihnen wider Erwarten ein gerichtlicher Mahnbeschei zugestellt werden sollte.
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 16811
Erfahrung: seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
troesemeier und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke für Ihre schnelle Antwort, werde Ihren Rat annehmen und schriftlich das Inkassobüro informieren.

Möchte auch wegen Täuschung anfechten wie soll ich da vorgehn?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sie können auch selbst ein Schreiben formulieren, welches im Wesentlichen folgendes zum Inhalt haben sollte:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
die gegenständliche Leistung ist hier nicht entstanden. Ein Abonnement bzw. einen 12/24-Monatszugang zu Ihrem System haben wir hier jedenfalls nicht abgeschlossen.
Es ist kein Vertrag zustande gekommen.
Der von Ihnen geforderte Betrag wird von mir schon deswegen nicht bezahlt, weil es insoweit an einem wirksamen Vertragsschluss fehlt.
Die Gegenleistung, nämlich das zu zahlende Entgelt taucht nur im „Kleingedruckten“ auf, so dass ich, wie wohl jeder durchschnittliche User davon ausgehen musste, dass es sich nicht um ein kostenpflichtiges Angebot handelt.
Eine entsprechende Klausel ist nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München vom 16.01.2007 (Az: 161 C 23695/06) als überraschend anzusehen. Es fehlt somit bereits an zwei übereinstimmenden Willenserklärungen und damit an einem wirksamen Vertrag.
Darüber hinaus wäre ein Vertrag auch wegen Sittenwidrigkeit nichtig, weil die von Ihnen angebotene Leistung offensichtlich in einem krassen Missverhältnis zu dem verlangten Entgelt steht.
Hilfsweise erkläre ich den Widerruf, der – mangels ausreichender Belehrung – auch noch rechtzeitig ist.
Entgegen Ihren Angaben erfolgt keine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung, sodass die 14-tägige Widerrufsfrist hier nicht zu laufen begann und der Widerruf daher – hilfsweise – auch jetzt noch erklärt werden kann.
Das Widerrufsrecht ist auch nicht ausgeschlossen oder erloschen.
Hilfsweise und rein vorsorglich erkläre ich hiermit auch eine Anfechtung wegen Irrtums und arglistiger Täuschung. Ihr Angebot ist von vornherein darauf ausgelegt, den User über die Kostenpflichtigkeit zu täuschen. Weiterhin war lediglich eine kostenlose Nutzung gewollt und kein kostenpflichtiges Abo.
Ich werde hier keinerlei Zahlung leisten. Strafrechtliche Schritte bleiben vorerst vorbehalten.“


Ergänzen sollten Sie den Brief noch um die Theamtik Minderjährigkeit der Tochter.

Schreiben Sie einfach, dass Sie vermuten, dass Ihre Tochter möglicherweise unwissentlich Ihre Daten eingegeben hat und dass Sie dies keinesfalls geduldet haben noch nachträglich genehmigen.
Fordern Sie, die Zahlungsaufforderung umgehend zu stornieren.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Herr troesemeier,

an wen schicke ich das Schreiben an das inkasso oder an content oder sicherhaltshalber an beide?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zur Sicherheit an beide und am besten per Einschreiben-Rückschein.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen dank für Ihre Bemühungen.

 

Ein schönes Wochenende

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich wünsche Ihnen auch ein schönes Wochenende und alles Gute

Bekannt aus:

 
 
 
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