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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwältin
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 105
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
50154489
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Habe heute eine eMail erhalten, wo ich angeblich mich in einem

Kundenfrage

Habe heute eine eMail erhalten, wo ich angeblich mich in einem Downloadportal angemeldet habe und meine Daten eingetragen haben und die allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert habe.
Habe zwar in den letzten Tagen mir Infos zum Thema Mathe auf meinem Rechner angesehen, aber keine Daten heruntergeladen.

Nun soll ich fast 100 Euro an eine Firma Download Premium bezahlen. Kann das sein ohne, dass ich diese in Anspruch genommen habe. Ich kann Ihnen nicht einmal sagen, ob diese Firma bei diesen Mathe-Abfragen überhaupt dabei war, da diese in meinem Verlauf nicht zu finden ist.

Für eine kurze Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichem Gruß
Ulrike Gawantka
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Vermutlich sind Sie Opfer einer sog. Abo-Falle geworden.

Sie sollten sich mit einem entschiedenen Brief (achten Sie auf nachweisbare Zustellung – Einschreiben) an das Unternehmen wenden.

Hierin sollten sie mitteilen, dass Sie

  • mit dem Anbieter keinen kostenpflichtigen Vertrag geschlossen haben bzw. dies jedenfalls nie wollten;
  • den Anbieter auffordern nachzuweisen, dass Sie einen entgeltlichen Vertrag geschlossen haben;
  • hilfsweise den Widerruf des Vertrags erklären;
  • hilfsweise den Vertrag wegen Irrtums über die Entgeltlichkeit und wegen arglistiger Täuschung über die Entgeltlichkeit anfechten;
  • darauf hinweisen, dass der Vertrag wegen Wuchers sittenwidrig ist, da Leistung und Gegenleistung in krassem Missverhältnis zueinander stehen und
  • dass Sie keine Zahlung leisten werden.

Nach meiner Erfahrung sollten Sie nach einem solchen Schreiben Ruhe haben. Es besteht aber die Möglichkeit, dass der Anbieter das gerichtliche Mahnverfahren (bei Mahnbescheid Widerspruch einlegen, da sonst ein vollstreckbarer Titel droht!) oder ein Klageverfahren einleitet.

Allerdings ist jedenfalls die Erhebung einer Klage unwahrscheinlich, denn der Anbieter würde einen Rechtsstreit voraussichtlich verlieren und hat kein Interesse daran, dass ein solches Urteil veröffentlicht wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken und geben bitte eine Bewertung ab.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen

Gina Haßelberg

(Rechtsanwältin)

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte Frau Haßelberg,

 

vielen Dank für Ihre Meinung. Das was Sie vorgeschlagen haben, habe ich schon gemacht, habe dieser Firma zeitgleich mit der Rechnung geschrieben, dass ich keinen Vertrag eingegangen bin und auch keinen Bedarf an den angeblich angebotenen Dienstleistungen habe (habe überhaupt keine Ahnung was die Firma überhaupt anbietet). Darauf hin kam eine Antwort, dass ich sehr wohl einen Vertrag geschlossen habe, da sie von mir die komplette Adresse und auch mein Geburtsdatum haben.

 

Wie kann das sein?

 

 

Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Nachfrage,

Sie sollten zur Sicherheit die Mitteilungen wiederholen, v.a., wenn Sie noch nicht ausdrücklich den Vertrag widerrufen haben.

Woher das Unternehmen Ihre Adresse kennt, kann ich Ihnen nicht sagen. Hier kann man nur spekulieren. Vielleicht haben Sie die Adresse im Telefonbuch oder im Internet gefunden. Vielleicht hat das Unternehmen Adressen inkl. Geburtsdaten angekauft. Vielleicht hat sich jemand, der Sie persönlich kennt, einen Spaß mit Ihnen erlaubt. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Sollten Sie sich auf der Seite nicht angemeldet haben, so würde ich Ihnen dringend abraten zu zahlen. Das Geld würden Sie wahrscheinlich nicht wiedersehen.

Wenn Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben, haben Sie nichts zu befürchten.

Ich rate Ihne das vorgeschlagene Schreiben abzuschicken. Dann brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Auf weitere Mitteilungen brauchen Sie nicht mehr zu reagieren. Eine Ausnahme wäre, wenn Sie einen Mahnbescheid oder Vollstreckungsbescheid erhalten. Hier müssen sie fristgerecht einen Widerspruch/Einspruch einlegen, da die Firma ansonsten einen vollstreckbaren Titel erhält, auch wenn die Forderung nicht berechtigt ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen und wünsche Ihnen frohe Weihnachten.

Ich bitte um eine Akzeptierung meiner Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Gina Haßelberg
(Rechtsanwältin)
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie noch eine Nachfrage?

Ansonsten bitte ich Sie - schon aus Gründen der Fairness - meine Antwort zu akzeptieren?

Mit freundlichen Grüßen
Gina Haßelberg
(Rechtsanwältin)