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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 184
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Vor ca. 3 Wochen war ich in Los Angeles. Dort bekam ich

Beantwortete Frage:

Vor ca. 3 Wochen war ich in Los Angeles. Dort bekam ich gleich am 1. Tag einen Harnwegsinfekt. Ich besorgte mir dort etwas daß die Beschwerden linderte, aber zurück in Deutschland wurde das Brennen wieder schlimmer. Vor ca. 1,5 Wochen war ich beim Gynäkologen, dort wurde ein abklingender Harnwegsinfekt festgestellt. Zusätzlich Bakterien und Pilze in der Scheide. Ich bekam Tabletten zum Einführen gegen die Bakterien und Nystadin Salbe für außen. Dazu bekam ich ein Ein- Tages- Antibiotika Granulat verschrieben, daß ich nehmen sollte, wenn viel Trinken keine Besserung bringt. Letzte Woche Montag nahm ich dann das Antibiotikum, nachdem das Brennen weiterhin vorhanden war. Daraufhin trat wieder kurzzeitig Besserung ein, aber seit dem Wochenende habe ich nun wieder starkes Brennen an- und in der Harnröhre. Bei einem selbst durchgeführten Combur Urin Test zeigten sich nur Leukos 2+ an. Ich rief daraufhin nochmal bei meinem Gynäkologen an, der meinte aber ich müsste nicht nochmal kommen und auch kein 2. Antibiotikum nehmen. Das mit den Leukos wäre nicht weiter schlimm. Für das Brennen könnte ich eine Linola oder Zinksalbe auftragen am Harnröhrenausgang. Mit viel Trinken sollte es getan sein. Leider hilft auch diese Salbe und viel Trinken nichts. Meine Harnröhre fühlt sich von innen und auch von außen wie aufgeschürfte Knie an. Es brennt weiterhin wahnsinnig!! Und nachdem ich das jetzt 3 Wochen schon mit mir rum schleppe, bin ich allmählich am Ende, und hätte gerne einen Rat, was das sein könnte, und vor allem was kann ich jetzt noch tun?
Gepostet: vor 27 Tagen.
Kategorie: Urologie
Experte:  Dr. Christoph Pies hat geantwortet vor 27 Tagen.

Guten Tag! Wenn die Therapie mit Fosfomycin nicht ausreichend anschlägt und noch Leukos im Urin nachweisbar sind, werden Sie nicht umhin kommen, nochmal ein Antibiotikum für ca. 5 Tage einzunehmen. Die anderen beschriebenen Massnahmen sind ja nur zur Symptomlinderung und Verhinderung von Antbiotika-NW. In Ihrem Alter kann es durch eine beginnende hormonelle Umstellung zu einer erhöhten Anfälligkjeit für Harnwegsinfekte kommen. Manchmal genügen dann schon geringe Stressfaktoren wie eine Flugreise mit Zeitumstellung. Generell noch einige Anmerlungen meinerseits zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten, entnommen aus unserer Praxis-Info:

Ø Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit amTag. Es sollten etwa 1,5-2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Ø Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Ø Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nichtmit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Ø Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Ø Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier vonvorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Ø Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Ø Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife,Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel derHaut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad in warmem Wasser.

Ø Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Ø Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“(Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich.

Ø Andere unterstützende pflanzliche Mittel sind z.B. Cystinol long, Angocin, TUIMurofemin.

Ø D-Mannose1 x 2 g in 200 ml Wasser tgl. bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Ø Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über ca. 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeitder Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Ø Be iPatientinnen nach den Wechseljahren kann eine lokal-vaginale Gabe vonöstrogenhaltigen Medikamenten vorbeugend wirken.

Auch dies muß von einem behandelnden Arzt rezeptiert undüberprüft werden.

Ø Impfverfahrenbieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterienzu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage (UroVaxom) oder eine Schutzimpfung durch dreiInjektionen im Wochenabstand (Strovac), sowie eine Impfung in steigenderDosierung (SymbioVaccin). Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht vonder gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Gute Besserung wünscht, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Erstmal vielen Dank für Ihre Antwort. Als weiterführende Info wollte ich noch angeben, daß ich schon vor 4-6 Jahren in die Wechseljahre gekommen bin ( climacterium prae Cox wurde diagnostiziert ) Zu dem muss ich ständig abführen mit Movicol und Lecicarbon Zäpfchen. Vor 9 Jahren hatte ich eine sehr schwere Geburt, damals wurde mein Schließmuskel durchtrennt. 4 Jahre später erst die OP und seither hab ich eine Verengung, und daher das Abführen. Dennoch habe ich noch eine leichte Insuffizienz, wodurch beim Abführen auch immer wieder Stuhl nach außen gelangt, demzufolge auch in die Harnröhre vermutlich. Ein Arzt meinte damals zu mir, daß ich sehen sollte daß ich Antibiotika so gut wie es geht vermeide, weil das ein Teufelskreis wäre, und ich das bei meiner Geschichte sonst ständig brauchen würde.
Allerdings in diesem Fall jetzt, ist es dann scheinbar unumgänglich nochmal etwas zu nehmen, nachdem alles andere nichts gebracht hat. Nachdem der Gynäkologe mir gestern schon sagte, daß ich kein weiteres Antibiotikum bräuchte, sollte ich es dann vielleicht über meinen Hausarzt versuchen?
Experte:  hat geantwortet vor 27 Tagen.

Sie können es ja erstmal mit den genannten Massnahmen probieren und bei fehlender Besserung nach 1-2 Tagen Hausarzt oder Urologen konsultieren. Wenn Sie es nicht aushalten, rufen Sie den HA vorher an!

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.