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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 22351
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Wir haben seit Juli aufgrund von Krankheit nicht mehr das n tige

Kundenfrage

Wir haben seit Juli aufgrund von Krankheit nicht mehr das nötige Geld gehabt um die Stromrechnung und Nachzahlung zu bezahlen. Da wir auch keinen Kredit bekommen können ( zur Zeit ), haben wir um Stundung und Ratenzahlung gebeten. Sie wurde uns heute am 29.12.2010 verweigert. Gibt es irgendeine Möglichkeit ??
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung leider nicht. Soweit der Stromversorger einer solchen Vereinbarung zustimmt, erfolgt diese Übereinkunft auf Kulanzbasis.

Allerdings ist eine Ratenzahlungsvereinbarung auch unter den von Ihnen geschilderten Bedingungen nicht aussichtslos, denn bevor der Versorger den Strom abstellen darf, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Zunächst muss der Zahlungsrückstand angemahnt und zugleich die Einstellung der Versorgung angedroht worden sein. Die Sperrung der Versorgung darf sodann frühestens nach Ablauf von zwei Wochen nach dieser Androhung erfolgen.

Ganz entscheidend für die dann angekündigte Stromsperre ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Dieser vom Stromversorger strikt zu beachtende Grundsatz besagt, dass die Folgen der Sperre für Sie als Verbraucher nicht außer Verhältnis stehen dürfen zu der berechtigten Zahlungsforderung des Versorgers.

Regelmäßig unverhältnismäßig wäre eine Stromsperre aber dann, wenn Sie Zahlungswillen demonstrieren, und wenn Sie sich ausdrücklich bereit erklären, die Rückstände auszugleichen. Unter diesen Bedingungen zeigen Sie nämlich, dass Sie sich vertragsgemäß verhalten wollen und die erbrachten Leistungen des Versorgers auch bezahlen wollen. Dann wäre eine Stromsperre aber nicht rechtens, weil unverhältnismäßig.

Sie sollten daher noch einmal unter Darstellung der hier erörterten Rechtslage an Ihren Versorger herantreten und schriftlich um den Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung nachsuchen. Weisen Sie in diesem Schreiben unmissverständlich darauf hin, dass eine Stromsperre nicht rechtens wäre. Der Versorger ist sich darüber im Klaren, dass eine Sperre nicht in Betracht kommt, wenn Sie die Nachzahlung begleichen wollen und eine entsprechende Stundung anstreben. Daher wird er Ihrem Ersuchen nachkommen.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung leider nicht. Soweit der Stromversorger einer solchen Vereinbarung zustimmt, erfolgt diese Übereinkunft auf Kulanzbasis.

Allerdings ist eine Ratenzahlungsvereinbarung auch unter den von Ihnen geschilderten Bedingungen nicht aussichtslos, denn bevor der Versorger den Strom abstellen darf, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Zunächst muss der Zahlungsrückstand angemahnt und zugleich die Einstellung der Versorgung angedroht worden sein. Die Sperrung der Versorgung darf sodann frühestens nach Ablauf von zwei Wochen nach dieser Androhung erfolgen.

Ganz entscheidend für die dann angekündigte Stromsperre ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Dieser vom Stromversorger strikt zu beachtende Grundsatz besagt, dass die Folgen der Sperre für Sie als Verbraucher nicht außer Verhältnis stehen dürfen zu der berechtigten Zahlungsforderung des Versorgers.

Regelmäßig unverhältnismäßig wäre eine Stromsperre aber dann, wenn Sie Zahlungswillen demonstrieren, und wenn Sie sich ausdrücklich bereit erklären, die Rückstände auszugleichen. Unter diesen Bedingungen zeigen Sie nämlich, dass Sie sich vertragsgemäß verhalten wollen und die erbrachten Leistungen des Versorgers auch bezahlen wollen. Dann wäre eine Stromsperre aber nicht rechtens, weil unverhältnismäßig.

Sie sollten daher noch einmal unter Darstellung der hier erörterten Rechtslage an Ihren Versorger herantreten und schriftlich um den Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung nachsuchen. Weisen Sie in diesem Schreiben unmissverständlich darauf hin, dass eine Stromsperre nicht rechtens wäre. Der Versorger ist sich darüber im Klaren, dass eine Sperre nicht in Betracht kommt, wenn Sie die Nachzahlung begleichen wollen und eine entsprechende Stundung anstreben. Daher wird er Ihrem Ersuchen nachkommen.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten oder Zweifeln gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie dagegen keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.


Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Rechtsanwälten ist die Erbringung kostenloser Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet. Der zur Beurteilung gestellte Sachverhalt ist mit einem für Sie günstigen Ergebnis rechtlich maximal ausgeschöpft.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)