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Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU
Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 487
Erfahrung:  Facharzt für Urologie, Spezielle Urologische Chirurgie, Medikamentöse Tumortherapie, Andrologie
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Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU ist jetzt online.

Bin 67 Jahre alt, 163 gro , 60 kg schwer und seit dem Tod meiner

Kundenfrage

Bin 67 Jahre alt, 163 groß, 60 kg schwer und seit dem Tod meiner Frau vor 3 Jahren Single, habe aus christlicher Übrzeugung keinen Partnersex mehr gehabt. Nach einer TURP Operation im Sept 2010 (elektrisches Schabemesser) wegen Hyperplasie, bei der die Kapsel perforiert (?) wurde bin ich immer noch inkontinent und muß täglich 3 - 4 Einlagen tragen. Die Blase kann nachts im Liegen bis zu max 520 ml Harn (Spitzenwert, nach 4 h ) speichern und halten, tagsüber maximal 275 ml, meist nur 120 - 160 ml. Miktionsabstand meist nur 1 h bis max 2 h. Intensives Beckenbodentraining hat die Situation nur unwesentlich verbessert, namentlich beim Husten, Niesen, plötzlichen physischen oder psychischen Belastungen kann ich die (auch nur teilweise gefüllte) Blase nicht dicht haltern. Bei "Funktionskontrollen" musste ich feststellen, dass Erektionen wie vorher möglich sind, allerdings erfolgt eine Ejakulation nicht wie vorher nach aussen, sondern nach (innen ? )? Harn ist anschließend trübe und schäumt. .
Bereits die leisesten Gedanken an die körperlichen Aspekte einer Partnerschaft lassen unkontrollierbar Harn austreten, eine auch nur leise zärtliche psychische oder physische Berührung einer möglichen neuen Partnerin ist praktisch unmöglich.
Was könnte die Ursache dafür sein ?
Vielleicht eine Funktionsstörung
1) des Schließmuskels (wegen Verletzung)
2) der Prostata (falsche Fießrichtung des Ejakulates, vielleicht keine oder zu geringe Produktion von Samenflüssigkeit, oder . . .?)
3) eine Verletzung der Nervenbahnen, die den Schließmuskel steuern ?
4) ein.. .. . . . ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU hat geantwortet vor 6 Jahren.

Guten Tag,

bei der Prostataoperation wird der innere Schließmuskels am Blasenhals mitoperiert. Daher kommt es nach der operation zu einer sog. retrograden Ejakulation (= Der Samenwege fließt beim Erguß in die Blase und nicht über die Harnröhre nach außen). Dies ist also eine Folge der Operation.

Aufgrund einer Streßinkontinenz verlieren Sie Urin. Dies sollte weiter abgeklärt werden. So kann der äußere Schließmuskel bei der Operation Schaden genommen haben und dichtet deshalb die Blase nicht komplett ab. Bei einer Blasenspiegelung kann man sehen, ob der Schließmuskel voll funktionsfähig ist; er muß sich beim Test irisblendenartig schließen. Desweiteren kann eine Blasendruckmessung durchgeführt werden, im auszuschließen, ob zusätzlich noch eine Drangkomponente vorhanden ist. Medikamentös ist bei Frauen mit Streßinkontinenz das Medikament Yentreve gut wirksam. Es wirkt auch bei Männern, ist aber für die männliche Streßinkontinenz nicht zugelassen.

 

MfG

JM Wolff