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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 1193
Erfahrung:  Arzt für Gynäkologie u. Geburtshilfe, Allgemeinmedizin, umfangreiche urologische Erfahrung
28905844
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

hallo, verst ndnisfrage ist eine cholin-pet-eine sinnvolle

Kundenfrage

hallo,

verständnisfrage: ist eine cholin-pet-eine sinnvolle alternative zu dru/ultraschall/stanzbiopsie zur sicheren diagnostizierung von prostata-krebs?

vielen dank vorab!

mfg
p.siebenborn
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
durch die hohe Sensitivität kann das Cholin-PET bereits kleine Streuherde im Körper und Lokalrezidive recht zuverlässig aufspüren - auch wenn die Biopsie bislang negativ war. Bei einem sicher negativem Cholin-PET-Befund kann daher auch z.B. auf eine Biopsie ganz verzichtet werden. Finden sich in der Untersuchung aber Auffälligkeiten, sollte in jedem Fall eine weiterführende Diagnostik erfolgen, um genau differenzieren zu können. Beispielsweise ist das PET anfällig in der Unterscheidung zwischen einer Prostataentzündung und einem Tumor. Um also auf Ihre Frage zu antworten: ab das Cholin-PET eine zuverlässige Alternative zu sonstigen Untersuchungsmethoden darstellt, hängt vom jeweiligen Patienten und den bis dahin erhobenen Befunden ab. Eine sinnvolle und sensitive ERGÄNZENDE Methode ist es aber in jedem Fall!

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
hallo,
war gestern beim urologen, der nach dru und us (beides ohne befund, prostata nicht vergrössert) dringend zur sofortigen biopsie geraten hat.
auf meine frage, ob eine pet eine alternative hierzu sei, wurde dies rundheraus verneint.

mir stellt sich die frage, ob allein aufgrund der vorliegenden psa-werte von 4,87/3,65/2,49/2,28/2,54/2,14 (rückwärtsaufzählung ab 2010) eine biopsie die einzige "alternativlose" möglichkeit ist, um klarheit zu bekommen, ob ein karzinom und, falls ja, in welchem stadium vorliegt.
könnte es nicht sinn machen, in kurzen zeitabständen weitere psa-wert-erhebungen zu machen und so zu überprüfen, ob die letzte momentaufnahme aus 2010 sich bestätigt?
wenn dann immer noch ein relevanter grenzwert überschritten wird, würde ich (laienhaft) mit einer pet weitermachen. wenn dann immer noch keine klarheit herrscht, würde ich als letztes mittel zur biopsie schreiten.
ist eine biopsie tatsächlich so ein allerweltseingriff, wie mir gestern erzählt wurde?

mfg
p.siebenborn





Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten Tag,
ein PSA Wert von 4,8 stellt einen Grenzbereich dar, in dem eine Biopsie empfohlen wird. Wie oben dargestellt, ersetzt die PET die Biopsie nicht, sondern ergänzt diese. Bei kontinuierlich ansteigenden PSA-Werten sollten Sie Prostataproben entnehmen lassen, um nichts zu verpassen. Der Eingriff ist in der Tat klein, harmlos und Routine - und verdient die Bezeichnung Eingriff nicht einmal. Über einen Federdruckapparat wird mit einer blitzschnell einschießenden Nadel von 2 oder mehr Seiten eine winzige Stanzprobe entnommen. Sie merXXXXX XXXXXfalls den kurzen Stich, wenn die Prostata betäubt ist, hören Sie nur das "Schuß"-Geräusch des Apparates. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen. Die Untersuchung geht schnell und komplikationsarm vonstatten, und Sie haben nach spätestens einer Woche Klarheit darüber, was Ihre PSA-Werte verursacht hat.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
hallo hr. dr. leinung,

vielen dank.
ich verstehe das so, dass eine pet demnach entbehrlich ist.
ich hatte mir das als alternative gedacht, weil ich bedenken gegenüber der biopsie habe,
da ich von hiermit verbundenen risiken wie -nicht keimfrei, "verstreuen" von krebszellen etc gelesen habe.

Experte:  Guests hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,
die PET ist eine gute Ergänzung, um Streuherde im Körper zu entdecken, ist aber bislang noch nicht der Goldstandard in der Diagnostik des Prostatakarzinoms. Die Biopsie ist bei den genannten PSA-Werten nach wie vor die diagnostische Methode der Wahl, um nicht nur festzustellen, OB ein Krebs vorliegt, sondern auch, um WELCHES Krebsgewebe es sich genau handelt. Hinsichtlich der von Ihnen angesprochenen Impfmetastasen, also dem Streuen der Krebszellen bei der Stanze, sollten Sie sich bitte keine Sorgen machen. Dieses Risiko besteht vor allem bei Leberbiopsien oder auch bei Probenentnahmen im Bereich der Brust. Bei der Prostata spielt dieses Risiko eigentlich keine Rolle. Was die Keime angeht, so erhalten Sie vor der Biopsie ein Antibiotikum, so dass Sie hinsichtlich einer möglichen Infektion durch den Einstich geschützt sind.
Bitte machen Sie sich nicht zu viele Sorgen. Sie werden sehen, die Biopsie ist weit weniger schlimm, als man im vorhinein vielleicht denkt - und das Ergebnis liegt Ihnen spätestens nach einer Woche vor, so dass dann auch klar ist, was hinter den Parameterveränderungen steckt.

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