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Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU
Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 487
Erfahrung:  Facharzt für Urologie, Spezielle Urologische Chirurgie, Medikamentöse Tumortherapie, Andrologie
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Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU ist jetzt online.

Wegen Miktionsproblemen wurde eine TURP durchgeführt, gleichzeitig

Kundenfrage

Wegen Miktionsproblemen wurde eine TURP durchgeführt, gleichzeitig eine Spermatozelenentfernung rechts. Die PSA-Werte: Juli 99 0,75 / Juni 2002 0,82 / Nov. 2004 0,54 /Juni 2006 0,74 / August 2007 0,87 / Sept. 2008 1,01 / Jan. 2010 1,27 Februar 2012 1,81
Leider zeigte sich dann bei der TURP folgende Histologie: Prostataresektate mit einzelnen kleinen Herden eines mässig differenzierten Adenokarzinoms, Gleason Score 3 + 3 = 6 und myoglandulärer Hyperplasie sowie herdförmiger chron. unspezifischer Entzündung Histologie von Pathologie Triemlispital
Die immunhistochemische Zusatzuntersuchung zeigte eine Positivität für Racemase bei Negativität für CK 5/6.
Im Grunde genommen kommen eigentlich 2 Möglichkeiten in Frage: wait and see oder Radikaloperation.
Eine solche Operation ist jedoch sehr heikel bei Status nach TURP wegen Inkontinenzproblemen.
Brachytherapie ist vermutlich bei Status nach TURP kontraindiziert?!?
Bestrahlen möchte ich eher nicht wegen doch häufig proktitischen Problemen.
Mein Alter: 67 Jahre, sehr sportlich und fitt :-))
ich danke XXXXX XXXXX!
Freundliche Grüsse
Walter Theler
8853 Lachen





8853 Lachen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag Herr Thaler,

ich verstehe ihre Besorgnis und kann ihre Probleme bei der Entscheidung für oder gegen die OP absolut nachvollziehen.

Die Entscheidung treffen sie letztlich allein, aber gern möchte ich ihnen ein paar Hinweise geben, um ihnen die Entscheidung womöglich zu erleichtern.

Möglichkeit des Abwartens:
Das kann man machen, ist auf jeden Fall nicht mit invasiven Problemen verbunden und dadurch sind auch keine Komplikationen der Miktion und Erektion zu erwarten.

OP:
Dieser Eingriff stell weitgehend sicher, dass kein Restgewebe des Tumors vorhanden ist, es nicht zu Metastasen oder weiterem Wachstum mit Wandüberschreitung kommt. Hierfür würde ich mich persönlich entscheiden, was weg ist ist weg.
Doch steht dagegen natürlich die Komplikation der Blasenentleerungsstörung und Probleme der Erektion. Das muss nicht auftreten, kann aber passieren.
Solange der Tumor noch klein ist, es keine Metastasen gibt, würde ich operieren.

Beim abwartenden Vorgehen ist sehr wahrscheinlich mit einem erneuten Wachstum zu rechnen, Ausdehnung und Verbreitung der bösartigen Zellen im Körper.

Ich hoffe, ihnen hilft diese Information.
Wenn sie dazu Fragen haben, helfe ich ihnen gern weiter.

Alles Gute
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich möchte v.a. auch eine Stellungnahme betreffs Radikaloperation der Prostata nach TURP. Hier möchte ich eigentlich die Meinung eines versierten urologischen Chirurgen.
So wie ich orientiert bin, wird von einigen Urologen gar von Kontraindikation bei Status nach TURP gesprochen.
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich verstehe, nach einer TURP ist eine RadikalOP durch die TURP sicher erschwert, doch vor dem Hintergrund des bösartigen Befundes, wäre eine RadikalOP aus meiner Sicht angezeigt.

In unserem Team sind leider keine Chirurgen, ein Urologe, gern kontaktiere ich ihn, da er nicht kontinuierlich auf der Plattform ist.

Gern suche ich ihnen auch eine Klinik in ihrer Nähe, die diesen Eingriff vornehmen würden, dafür benötige ich nur ihre Postleitzahl.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
gerne erwarte ich die Antwort eines versierten Urologen, der v.a chirurgische tätig ist.
meine Postleitzahl CH-8853
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern gebe ich ihre Frage weiter und informiere unseren Urologen.

Haben Sie bitte etwas Geduld, damit unser Urologe online gehen und ihre Frage lesen kann.

Alles Gute für Sie!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich habe Zeit und warte!
Experte:  Dr. Hamann hat geantwortet vor 5 Jahren.
ok, habe den Kollegen kontaktiert!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
wird sich der Experte (chirurgisch tätiger Urologe) erst nach Ostern melden?

Freundliche Grüsse

W. Theler
Experte:  Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag Herr Theler,

leider kann ich Ihre Frage erst heute beantworten. Bei Ihnen ist im Rahmen der TUR-P ein inzidentelles Prostatakerzinom gefunden worden; Gleason 3+3=6. Wichtig ist noch zu wissen, wieviel Prozent der Resektionsspäne krebsbefallen waren (> als 5%?). Sie beschreiben sich als sehr aktiv und fit und sind damit ein biologisch jüngerer Patient. daher würde auch ich die Bestrahlung - auch aufgrund der Langzeitverlaufs -zurückhaltend sehen. Eine radikale Operation nach TUR-P ist auch unter Schonung des Gefäßnervenbündels möglich. Nach einer Untersuchung des MRI München ist das Kontinenzergebnis vergleichbar; lediglich die Katheterliegezeit nach der operation ist verlängert.

 

MfG

 

JM Wolff

Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 487
Erfahrung: Facharzt für Urologie, Spezielle Urologische Chirurgie, Medikamentöse Tumortherapie, Andrologie
Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU und weitere Experten für Urologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Besten Dank für die "positive" Mitteilung!

Ich glaube, dass ich den operativen Eingriff noch in den nächsten 5 Monaten wagen werde.

Freundliche Grüsse

W. Theler
Experte:  Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dann wünsche ich Ihnen alles Gute und gute Genesung nach der Operation.

Frohe Ostertage!

MfG

JM Wolf
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ich werde mich noch nach der Anzahl der Resektionsspäne erkundigen. Ich hoffe, dass ich dies Ihnen nach Ostern zustellen kann. Auf dem mir vorliegenden Histologiebericht geht dies nicht hervor:

Frohe Ostern!
Freundliche Grüsse

W. Theler

Experte:  Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU hat geantwortet vor 5 Jahren.
Freundliche Grüße zurück!

Johannes Maria Wolff
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich habe nun Bericht erhalten von der Pathologie des Triemli-Spital Zürich.

Es finden sich nur 3 Prozent Tumorload. insgesamt ein incidental-ca pT1 a.

insgesamt also nur sehr wenig Tu-Zellen.

Ich glaube aber, dass ich eine operative Intervention machen sollte!!??!!
Freundliche Grüsse

W. Theler
Experte:  Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Theler,

bei einem pT1a ist auch eine Überwachung möglich bei nur 3% Prozent Tumorload.

 

Wenn Sie aber zu einer Intervention tendieren, können Sie dies in ruhe überlegen. Bei diesem Befund drängt es nicht!

 

MfG

 

JM Wolff