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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 1250
Erfahrung:  Arzt für Gynäkologie u. Geburtshilfe, Allgemeinmedizin, umfangreiche urologische Erfahrung
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Prostatitis

Kundenfrage

Guten Tag,
in 09-2014 wurde aufgrund einer akuten dezenten Hämaturie Prostatitis diagnostiziert: leicht vergrößert, weich, kein Restharn. 7 Tage Antibiotikum, sofortige (innerhalb weniger Stunden) Beendigung des Bluts im Urin.
Vorsorgeuntersuchungen/PSA-Tests bis dahin o.B.
Tamsolusin als Folgemedikation musste ich nach wenigen Tagen absetzen, aufgrund allergischer Reaktionen. Alternativ Einnahme von Sabal. Seit 3 Wochen 2xtäglich Sanoprost.
Bei einer neuerlichen umfassenden Untersuchung im Januar gleicher Befund der Prostata, mit nun sichtbaren Vernarbungen,
wieder gelegentlich, i.d.R. nach Ejakulation ein-/zweimal bei beginnendem Harnstrahl sichtbares Blut.
Als Symptom ist einer immer wieder auftretender leichter ziehender Schmerz im (vorwiegend) linken Hoden vorhanden.
Dies übrigens seit Jahrzehnten (Sterilisation vor 32 Jahren, mit nachfolgender Nebenhodenentzündung), wobei sich momentan die Häufigkeit gesteigert hat.
Auf meine Frage nach einer längerfristigen antibiotischen Medikation meinte der Urologe, dann doch lieber stationär zwecks Spiegelung und Abhobeln.
Als Risiko nannte man mir drohende Inkontinenz, für mich im Alltag (Kurs-/Seminarleiter) schwer vorstellbar.
Gibt es alternative Diagnoseverfahren (CT, MRT) bzw. Behandlungsmethoden?
Im Voraus schon einmal vielen Dank ***** ***** Antwort
Freundliche Grüße
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  docexpert1 hat geantwortet vor 2 Jahren.
Customer:

Willkommen auf justanswer.

Customer:

Es besteht der begründete Verdacht, dass durch die nur 7 tätige Antibiotikatherapie die damalige Prostatitis nicht ausgeheilt ist und Ihnen jetzt Beschwerden bereitet. Falls Sie jetzt beim Abtasten der Prostata Schmerzen hatten, wäre eine mindestens 3 wöchige antibiotische Therapie (Ciprofloxacin) angeraten. CT, MRT und sonstige Technik helfen nicht weiter. Man könnte allenfalls das Ejakulat bakteriologisch untersuchen lassen oder eine bakteriologische Untersuchung des Prostataexprimates vornehmen. Was wissen Sie über die Grösse Ihrer Prostata?

JACUSTOMER-oc0s6rdd- :

Guten Tag,

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JACUSTOMER-oc0s6rdd- :

Guten Tag,

JACUSTOMER-oc0s6rdd- :

Guten Tag,entschuldigen Sie die späte Antwort

JACUSTOMER-oc0s6rdd- :

Guten Tag,

JACUSTOMER-oc0s6rdd- :

Guten Tag, leider kann ich erst jetzt antworten. Hier der AUszug aus dem Arztbrief, mehr Informationen liegen mir nicht vor. Die Medikation mit cipro begeinne ich heute.

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Freundliche Grüße, JM

Customer:

Danke für die Übermittlung des Befundes. Die Steinschatten sprechen für früher abgelaufene Entzündungen der Prostata. Falls Sie beim Abtasten der Prostata jetzt Schmerzen hatten, halte ich nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Urologen eine mindestens 3 wöchige Therapie mit Ciprofloxacin 3x 500 mg weiterhin für sinnvoll. Erst danach sollte über weitere Maßnahmen wie z.B. eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) entschieden werden. Hierbei könnte man z.B. die Harnröhre einengende Prostatalappen erkennen.

JACUSTOMER-oc0s6rdd- :

Vielen Dank für die Antwort, die cipro-Therapie wurde gestern begonnen! Würde die Zystoskopie (die mein Urologe ja schon emfohlen hatte)

JACUSTOMER-oc0s6rdd- :

Sollte die Zystoskopie erst nach definitiver Beseitigung der Entzündung durchgeführt werden, und wie sind die Erfahrungen mit "Nebenwirkungen" (mein Urologe sprach wie schon erwähnt vom Risiko der Inkontinenz). Sollten prallel zur Cipro-Bahndlung weiterhin Phyto-Präparate genommen werden, wenn welche sind empfehlenswert? Sollten auch langzeitorientierte Behandlungen/Meidkationen geplant werden?

Customer:

Mit der ebenso unangenehmen wie nicht risikofreien Zystoskopie sollte man bis zum Abschluss der antibiotischen Therapie warten ,um zu wissen, ob sie dann überhaupt noch notwendig ist. Zu den möglichen Risiken der Zystoskopie gehören neben der Inkontinenz auch Infekte, Verletzungen der Harnröhrenschleimhaut mit dem Risiko einer nachfolgenden narbigen Abheilung mit Einengung der Harnröhre, Durchbruch durch die Harnblasen- oder Blasenwand und auch die Auslösung einer Prostata-oder Nebenhodenentzündung oft mit chronischem Verlauf. Alles in allem sehr seltene Komplikationen, aber eben doch möglich. Parallel zur Ciprofloxacinbehandlung besser keine Phytotherapeutika nehmen um den hoffentlich eintretenden Effekt der antibiotischen Therapie nicht zu "verschleiern". Mit der Planung einer eventuell später notwendigen Langzeittherapie sollte man bis nach dem Ende der antibiotischen Therapie warten.

Customer:

Haben Sie noch Fragen an mich? Ich antworte gerne!

JACUSTOMER-oc0s6rdd- :

Guten Tag und Dank für die Information! Ich habe tatsächlich noch Fragen: Kann es sein, dass sich während der Medikation die Symptomatik erst noch einmal "verschärft". Ich muss allerdings dazusagen, dass ich den Eindruck habe, dass es einen Zusammenghang geben könnte mit mangelnder Bewegung (vermehrtes Sitzen, z.B. Arbeitstreffen ganztägig am Wochenende)?

Customer:

Leider habe ich Ihre Rückfrage erst jetzt gesehen. Entschuldigung! Eine Verschlechterung der Symptomatik zu Beginn der antibiotischen Therapie ist nicht typisch. Ich sehe den Zusammenhang mit den von Ihnen angesprochenen Punkten (langes Sitzen…) gegeben.

JACUSTOMER-oc0s6rdd- :

Kein Problem mit der "späten" Antwort, ich bin auch nicht permanent online. Ich will meine Frage präzisieren: Insgesamt sehe ich einerseits eine Besserung der Allgemeinbefindlichkeit, gleichzeitig seit dem 3. Tag der Medikation verstärkte (frische) Hämaturie, wobei der Harndrang in der Ferquenz bereits bemerkbar nachgelassen hat, quasi für mich als Teetrinker im Normbereich. Zudem macht mir Sorgen, dass ich (wieder) deutlichen Schmerz im linken Hoden/Leistenbereich verspüre, mit Ausstrahlungen in die Hüfte, bzw. in´s Bein (im Liegen intensiver). Dieses Symptom nehme ich, wie schon erwähnt, seit Anfang Januar 2015 wahr, mehr oder weniger ausgeprägt, seit Beginn der Medikation verstärkt. Mein Urologe (zurzeit in Urlaub, ebenso wie mein Hausarzt) meinte bei der letzten Konsultation:"Das ist eher ein orthopädisches Problem.". Ich sehe das als Laie nicht so eindeutig, wenngleich ich auch Arthrose der ILS-Gelenke habe. Den "linkslastigen" Schmerz vermutet der Urologe in einer eventuellen Samenleiterneuralgie. Würde die auch die Hämaturie erklären? Hier liegt auch der Grund für meine seinerzeitige Frage, ob MRT/CT dabei diagnostisch sinnvoller wären als eine Zystoskopie?

Customer:

Wenn das Blut im Urin nicht eindeutig einem Infekt zuzuordnen ist (Brennen beim Wasserlassen, gehäuftes Wasserlassen und eventuell Fieber, Nachweis von Bakterien,Nitrit und weissen Blutkörperchen im Urin ) kommt man früher oder später an einer Zystoskopie nicht vorbei, um nicht einen Harnblasentumor zu übersehen. Die vermutete Samenleiterneuralgie kann keine Hämaturie erklären. Wurde das Hüftgelenk schon geröntgt? Hat man einen Leistenbruch oder eine sogenannte Schenkelhernie ausgeschlossen? Haben Sie eine Varikozele (=Krampfader im Hodensack)?

Customer:

Zum Ausschluss einer Schenkelhernie und eines Problems im Bereich des Hüftgelenks ist ein CT/MRT sinnvoll.

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