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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Das Jugendamt will mein Gehalt ( Festgehalt Netto 1.599,-

Kundenfrage

Das Jugendamt will mein Gehalt ( Festgehalt Netto 1.599,- € ) pfänden lassen. Ich habe noch zwei Kinder ( 15, 4) für beide bekomme ich Unterhalt. Für die 15 Jährige sind es 334,- € und für den 4 Jährigen sind es 147,-€. Mein Sohn lebt seit kurzen bei seinem Vater, der will jetzt Unterhalt in Höhe von 334,-€. Wieviel darf das Jugendamt von mir pfänden und wie kann ich eine Lohnpfändung verhindern? Wäre es ausreichend, wenn ich einen Betrag überweise? Darf dann das Jugendamt noch pfänden, wenn ich willig bin, aber nicht mehr bezahlen kann? Ich habe mein Sohn auch Bargeld gegeben, die er mir auch quittiert hat, dies wird aber vom Jugendamt nicht anerkannt. MFG
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragestellerin,

 

Ihr Sachverhalt ist nicht ganz plausibel.

 

Gibt es denn einen Unterhaltstitel (Urteil/Jugendamtsurkunde)?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Nein, gibt es nicht-nicht von der Seite meines Ehemannes. Bisher hatte ich bei ihm gepfändet. Ich hatte einen Unterhaltstitel-ich habe keins bekommen.
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

der Beantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

 

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemessene Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblicks über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.

 

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

 

Solange es keinen Unterhaltstitel gegen Sie gibt kann weder das Jugendamt noch der Kindesvater ihr Gehalt pfänden.

 

Sicherlich sind Sie prinzipiell Ihrem Sohn gegenüber zu Unterhalt verpflichtet und unter Berücksichtigung Ihrer Angabe zu Ihrem Einkommen sind Sie wohl auch leistungsfähig.

 

Eine Klage oder Pfändungen lassen sich durch Zahlung vermeiden. Da das Kind noch minderjährig ist, müsse die Zahlungen an den Kindesvater erfolgen. Zahlungen an das Kind selbst gelten nicht als Erfüllung der Unterhaltspflicht.

 

Eine Neuberechnung muss spätestens mit 18 erfolgen, da dann beide Eltern bearunterhaltspflichtig sind. Erst dann ist auch an das Kind selbst zu zahlen.

 

 

 

 

 

Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

 

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ich habe ihnen Angaben über Gehalt und etc. gemacht-wieviel ist pfändbar? Was wäre wenn ich jetzt nicht denn vollen Betrag, sondern z.B. 100,-€ überweise-kann trotzdem eine Lohnpfändung rausgehen?

Muß das Jugendamt mir den Unterhaltstitel zuschicken oder nicht? Was ist wenn mein Sohn eine Ausbildung im September anfängt, wie wird das berechnet?

Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

Bei der Pfändung gelten besondere Freibeträge, die vom Gericht gesondert festgesetzt werden. Der Pfändungsfreibetrag dürfte sich mit mindestens 800 € festmachen lassen. Zu berücksichtigen wäre noch die Tatsache, dass zwei Kinder in Ihrem Haushalt leben.

 

Wenn ein vollstreckbarer Titel vorhanden ist kann gepfändet werden, wenn Rückstände vorhanden sind. Wenn Sie nur 100 € zahlen, können Sie keine Pfändung verhindern.

 

Ein Titel wird in der Regel beim Gericht durch Klage erwirkt.

 

Wenn Ihr Sohn eine Lehre beginnt und eine Ausbildungsvergütung erhält wird diese auf den Unterhaltsbedarf angerechnet. Solange Ihr Sohn minderjährig ist hälftig und bei Volljährigkeit ganz gegengerechnet.

 

Abschließend würde ich Ihnen gern anraten, eine anwaltliche Beratung vor Ort wahrzunehmen, da meines Erachtens viele Unklarheiten vorhanden sind und um sicher zu stellen, dass Ihre Rechte gesichert und gewahrt werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung: seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
troesemeier und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank! Sie haben mir sehr geholfen!Danke!Danke!SmileMFG
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.

Bitte.

 

Bekannt aus:

 
 
 
„[...]mehr als Zehntausend Experten weltweit; 1500 davon in Deutschland. Acht Jahre nach dem Start ist das [...] Online-Unternehmen mit seinen 90 Mitarbeitern die größte Web-Seite für das Vermitteln von Experten von Anwälten über Ärzte bis hin zu Universitätsprofessoren.“
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