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Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU
Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 487
Erfahrung:  Facharzt für Urologie, Spezielle Urologische Chirurgie, Medikamentöse Tumortherapie, Andrologie
55085226
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Urologie hier ein
Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU ist jetzt online.

Ich bin weiblich / 52 Jahre alt. Ich habe einen l ngeren

Kundenfrage

Ich bin weiblich / 52 Jahre alt.
Ich habe einen längeren Leidensweg hinter mir.
Um es kurz zu machen:
Vor 3 Wochen wurden im CT Nierensteine im Harnleiter und in der Niere diagnostiziert.
Ein ca. 2 mm grosser Stein im Harnleiter links und ein ca. 8 mm grosser Stein in der linken Niere. Daraufhin ist mir teilstationär eine Harnleiterschiene eingesetzt worden.
Unmittelbar nach dem Eingriff hatte ich sehr starke Schmerzen im Nierenbereich.
Nach Verabreichung von Morphium und kreislaufstabilisierender Mittel konnte ich das Krankenhaus nach ca. 3 Stunden verlassen. Am nächsten Morgen wurde ich stationär in das Krankenhaus eingeliefert. Symptome: stark blutiger Urin, unerträgliche Schmerzen im Nierenbereich, Kreislaufzusammenbruch. Ich war eine Woche im Krankenhaus. Es wurde eine starke Infektion diagnostiziert (die vor dem Eingriff nicht da war) und ich wurde mit intravenös mit Schmerzmitteln und Antibiotika versorgt und es wurde ein Blasenkatheder gelegt. Nach einigen Tagen wurde eine "Spiegelung/Spülung" vorgenommen um u.A. den Stein aus dem Harnleiter zu entfernen. Nach dem Eingriff wurde mir berichtet, dass der Stein im Harnleiter nicht mehr auffindbar war und auch in der Niere kein Stein gefunden wurde. Weitere 2 Tage später wurden der Blasenkatheder und die Harnleiterschiene gezogen und einen Tag später wurde ich entlassen. Die Probleme dauern jedoch an.
Ich bin in urologischer Behandlung. Es wurde festgestellt, dass bei gefüllter Blase der Harn in die Nieren zurückstaut, also der Harnleiter anscheinend nicht richtig schliesst. Ich verspüre selten Harndrang und nur bei regelmässiger Einnahme von Spasmex bin ich in der Lage Wasser zu lassen, wobei das auch nur eingeschränkt funktioniert. Ohne die Einnahme dieses Mittels kann ich kaum Wasser lassen und es treten Schmerzen in der Blase auf die nach hinten in die Nieren wandern und unerträglich werden. Wenn ich Wasser lassen kann, treten danach Blasenschmerzen (Krämpfe) auf die in den Unterbauch wandern. Mein Urologe hat gesagt, dass ich die Blase trainieren soll, keine Spasmex nehmen und regelmässig Wasser lassen soll. In ca. 1 Woche soll eine Blasenspiegelung vorgenommen werden. Ich habe es versucht, aber ohne die Einnahme des Medikamentes kann ich kaum Wasser lassen und die Schmerzen im Nierenbereich werden unerträglich. Ich benötige immer grössere Konzentration der Medikamentes um in der Lage zu sein überhaupt Harn zu lassen. Schlimmer als die Schmerzen ist meine Angst und die Ungewissheit, ob die Diagnose richtig ist. Ich weiß nicht mehr weiter und bin für jeden Ratschlag dankbar.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Abend,

nach Einsetzen einer Harnleiterschiene kann bei voller Blase Urin zurück in die Niere fließen und einen Druckschmerz verursachen. Nachdem nun die Schiene entfernt wurde, fließt die linke Niere nicht richtig ab. Hierbei kann es sich um eine Restschwellung des ehemaligen Steinbettes handeln. Nach Einnahme eines krampflösenden Medikamentes (Spasmex) sind die Beschwerden geringer. Zudem berichten Sie über zunehmende Blasenkrämpfe.

 

Wenn Sie die Blase restharnfrei entleeren können, ist ein Umsetzen der Medikation auf Solifenacin (Vesicur®) oder Darifenacin (Emselex®) möglich. Beides sind Muskarin-Rezeptor-Antagonisten und wirken im Vergleich zu anderen Anticholinergika selektiv an den M3-Acetylcholinrezeptoren der Blase, sind dadurch besser verträglich und gehen mit weniger Nebenwirkungen einher. Darunter sollte sich die Blase beruhigen. Dennoch ist eine Blasenspiegelung notwendig, um die Ursache zu eruieren.

 

MfG

JM Wolff

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nein, das ist ja mein Problem.
Ich kann die Blase nicht restharnfrei entleeren.
Selbst bei Einnahme von Spasmex gelingt nur manchmal eine teilweise Entleerung. Die Frage ist, ob ein Zusammenhang zwischen dem schlecht verlaufenen Einsetzen der Harnleiterschiene und meinen jetzigen Beschwerden bestehen kann. Wie berichtet traten die Beschwerden erst nach dem Einsetzen der Harnleiterschiene massiv auf und daher befürchte ich, das durch den Eingriff irgendwelche Verletzungen entstanden sind, unter denen ich jetzt leide.
- Besteht theoretisch die Möglichkeit, dass meine jetzigen Probleme durch den Eingriff verursacht wurden?
- Kann die Umstellung der Medikation auch bei nicht völlig entleerter Blase vorgenommen werden.
- Worauf sollte mein Urologe bei der Blasenspiegelung besonders achten ?
- Wenn der Stein in der linken Niere noch vorhanden ist, können die Beschwerden dann dadurch verursacht werden ?
- Der Arzt der die CT-Untersuchung vorgenommen hat, meinte das der Stein (sofern noch vorhanden) Medikamentös aufgelöst werden könnte. Dazu hat bislang kein Urologe eine Aussage gemacht. Was sagen Sie dazu ?
Experte:  Prof. Dr. J. M. Wolff; M.Sc., FEBU hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag,

Harnsüresteine können medikamentös aufgelöst werden. Dazu muß im Urin eine Särestarre vorliegen und der Urinsäurewert (pH-Wert) liegt bei 5. wenn dies der Fall ist, kann eine Therapie mit z.B. Blemaren eingeleitet werden.

Wenn Sie die Blase nicht richtig entleeren können, sollten Sie Medikamente wir Spasmex absetzen, da sie die Restharnbildung fördern.

Die Problem bei der balsenentleerung lassen sich nicht durch den Eingriff erklären.

 

MfG

JM Wolff

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