So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Mustermann.
Mustermann
Mustermann, Rechtsanwältin
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 105
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
50154489
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Verbraucherrecht hier ein
Mustermann ist jetzt online.

Bin ebenfalls ein melango Opfer. Soll ich Anzeige erstatten,

Kundenfrage

Bin ebenfalls ein melango Opfer. Soll ich Anzeige erstatten, oder was raten Sie mir.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich möchte Ihnen Ihre Frage wie folgt beantworten:

Aus Ihrer Anfrage ergibt sich Ihr Sachverhalt nur angedeutungsweise.

Werden Sie für eine Leistung unrechtmäßig in Anspruch genommen, sollten Sie in einem Brief dem Anspruchssteller folgendes mitteilen:

1. weisen Sie darauf hin, dass Sie keinen Vertrag über eine kostenpflichtige Leistung geschlossen haben und dies auch nicht wollten;

2 fordern Sie die Gegenseite auf, darzulegen, warum sie glaubt es sei ein Vertrag mit Ihnen zustande gekommen;

3. erklären Sie hilfsweise den Widerruf und teilen mit, diese sei rechtzeitig, da Sie nicht über Ihr Widerrufsrecht belehrt wurden (Letzteres nur, soweit zutreffend);

4. erklären Sie hilfsweise die Anfechtung des Vertrags wegen Irrtums über die Kostenpflichtigkeit;


5. und weisen Sie daraufhin, dass der Vertrag, wenn er überhaupt zustande gekommen sein sollte, wegen Sittenwidrigkeit gem. § 138 BGB nichtig ist, da die für das Entgelt gebotene Gegenleistung in einem krassen Mißverhältnis zum Entgelt stehen.


Soweit Sie dies in Teilen schon getan haben, müssen Sie dies nicht widerholen, allerdings schadet es auch nicht.

Nach meiner bisherigen Erfahrung sollte es genügen, dass Sie ankündigen, zur keiner Zahlung bereit zu sein.

Soweit Sie dennoch einen Mahnbescheid erhalten sollte, müssen Sie sich unbedingt gegen diesen verteidigen, da ansonsten ein Vollstreckungsbescheid erlassen werden kann, der zur Vollstreckung berechtigt.

Darüberhinaus können Sie Anzeige erstatten. Dadurch entstehen Ihnen keine Kosten. Allerdings hilft Ihnen die Anzeige in Bezug auf eine unberechtigte Forderung nicht weiter. diese kann nur zur Bestrafung wegen Betruges o.Ä. des Unternehmens führen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick über die Rechtslage geben. Falls Sie noch eine Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitten.

Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen Knopf anklicken.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorstehenden Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Sachverhaltsaufklärung nicht ersetzen kann und soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen Ihrerseits kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen


Gina Haßelberg
(Rechtsanwältin)


Ähnliche Fragen in der Kategorie Verbraucherrecht