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Dr. Schaaf
Dr. Schaaf, Privatpraxis, Online-Beratung
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 2012
Erfahrung:  Spezialisiert auf fachübergreifende Zweite Meinung
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Dr. Schaaf ist jetzt online.

War heute zum Urologen. Routineuntersuchung. Bin 63 Jahre.

Kundenfrage

War heute zum Urologen. Routineuntersuchung.
Bin 63 Jahre. Habe im Februar 2014 3 Bypässe bekommen.
Auf Grund meines Testosteronwertes hat der Arzt mir empfohlen
vierteljährlich NEBIDO - 1000 mg Injektionslösung zu spritzen.
Nehme folgende Tabl
Morgens/Abends Eucreas 50 mg
morgens ASS 100
morgens Bisoprolol 2,5 eine Halbe
morgens/mittags/abends Repaglinid Stada
abends Simva-ARISTO
Meine Frage , kann man sich die Spritze geben lassen ?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 2 Jahren.
Guten Morgen,
ich möchte versuchen, Ihre Frage zu beantworten.
Sie können sich die Spritze durchaus geben lassen, allerdings frage ich mich "warum?"
Sie schreiben, es war eine Routineuntersuchung und Sie schreiben nichts von irgendwelchen Beschwerden. Für die Behandlung mit Nebido sollten aber behandlungsbedürftige Beschwerden vorliegen, ein erniedrigter Testosteronwert allein ist keine zugelassene Indikation. Hier die zugelassenen Anwendugsgebiete:
Störungen der Sexualfunktion (Impotenz)
Sterilität (Infertilität)
Abnahme des Geschlechtstriebs
Müdigkeit
Depressive Verstimmungen
Verlust von Knochensubstanz aufgrund der niedrigen Hormonkonzentration
Ihr Urologe hat es sicher gut gemeint und möchte Sie vor den möglichen Folgen einer Mangelerscheinung bewahren. Allerdings bringt eine Spritze - im Gegensatz zu Tabletten - meist mit sich, dass der Patient den Beipackzettel nicht zu sehen bekommt und auf die wenigen Informationen angewiesen ist, die ihm der Arzt zu der Spritzte zur Verfügung stellt.
Hier ist der Beipackzettel:
http://www.diagnosia.com/de/medikament/nebido-1000-mg-injektionsloesung
Insbesondere Nebido ist nicht unproblematisch, wie man schon den möglichen unerwünschten Nebenwirkungen im Beipackzettel sieht. In Amerika wurde die Zulassung daher mehrfach zurück gestellt, siehe folgender Beitrag:
http://blog.endokrinologie.net/testosteron-alle-3-monate-868/
Zusammenfassend gehe ich davon aus, dass Ihr Urologe Ihnen eine gut gemeint Empfehlung gegeben hat, Sie aber nochmal mit ihm über die möglichen NW sprechen sollten, vor allem wenn ich Sie richtig verstanden habe und Sie keinerlei Beschwerden haben.
Was Ihre Begleiterkrankungen und weiteren Medikamente betrifft, sehe ich kein Problem.
Mit freundlichen Grüßen