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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 26736
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich wurde von der Gesellschaft f r Markt und Verbraucherforschung

Kundenfrage

Ich wurde von der Gesellschaft für Markt und Verbraucherforschung in Reppenstedt geworben und zahte dafür 99.- Euro ein. Da mir diese Gesellschaft nach kurzer Zeit sehr unsolide erschien, kündigte ich und forderte meinen Beitrag zurück. Meinen Beitrag erhielt ich auch nicht nach wiederholter Mahnung, Deshalb drohte ich mit einer Strafanzeige. Dennoch erfolge kein Rückzahlung. Was kann ich noch tun?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Sofern Sie von dieser Gesellschaft geworben wurden haben Sie einen Vertrag geschlossen. Soweit dieser Vertrag durch Telefon oder online geschlossen wurde, haben Sie ein Widerrufsrecht über welches Sie belehrt hätten werden müssen. Ist eine Belehrung nicht erfolgt, so können Sie den Vertrag auch nach Ablauf von zwei Wochen widerrufen. In diesem Fall wird der Vertrag ungültig und Sie haben einen Anspruch auf Rückerstattung der 99 EUR. In der Kündigung und der Rückforderung liegt konkludent auch ein Widerruf.

Soweit Sie die 99 EUR trotz Anmahnung und Fristsetzung nicht erhalten haben, bleibt Ihnen lediglich die Einleitung eines Mahnverfahrens gegen die genannte Firma. Sie müssen daher zunächst einen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides stellen. Das können Sie online unter der Adresse http://www.online-mahnantrag.de/ erlediogen.

Das Gericht wird den Mahnantrag dem Gegner zustellen, nach Ablauf von 2 Wochen erhalten Sie durch das Gericht ein Formular für den Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheides, welchen Sie ausfüllen und an das Gericht zurücksenden müssen. Legt der Gegner gegen diese beiden Abträge keinen Einspruch/Widerspruch ein, so haben Sie auf diesem Wege einen rechtskräftigen Titel. Legt der Gegner Widerspruch ein, so wird die Angelegenheit an das örtlich zuständige Amtsgericht (Geschäftssitz des Gegners) abgegeben und Sie müssen dem Gericht die Rückforderung der 99 EUR begründen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt