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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 1172
Erfahrung:  Arzt für Gynäkologie u. Geburtshilfe, Allgemeinmedizin, umfangreiche urologische Erfahrung
28905844
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Guten Morgen, Mitte 2010 habe ich Schmerzen (überwiegend stechen) im Dammbereich bekomme

Kundenfrage

Guten Morgen,
Mitte 2010 habe ich Schmerzen (überwiegend stechen) im Dammbereich bekommen. Der Schmerz trat vor allem beim Stuhlgang und nach der Ejakulation auf. Ich bin damals nicht zum Arzt gegangen.
Anfang 2011 fiel dann die Erektion aus. Daraufhin bin ich sofort zum Arzt. Eine Odysee begann (Blut, Neurologe, Radiologe, Urologe, Hausarzt, etc.)
Ergebnis: Ich sei kerngesund. Ich soll doch mal zum Psychologen gehen.

Den Rat habe ich im Herbst 2011 befolgt. Sexualtherapie ohne Erfolg.

Dann habe im April 2012 ich den Urologen gewechselt. Der zweite Urologe nahm als erster Arzt eine Urinprobe. (Keiner der vorherigen Ärzte hat dies gemacht!)
Ergebnis: Staphylokokken im hohen Maß.
Behandlung: 14 Tage Antibiotikum (Levofloxacin)

Die Schmerzen gingen weg und kurzzeitig auch die Erektionsstörung, aber sie kam wieder.

Verdacht jetzt: chronisches Beckenschmerzsyndrom mit Nebenwirkung Erektionsstörung.

Gibt es für mich noch Hoffnung?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 3 Jahren.
Guten Morgen,

Mitte 2012 ist ja nun auch schon eine Weile her.
Sind die Beschwerden seitdem immer gleich?
Wie steht es aktuell um die Schmerzen?
Wie steht es um Ihre Erektionsfähigkeit?
Ist der Urin noch mal auf Keime untersucht worden?
Sind die Spermien bzw das Ejakulat schon mal auf Keime untersucht worden?
Liegen irgendwelche Grunderkrankungen vor?
Frühere Erkrankungen oder Verletzungen am Penis?
Hätten Sie die Möglichkeit eine Impotenzsprechstunde z.B. In einer Universität aufzusuchen?

Sorry für die vielen Fragen, aber noch lässt sich nicht erkennen, wo die Lösung liegen kann. Ich bin aber zuversichtlich, dass es Hoffnung für Sie gibt.

Dr. Schaaf
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Guten Tag,


 


hier die Ergänzungen zu Ihren Fragen:


- Beschwerden sind weitestgehend gleich. Es gibt einzelne Tage da geht alles wie es sein sollte, aber eben absolute Einzelfälle.


- Die Schmerzen sind beherrschbar. Seit dem ich Antibiotikum genommen habe sind sie deutlich reduziert, aber nicht 100%ig weg!


- Erektion geht kaum oder gar nicht


- Keime sind sowohl im Urin als im Sperma keine mehr gefunden worden


- Keine Grunderkrankungen bekannt.


- Keine vorherigen Verletzungen, Krankheiten o.ä.


- Ich bin bereit für alles, wenn es hilft. Und wenn eine Universität da helfen kann würde ich auch das machbar machen.


 


Viele Grüße


 


Tobias Quadflieg

Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 3 Jahren.
Wenn Sie die Möglichkeit hätten, eine spezialisierte Sprechstunde aufzusuchen, wäre das auf jeden Fall besser als auf die Ferne zu spekulieren.
Vielleicht kan ich Ihnen bei der Suche behilflich sein, wenn Sie mir Ihre Plz verraten.

Mfg
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

PLZ 88718


( Am Bodensee)

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Guten Morgen Herr Dr. Schaaf,



ich will Ihnen nochmal etwas ausführlicher antworten:


- Die Beschwerden verlaufen zyklisch. Mal kann ich 14 Tage lang zumindest 1x in 24 Std. eine Erektion bekommen. Dann fällt die Funktion wieder vier Wochen am Stück aus.


- Die Schmerzen halten sich in Grenzen, seitdem ich das Antibiotikum genommen habe. Der Schmerz ist nicht mehr das Problem.


- Erektionsfähigkeit ist wie oben beschrieben. Interessant ist evtl. noch, dass wenn ich anfange ein Medikament zu nehmen, dann kommt die Erektionsfähigkeit i.d.R. für ca. zwei Wochen zurück (allerdings max. 1 Erektion in 24 Std.).


z.B. habe ich am 22.12.12 Amitriptylin-dura (10mg) angefangen zu nehmen. Erektion ging bis zum 5./6. Januar 13 (jeweils nur eine Erektions pro 24 Std.), Aber es ging zumindest.


- Keime o.ä. sind keine mehr im Urin noch im Ejakulat oder in der Prostataflüssigkeit gefunden worden.


- Grunderkrankungen oder Verletzungen aus der Vergangenheit liegen keine vor.


- Ich mache alles, auch eine Impotenzsprechstunde an einer Uni, wenn es hilft bin ich zu allem bereit.


 


Nochwas:


- Das Gefühl im Dammbereich ist durchgängig eher wie eine eingeschlafene Hand. Es gribbelt ganz leicht.


- Mittlerweile geht die Geschichte auf die Psyche


- eine Morgentliche Erektion habe ich nur in den 14 Tagen, wo auch eine Erektion möglich ist, sonst auch das nicht.


- Manuelle Stimulation bringt auch nichts. Das bischen mehr Blut im Penis kann ich auch nicht halten. Für die Abgabe der Spermaprobe habe ich ca. 60 Minuten gebraucht und das war schweißtreibend um was aus mir rauszubekommen.


- Libido ist mittlerweile bei Null


 


Wäre super, wenn Sie noch eine Idee haben, die evtl. die bisherigen Ärzte nicht hatten?


 


Gruß


T.Quadflieg


 

Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 3 Jahren.
Zunächst die Empfehlung in München, was ja von der Entfernung her machbar sein sollte. Prof. Dr. Ulrich Schwarzer, Sie könennen sich auf mich berufen.

Was Ihre Beschwerden betrifft, so scheint mir der Hinweis mit dem tauben Gefühl wegweisend.
Das spricht für ein dauerhaftes Nervenproblem, genauer gesagt einen ständig " in Bedrängnsi befindlichen Nerven", wobei das Kribbeln einen Hautnerven betrifft, die Ursache aber auch der Grund für das Erektionsproblem sein könnte. Können Sie das verstehen, sonst fragen Sie bitte nach.
Meine nicht streng ärztliche Empfehlung wäre daher, ergänzend kurzfristig einen Osteopathen aufzusuchen, wobei hier das Problem besteht, dass man nie weiß, was ejner kann, der diese Bezeichnung führt. Probieren würde ich es trotzdem. Gute Osteopathen kenne ich nur in meiner Gegend = Nähe Flughafen München.
Hilfreich in der selben Richtung könnte auch ein guter Neurologe sein, zB. Prof. Straube, München-Großhadern.

Nur mal so: Sind Sie schon mal auf Borreliose getestet worden?
Ist nur eine Idee, käme aber theoretisch in Frage.

Mfg


Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo,

 

ja auf Borreliose bin ich gleich mehrfach getestet worden. Das Blut ist lt. mehreren Ärzten "so gut wie selten bei Patienten."

 

Bei einem Neurologen mit gutem Ruf war ich bereits. Der hat nichts gefunden.

 

Ich schau mal wo es einen Osteopathen gibt, evtl. in Konstanz oder Singen.

 

Kann ich ohne Überweisung einen Termin in der Uniklinik München bekommen? Nach was muss ich da fragen: Urologen oder Neurologen?

 

Das mit dem "in Bedrängnis befindlichen Nerv", kann ich nur sehr leienhaft verstehen. Ich bin Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler und kein Biologe oder Mediziner.

Woher kann so was kommen?

Fahrradsattel habe ich schon getauscht, etc.

Es wäre super, wenn Sie mir das ein wenig deutlicher erklären könnten.

 

Halten Sie es für möglich, das die lange unentdeckte Staphylokokken-Infektion Langzeitfolgen verursacht hat?

 

Ist es problematisch, dass ich mit dem Beckenboden kein Blut in den Penis pumpen kann?

 

Vielen Dank für die schnellen Antworten

Gruß

T.Quadflieg

 

 

 

 

Experte:  Dr. Schaaf hat geantwortet vor 3 Jahren.
Ihre Symptome deuten recht deutlich darauf hin, dass es ejn neurologishces Problem ist. Das bedeutet eine Fehlfunktion eines oder mehrerer Nerven. Was ich mal mit Bedrängnis umschrieben habe.
Bliebe die Frage nach der Ursache. Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine wäre ein Knochenproblem im weiteren Sinne, daher die Idee mit dem Osteopathen, die andere wäre eine Entzündung, daher die Idee mit der Borreliose.

Prof. schwarzer hat eine Praxis, den können Sie direkt kontaktieren und dann mit oder ggf. ohne Überweisungsschein aufsuchen. Das erfragen Sie bitte beitder Terminvereinbarung.
Prof. Straube schuat nur Privatpatienten selber an oder wird hinzugezogen, wenn seine Mitarbeiter nicht weiter kommen. Wenn Sie bei ihm persönlich einen Termin wollen, wird man Ihnen sagen, dass Se das privat bezahlen müssen. Meines Erachtens kann man sich das schon mal leisten, denn es geht ja nur darum, dass er sich den Kopf zerbricht und Sie neurologisch untersucht. Alle weiteren Untersuchungen könnten dann ja bei Bedarf über die Kasse abgerechnet werden. Oder Sie lassen sich erst mal wie ein normaler Kassenpatient untersuchen und bitten schließlich um ein Gespräch mit dem Prof. selber. Dann liegen ja schon alle Befunde vor und die Rechnung für die Beratung und eine persönliche Untersuchung dürfte sich preislich sehr in Grenzen halten und damit meine ich unter 150 Euro.
Zur Information: Borreliose kann man auch bei normalen Blutwerten haben, ggf müsste man in Ihrem Fall eine Liquorpunktion machen. Alternativ kann man auch ohne Erregernachweis probatorisch therapieren, z.b mit Doxycyclin über 4 Wochen. Bezüglich Borreliose sind die Kenntnisse noch nicht abgeschlossen.

Ausschließen würde ich eine psychische Ursache. Zu der Frage mit dem Beckenboden kann ich nichts sagen. Das weiß ich einfach nicht. Sorry. Solche Spätfolgen nach Staph. Hab ich noch nie gehört, kann ich mir auch nicht herleiten.

Noch ein Hinweis: Es ist egal wie gut der bisherige Arzt war. Solange er nicht die richtige Idee hat, muss man den nächsten fragen. Das tun Sie gerade und das ist auch richtig so.

Mfg

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