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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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RAScholz ist jetzt online.

Hallo, ich habe von [email protected] mehrere Mahnungen

Kundenfrage

Hallo, ich habe [email protected] mehrere Mahnungen erhalten, mit einer Rg.
1. von 98,00€ Jahresbetrag,der ich Widersprochen habe, da ich nicht wie angegeben
in einer e- mail das aktiviert habe. In verschiedenen Berichten wurde geschrieben man
soll nicht bezahlen.
Ich bin schwerbeschädigte Rentnerin und brauch sowas garnicht.
Was soll ich tun?Leider hatte ich bei einer Suche Personaldaten eingegeben dann aber nicht aktiviert.
Grüße Frau Eichhorn
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr verehrte Fragestellerin,

was Sie jetzt machen sollten ist ganz einfach, aber das müssen Sie aber auch unbedingt machen:

Sie nehmen schriftlich gegen den Zahlungsanspruch Stellung. Sie erklären nun ggü. dem Anspruchsteller schriftlich, dass Sie

1. keinen Vertrag abgeschlossen haben,

2. dass Sie hilfsweise ein Vertragsangebot wegen arglistiger Täuschung und wegen Irrtums anfechten und schon deshalb auch kein Vertrag zustandegekommen ist,

3. schreiben Sie (ggf. nochmals), dass Sie ein Vertagsangebot nach §§ 355, 312d BGB widerrufen und die Widerrufsfrist nicht abgelaufen sei, weil Sie nicht über Ihr Widerrufsrecht belehrt worden sind,

4. erklären Sie noch die sofortige Kündigung jedes in Betracht kommenden Vertragsverhältnisses.

Wenn Sie schriftlich und aus Beweisgründen per Einschreiben mit Rückschein ein Schreiben mit diesen vier Punkten an den Anspruchssteller versenden, haben Sie alles getan, was einem unbegründeten Anspruch vorgerichtlich entgegengehalten werden muss.

Für den Vertragsschluss ist der Anspruchsteller beweispflichtig. Er muss im Streitfalle nachweisen, dass Sie den Vertrag übers Internet geschlossen haben. Darüber hinaus muss er beweisen, dass Sie ordungsgemäß über das Widerrufsrecht belehrt worden sind. Im Übrigen muss für Sie klar ersichtlich gewesen sein, dass Sie einen entgeltlichen Vertrags abschließen. Sollte daher der Hinweis auf die Zahlungspflicht "versteckt" gewesen sein, sind Sie nicht zahlungspflichtig.

Im Übrigen sollten Sie dann, wenn Ihnen ein gerichtlicher Mahnbescheid oder aber eine Klage zugesandt wird, einen Anwalt einschalten, der Unterlagen sichten kann. Im Falle der Zustellung eines Mahnbescheides beachten Sie bitte, dass die Vollstreckung erfolgen kann, wenn Sie nicht innerhalb von zwei Wochen Widerspruch gegen den Mahnbescheid eingelgen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Bei Unklarheiten fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet sein sollte, bitte ich, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz, RA
RAScholz und 2 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Auf einer Seite -Deutsche Zentral Inkassio GmbH- erscheint auf Seite 2 Aktuelles

am 02.08.2010/Deutsche Zentral Inkasso leitet gerichtliches Mahnverfahren für

IContent GmbH ein. Was bedeutet das ist das eine Drohung?

Bitte noch beantworten.

Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr verehrte Fragestellerin,

es ist durchaus möglich, dass es ich hier um eine Drohung handelt. Sie sollten gleichwohl das empfohlene Schreiben abschicken.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA