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Dr. A. Teubner
Dr. A. Teubner, Ärztin
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 3331
Erfahrung:  35 Jahre Privatpraxis; Akupunktur, ganzheitl. Schmerztherapien, Naturheilverfahren
31261372
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Dr. A. Teubner ist jetzt online.

Guten Abend! Bin gerade sehr verunsichert meine 3-j hrige

Kundenfrage

Guten Abend! Bin gerade sehr verunsichert: meine 3-jährige Tochter soll sich nächster Woche einer Harnröhrenschlitzung unterziehen. Und ich habe große Angst davor. Im Mai 2010 mit 2 1/2 Jahren - 3 Wochen nach trockenwerden - hatte sie die erste Blasenentzündung - schlimm, hohes Fieber, war 3 Wochen richtig krank, jedoch ( zum Glück ) ohne die typischen Symptome wie ich sie kenne, wie Schmerzen beim Wasserlassen oder häufiger Harndrang. Danach waren wir nochmal beim Kinderarzt, weil uns aufgefallen war, dass Lena so lange anhalten kann - seltene Toilettenbesuche trotz großer Trinkmenge - und sie ins Höschen getröpfelt hat. Ultraschalluntersuchungen ergaben nichts Auffälliges. Am 23.12.2010 kam der Horror zurück, nicht ganz so schlimm, da diesmal rechtzeitig erkannt und behandelt! Nach 7 Tagen Antibiotika-Gabe kam nach 3 Tagen absetzen erneute Infektion usw. usw. Daraufhin wurde bei erneuter Ultraschalluntersuchung Restharn festgestellt und eine Röntgenuntersuchung durchgeführt. Reflux wurde ausgeschlossen. Aber es wurde wieder Resturin festgestellt und Verdacht ? auf Harnröhrenverengung ( 2mm Katheder ging ) . Muss wirklich so schnell operiert werden oder gibt es Alternativen ? Bitte um erfahrene Meinung. DANKE!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo und guten Tag-

ich bin keine Urologin bemühe mich aber den klaren Menschenverstand walten zu lassen:
Bei Entzündungen in den ableitenden Harnwegen sind üblicherweise die Schleimhäute etwas geschwollen. Eine "Verengung" kann hierdurch zeitweise auftreten.
Bei einem bloßen Verdacht auf eine Verengung würde ich genau wie Sie denken und das nicht als "Endlösung" sehen können.
Was mich mehr irritiert sind die vielen Antibioticagaben, die nachhaltig die Abwehr schwächt, wie die Rezidive zeigen. Bei jeder Gabe leidet die Darmflora enorm:
Der Darm ist unser größtes Immunorgan und bei dieser Aufgabe auf eine intakte Darmflora angewiesen. Im Darm leben schätzungsweise an deie 1000 verschiedenen Mikroorganismen, von denen ca. 400 identifiziert sind, ohne noch deren genaue Funktion zu kennen. Moderne Breitbandantibiotica schlagen hier eine dicke "Schneise".
Es gehört zu einer guten behandlung nach Gabe von einem Antibioticum, etwas für die Regeneration der Darmflora zu tun.

Wenn der ersten Blasenentzündung auch eine Antibiose oder Impfung vorausgegangen ist, aber auch ohne dies, würde ich Ihrem Kind Mutaflor zur Darmregeneration geben und das homöopathische Mittel Sulfur C30 Glob. Dies ist das hom. Mittel bei "Folgen von unterdrückenden Therapiemaßnahmen" und hat sich in meiner Praxis 100-fach bewährt. Geben Sie ihr hiervon 3 Tage hintereinander je 3 Kügelchen nüchtern zu lutschen (1/2 Std. danach nicht essen und trinken), dann noch jeden 2. Tag. Bei fortschreitender Besserung die Abstände größer werden lassen und nach 1 Wo. Symptomfreiheit aufhören.
Wählen Sie Ihrem Kind zuliebe einen in Hoöopathie versierten Kinderarzt.


Aus aktuellem Anlass hier einige Gedanken zu dem heutzutage unkritischen Gebrauch von Antibiotica:
Antibiotika-Resistenz der Bakterien
24.02.2011 http://www.biomedizin-blog.de/de/antibiotika-resistenz-der-bakterien--wp127.html

Auszüge aus diesem Link:
Kopie:
Nach einem Bericht in der Zeitschrift Lancet (Lancet Infectious Diseases) über die Ausbreitung von neuen arzneimittelresistenten Superbakterien, die sich von Südasien aus verbreiten, berichteten Nachrichtenagenturen über die entstehende Panik wegen dieser Keime und der möglichen Folgen.

Im Guardian erscheint beispielsweise ein Kommentar der Verlegerin und Kolumnistin Sarah Boseley: "Die Ära der Antibiotika neigt sich dem Ende zu. In nur ein paar Generationen wurde aus den einstigen Wunder-Arzneimitteln ein durch Bakterien besiegtes wirkungsloses Medikament“.

Laut Time Magazin: "In der Europäischen Union wurde der routinemäßige Einsatz von Antibiotika in Tierfutter vor Jahren verboten, dies wegen der Beweise über die Konsequenzen der Medikamenten-Resistenz für den Menschen. Jetzt empfiehlt die U.S. Food and Drug Administration das gleiche für die USA, aus dem gleichen Grund. Aber jetzt wird diese Praxis weiterverfolgt."

Antibiotika-resistente Krankheiten sind direkte Folge der übermäßigen Nutzung von Antibiotika sowohl bei der konventionellen Tierhaltung, als auch im medizinischen System.

Im Wesentlichen ist zu sagen, dass in dem Krieg der Antibiotika gegen Bakterien die Bakterien ganz klar die Gewinner sind - und dies ist eine erschreckende Aussicht. Somit muss ich ganz klar hervorheben, dass der Gebrauch von Antibiotika minimiert werden muss. Wenn Antibiotika ordnungsgemäß verwendet werden, bei bakteriellen Infektionen, in den richtigen Zusammenhängen und mit Verantwortung, können sie lebensrettend sein. Ihre Wirksamkeit kann aber nur dann weiter gewährleistet werden, wenn die Ausbreitung der antibiotika-resistenten Bakterien eingedämmt wird.

Hier eine Liste von verschiedenen Bakterien, die bereits resistent gegenüber vielen üblich verordneten Antibiotika, sind:

Acinetobacter: Ein Bakterium in Boden und Wasser, oft die Ursache für Infektionen bei ernsthaft kranken Krankenhauspatienten.

Milzbrand: Verbreitung durch infizierte Tiere oder potenziell bioterroristische Waffen.

Gonorrhoe: Eine sexuell übertragbare Krankheit.

Gruppe B Streptokokken: Ein gemeinsames Bakterium bei Neugeborenen, älteren Menschen und Erwachsenen mit anderen Erkrankungen.

Klebsiella Lungenentzündung: Ein Bakterium, das zu Blutkreislauf-Infektionen, Wunden, Lungenentzündung und Meningitis führen kann.

Methicillin-resistentem Staphylococcus Aureus (MRSA): Ein Superbakterium, welches sehr schwer zu behandeln ist, es kann sich leicht von einer oberflächlichen Haut-Infektion zu einer lebensbedrohlichen Infektion in Ihren Knochen, Gelenken, Blutkreislauf, Herzklappen, Lungen oder in chirurgischen Wunden entwickeln.

Neisseria-Meningitides: Eine der führenden Ursachen für bakterielle Meningitis bei Kindern und jungen Erwachsenen.

Shigella: Eine Infektionskrankheit, die durch Shigella-Bakterien verursacht wird.

Streptococcus Pneumoniae: Eine führende Ursache von Lungenentzündung, Bakteriämie, Sinusitis und akuter Otitis Media (AOM).

Tuberkulose (TB): Sowohl "multiresistente" als auch "ausgiebig arzneimittelresistente" Formen der TB werden jetzt gesehen.

Typhus Fieber: Eine lebensbedrohliche Krankheit, durch die Salmonella Typhi-Bakterien verursacht.

Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE): Infektion mit den Enteroccocci-Bakterien, die häufig in Krankenhäusern auftreten und resistent gegen Vancomycin, ein Antibiotikum, sind.

Vancomycin-Intermediate/beständiger Staphylococcus Aureus (VISA/VRSA): Verschiedene Stämme der Staphylokokken-Bakterien, die gegenüber Vancomycin resistent sind.

Sie können an dieser Liste erkennen, dass das ein sehr reales Problem.

Was sind die Impulse für den Anstieg der Antibiotika-resistenten Superbakterien?

Es ist leicht zu glauben, dass eine weitere Runde von Antibiotika uns nicht schaden wird. In der Tat, glauben viele, dass diese zur Behandlung fast aller Infektionen absolut notwendig sind. Aber die reflexartige Entscheidung Ihres Arztes für Antibiotika bei jeder kleineren Infektion, Erkältung oder Husten ist nicht mehr angebracht und bedarf einer dringenden Überprüfung.

Wenn Sie ein Antibiotikum verwenden, erhöhen Sie Ihre Anfälligkeit für die Entwicklung von Infektionen mit Resistenz gegen dieses Antibiotikum - und Sie können Träger dieses beständigen Bakteriums werden, und es dann auf viele andere Menschen übertragen. Natürlich muss dieses Problem im großen Maßstab von Ärzten behandelt werden und auch den Kliniken sowie bei deren Verordnungspraktiken Anwendung finden.

Ich möchte Sie mit diesem Artikel sensibilisieren, auch ganz persönlich Verantwortung zu übernehmen und ihren eigenen Nutzen im Bezug auf Antibiotika auszuwerten. Vermeiden Sie die Einnahme, wenn sie nicht absolut notwendig ist, und beachten Sie das auch bei Ihren Kindern.
..........

Ich wünsche Ihnen und vor allem Ihrem Kind, das die Schlitzung vermieden werden kann

Gute Besserung und bitte geben Sie nach einigen Tagen ein feed-back, Danke!

Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 5 Jahren.
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Experte:  Dr. A. Teubner hat geantwortet vor 5 Jahren.
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