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PM, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 358
Erfahrung:  Arzt mit breitem Wissen
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Hallo werte Ärzte! Mein Mann hat vor 2 Jahren durch eine Stanzbiopsie

Kundenfrage

Hallo werte Ärzte!
Mein Mann hat vor 2 Jahren durch eine Stanzbiopsie (Gl3.3 - 1 von 12) erfahren, dass er Prostatakrebs hat. Wir haben uns für die Naturheilmedizin und begleitend die klassische M. entschieden. Behandlung in Köln durch Galvano - Stromtherapie bisher erfolgreich.
Jetzt liegt mein Mann seit Freitag stationär im Krankenhaus mit Verdacht auf Prostatitis!?
Wir glauben aber beide, dass er starke Magen-Darm-Probleme hat. Jetzt wollen sie vielleicht wieder eine Biopsie machen oder operieren? Ist im Ultraschall oder CT oder im Blut nicht ersichtlich, was denn wirklich erforderlich ist?
LG Silvana
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

ich verstehe ihre Besorgnis und auch ihre Situation.

Welche Beschwerden hat ihr Mann, was ihn in die Klinik führte?
Haben Sie Blutwerte und wurde denn ein CT gemacht oder nur Ultraschall der Prostata?

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. K. Hamann
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Beschwerden - er verspürte großen Druck in der Bauchgegend, weil die Blase sehr voll war und er das Wasser nicht selbst weggebracht hatte. Im KH wurde dann ein Katheder gesetzt und es gingen rasch 500 ml Harn ab.

Ein CT wird immer wieder verweigert, es sei nicht erforderlich sagt man im KH und beim Ultraschall hat man die vergrößerte Prostata festgestellt und eine Entzündung wäre vorhanden (lt. Blut!). Ein MRT (vor ca. 1 Monat) beim Rücken hat keine Probleme gezeigt und die dzt. Schmerzen vom Unterbauch zum Rücken lassen nicht wirklich nach. Es ist wie brennen und ziehen und stechen. Sitzen ist sehr unangenehm und zu langes Stehen bringt Schwindel mit sich mit.

Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke für ihre Antwort.

Diese Beschwerden sind sehr typisch für eine Entzündung der Prostata (Prostatitis):
-Harnverhalt, Schmerzen beim Sitzen, Anschwellung der Prostata

Aber durch die bekannte Vorgeschichte mit dem positiven Befund auf ProstataCa hielte ich eine PET-CT Untersuchung zusätzlich für sehr wichtig, um mögliche Metastasen auszuschließen.

Es sollte unbedingt eine antibiotische Therapie begonnen werden, bevor man irgendwo eine Probe entnimmt, um eine Verteilung der Keime und Forcierung der Entzündung zu verhindern.

Daher rate ich vorerst von der Biopsie ab. Wenn die Antibiotika anschlagen und sich der Befund bessert, ihr Mann wieder ohne Katheter problemlos Wasserlassen kann, ist außer eine Suche nach möglichen Metastasen (im Rahmen der Krebsnachsorge) nichts weiter erforderlich.

Alles Gute und rasche Besserung für ihren Mann.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. K. Hamann
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
was muss ich alles machen, damit mein Mann ein PET-CT bekommt und sehe ich beim Ultraschall nichts genaueres über Darm und Prostata? Ist ein weiterkommen nur möglich, wenn man viel bezahlt?
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der Ultraschall hat leider seine Grenzen und ist nicht immer wegweisend. Gerade die Beurteilung der Weichgewebe und Organe im kleinen Becken ist mittels Ultraschall sehr schwierig.

Wegen des PET-CT kann ich ihnen keinen hilfreichen Tipp geben. Dieses ist nicht in jeder Klinik vorhanden, aber kann hier eventuell der behandelnde niedergelassene Urologe helfen? Möglicherweise sogar nach Heilung der jetzigen Beschwerden bei ihrem Mann, dann eine Überweisung für diese Untersuchung einleiten.

Sind sie privat versichert oder gesetzliche Kasse?
Die anstehenden Kosten sind meines Wissens eine volle Kassenleistung!
Experte:  PM hat geantwortet vor 5 Jahren.

PET/CT wird bei Prostatakrebs NICHT von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen!!! Kosten bis zu 1800 Euro!

 

Informieren Sie sich auf folgenden Seiten weiter:

 

www.prostatakrebse.de hier z.B: unter Erster Rat

oder im

www.forum.prostatakrebs-bps.de

 

Gute besserung

 

 

 

Keine "Spitzenmedizin um jeden Preis" für GKV-Versicherte
07.05.2012, 15:18 Uhr | dpa


GKV muss nur Behandlungen bezahlen, die im Leistungskatalog aufgeführt sind (Quelle: Archiv)
Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen haben keinen Anspruch auf "Spitzenmedizin um jeden Preis". Das geht aus einem Urteil des Hessischen Landessozialgerichts in Darmstadt hervor. Danach müssen die Kassen die Kosten für eine spezielle Krebsdiagnostik nicht übernehmen. Sie sind nur verpflichtet, für die im Leistungskatalog aufgeführte Behandlung zu bezahlen. Dies gilt auch bei lebensbedrohlichen Krankheiten - wenn zumutbare Alternativen zur Verfügung stehen.

Damit wies das Gericht die Klage eines Krebspatienten aus Südhessen ab. Die Kasse des 74-Jährigen hatte sich geweigert, für eine spezielle Untersuchung aufzukommen, die laut Gericht nur in den Niederlanden angeboten wurde (Az.: L 1 KR 298/10).

Kasse lehnte Kostenübernahme ab
Bei der fraglichen Diagnosemethode können dem Gericht zufolge mittels winziger Eisenpartikel selbst kleine Lymphknoten-Metastasen identifiziert werden. Die Kasse des Mannes lehnte die Übernahme der Kosten von 1500 Euro jedoch mit dem Argument ab, dass die Untersuchung keine Vertragsleistung sei. Dagegen klagte der Mann. Nach seiner Darstellung wurde mit dem Verfahren eine Operation vermieden, die vermutlich zu Inkontinenz und Impotenz geführt hätte.

Die Richter gaben aber in beiden Instanzen der Versicherung Recht. Die Kassen müssten nicht alles finanzieren, was verfügbar sei, um die Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen. Es bestehe kein Anspruch auf "Spitzenmedizin um jeden Preis", befanden sie. Da es für Behandlung und Diagnose von Prostatakrebs zumutbare Alternativen gebe, die den allgemeinen Standards entsprächen, könne sich der Mann auch nicht darauf berufen, dass seine Grundrechte verletzt seien.

 

PM, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 358
Erfahrung: Arzt mit breitem Wissen
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