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Bergmann
Bergmann, Dr. Med.
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 1081
Erfahrung:  20j. Berufserfahrung in Kinder-, Jugendmedizin, Dermatologie, innere Medizin
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Bergmann ist jetzt online.

hallo, meine 3-j hrige Tochter hatte vor ca 4 Wochen zum ersten

Kundenfrage

hallo,
meine 3-jährige Tochter hatte vor ca 4 Wochen zum ersten mal beschwerden beim wasser lassen. Dies aüßerte sich vor allem dadurch das sie starke schmerzen (Pipiaua) angab und weinte und sich krümmte. Es kamen nur wenige tropfen heraus obwohl sie starken drang verspürte. Nach langer Zeit (immer wieder aufstehen, weinen) hat sie durch starkes drücken noch wenige tropfen heraus bekommen. Ich habe dann im Töpfchen Ausfluß gelblich-blutig entdeckt. Bin sofort zum Krankenhaus gefahren dort wurde im Urinstix jedoch nichts gefunden und ich wurde wieder nach Hause geschickt mit den Worten wenn ich unbedingt wollte könnte man einen Blasenabstrich machen der sehr schmerzhaft wäre und wahrscheinlich kein resultat zur folge hätte. Seitdem treten diese beschwerden immer wieder auf, einmal so schlimm das sie nicht mehr laufen konnte - aber wieder konnte im Urinstix nichts festgestellt werden. Als wir kürzlich im Urlaub waren trat es wieder sehr schlimm auf mit Ausfluß, der Badearzt hat daraufhin "blind" Antibiotikum verschrieben und den Urin eingeschickt. Dabei kam heraus das der Urin ohne Befund sei. Meine Tochter sitzt nun täglich mehrmals mit schlimmen beschwerden das sie eben druck verspürt aber kein Urin kommt und oft auch unter tänen schmerzen angibt. Wie kann ich mich jetzt verhalten? Wie reagiere ich richtig? Gibt es Kinderurologen die mir weiterhelfen können?
Über schnelle Meinung und jeden Tip den ich bekommen kann würde ich mich sehr freuen

Tanja Schön
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  Bergmann hat geantwortet vor 6 Jahren.

Hallo und guten Tag,

 

bei den von Ihnen geschilderten Beschwerden ist eine Harnwegsinfektion immer noch am wahrscheinlichsten.

 

Die gängigen Urinteststreifen (Combur 9 z.B.) zeigen nicht mit 100%iger Sicherheit das an, was auch im Urin vorhanden ist.

 

Insbesondere, wenn der Urin nicht ganz frisch ist, sind die Leukozyten- und Erythrozyten-Zahlen häufig schon nicht mehr realistisch.

 

Ein weiterer Punkt ist, daß auf den üblichen Nährböden auch nicht alle Keime anwachsen, so daß ein "negatives Ergebnis" hier auch keine 100% Sicherheit gibt.

 

Urinkulturen machen nur vor der ersten Einnahme eines Antibiotikums (oder als Therapiekontrolle) zur Keimidentifizierung Sinn, da sonst durch das ausgeschiedene Antibiotikum im Urin nichts mehr nachweisbar ist.

 

Sie haben bisher alles gut gemacht, trotzdem gibt es keine sichere Diagnose.

 

Ich rate jetzt zur baldigen Vorstellung in einer Kinderurologischen Ambulanz, diese findet man an allen größeren Kinderkliniken, manchmal auch als Unterabteilungen der Kinderchirurgie.

 

Eine sehr gute Adresse ist das Kinderkrankenhaus der Stadt Köln, Amsterdamer Straße, mit einer kinderurologischen Sprechstunde.

 

Frau Baursch Tel.: 0221 - 8907 - 5263 Terminvergabe

 

Eventuell können Sie hier auch nach Adressen in Ihrer Nähe fragen.

 

Da bisher keine Infektion nachgewiesen wurde, würde man auch sonographisch nach Blase und ableitenden Harnwegen und beiden Nieren sehen lassen, um Fehlanlagen auszuschließen, die auch - zB durch Harnstau vor der Blase- Schmerzen bereiten können.

 

 

Schmerzhafte Abstriche aus der Blase (??) werden sicherlich nicht erforderlich sein, da so nicht üblich bei Kindern.

 

Bitte lassen Sie den Befund bald abklären, damit nicht eventuell vorhandene latente Infektionen Organe dauerhaft schädigen .

 

Alles Gute und freundlichen Gruß.

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