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PM
PM, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 358
Erfahrung:  Arzt mit breitem Wissen
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Ich habe nach 2 Bypassoperationen keine errektion mehr.Giebt

Kundenfrage

Ich habe nach 2 Bypassoperationen keine errektion mehr.Giebt es Hilfe? bin 57 Jahre alt.
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  PM hat geantwortet vor 6 Jahren.
hilfe gibt es auf jeden fall (Stichwort: SKAT, MUSE, Vakuumpumpe) - zuvor ist aber eine urologische untersuchung erforderlich
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vakuumpumpe hab ich schon gehört aber was ist SKAT und MUSE ?
Experte:  PM hat geantwortet vor 6 Jahren.
SKAT und MUSE gegen Impotenz

Seit längerer Zeit wird das Prostaglandin Alprostadil bei Impotenz eingesetzt. Prostaglandine erfüllen im Körper die unterschiedlichsten Funktionen. In mehreren von einander unabhängigen Studien wurde die Wirksamkeit von Alprostadil an über 2.000 Männern mit Erektionsschwäche getestet. Das Prostaglandin führt zu einer Erschlaffung der glatten Penismuskulatur und steigert den Blutfluss.

In einer Studie mit 1.700 Patienten wurde der Wirkstoff per Autoinjektion in den Schwellkörper gespritzt. Bei 80% der Testpersonen kam es nach 5 bis 20 Minuten zu einer Erektion. Man bezeichnet dies als SKAT (Schwellkörper-Auto-Injektions-Therapie). Je größer die Dosis, desto langanhaltender die Erektion. Die Schwellung hielt zwischen 12 und 44 Minuten an.

In einer anderen Studie waren 87% der Männer und 86% der Frauen mit dem sexuellen Erlebnis zufrieden. Bei der Hälfte der Patienten traten leichte Schmerzen auf, jedoch nicht bei jeder Injektion. Nebenwirkungen wie Blutergüsse, Ödeme oder schmerzhafte Dauererektionen traten selten auf. Sich selber in den Schwellkörper zu spritzen, ist nicht jeder Manns Sache.

Interessant ist deshalb die Entwicklung eines "Minizäpfchens für die Harnröhre". Dieses als MUSE (Medicated Urethral System for Erection) bezeichnete System ist in Deutschland seit Mai 1999 zugelassen. Der Patient führt das etwa 3 cm lange Applikationsröhrchen nach dem Wasserlassen in die Harnröhre ein und drückt den Auslöseknopf. Die Substanz wird in die Harnröhre geschoben, der Applikator wird entfernt, und die Gelpille verbleibt am Wirkort. Die Anwendung nach dem Urinieren erleichtert sowohl das Einführen des Röhrchens als auch die Wirkstofffreisetzung. Bei zwei Drittel der Betroffenen trat die erwünschte Wirkung ein. Verglichen mit der Injektion traten Penisschmerzen und andere Nebenwirkungen seltener auf. Obwohl die Gelpille für den Mann Vorteile hinsichtlich der Anwenderfreundlichkeit bietet, ist diese Arzneiform nicht unkritisch zu betrachten. Bedenkt man, dass Prostaglandine auch zur Schwangerschaftsunterbrechung eingesetzt werden, kommt diesem Aspekt eine besondere Bedeutung zu.

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