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PM
PM, Arzt
Kategorie: Urologie
Zufriedene Kunden: 358
Erfahrung:  Arzt mit breitem Wissen
27221237
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PM ist jetzt online.

Nach radikaker Prostatektomie (03.09) bei Karzinom pT3a pNO

Kundenfrage

Nach radikaker Prostatektomie (03.09) bei Karzinom pT3a pNO RO Gleason 3+4= 7 stieg mein PSA Wert von 0,03 im Juni 09 auf 0,31 im Dezember 2009.
Welches Vorgehen würden Sie mir empfehlen?
Hermann Rath
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Urologie
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Herr Rath,

ein erhöhter PSA-Wert kann auch durch andere Faktoren, z.B. mechanische Belastung, oder Harnverhaltung auftreten, Ihr Wert liegt aber immer noch im Normbereich. Ich sehe da keinen Grund zur Sorge und denke, dass die üblichen Verlaufskontrollen ausreichend sind.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr.N.Scheufele
Experte:  PM hat geantwortet vor 7 Jahren.
Leider kann ich meinem Vorredner nicht zustimmen - das gesagte gilt ausschliesslich für Patienten, die noch eine Prostata haben!

Ein PSA-Anstieg in so kurzer Zeit nach der OP ist meistens leider Ausdruck einer sogenannten "systemischen Erkrankung", d.h. es ist irgendwo noch ein befallener Lymphknoten, der nicht entdeckt wurde und nicht entfernt wurde oder im ungünstigsten Fall sogar das Frühstadium einer Knochenmetastase.

Die zweite Möglichkeit - ein sogenanntes Lokalrezidiv (d.h. im ehemaligen Prostatabett) ist bei so frühen PSA-Wiederanstiegen und einer PSA-Verdopplungszeit unter 3 Monaten eher unwahrscheinlich.

Normaler Weise würde der Urologe nun gleich ersteinmal die Prostataloge bestrahlen lassen, aber das wird aus meiner Erfahrung den Verlauf nicht günstig beeinflussen.

Daher wäre das ideale Vorgehen, mittels einer F18-Cholin-PET/CT das "Problem zu lokalisieren (leider einigermassen sichere Aussage erst ab PSA 0.6 bis 0.8) um dann entweder:

die positiven Lymphknoten operativ zu entfernen
Prostata und Lymphabfluss zu bestrahlen
eine intermittierende Hormontherapie durchzuführen ...

Das Gebiet des Karzinomrezidives ist sehr komplex und bedarf diffiziler Diagnostik und Therapie

MfG

F. Schulenburg - Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Bundes-Prostatakrebs-Selbsthilfe

Verändert von urofs am 15.01.2010 um 12:20 Uhr EST
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sorry, natürlich hat der Kollege Schulenburg da die grössere, fachliche Kompetenz.

MfG,
Dr.N.Scheufele
Experte:  PM hat geantwortet vor 7 Jahren.
Leider kann ich meinem Vorredner nicht zustimmen - das gesagte gilt ausschliesslich für Patienten, die noch eine Prostata haben! Ein PSA-Anstieg in so kurzer Zeit nach der OP ist meistens leider Ausdruck einer sogenannten "systemischen Erkrankung", d.h. es ist irgendwo noch ein befallener Lymphknoten, der nicht entdeckt wurde und nicht entfernt wurde oder im ungünstigsten Fall sogar das Frühstadium einer Knochenmetastase. Die zweite Möglichkeit - ein sogenanntes Lokalrezidiv (d.h. im ehemaligen Prostatabett) ist bei so frühen PSA-Wiederanstiegen und einer PSA-Verdopplungszeit unter 3 Monaten eher unwahrscheinlich. Normaler Weise würde der Urologe nun gleich ersteinmal die Prostataloge bestrahlen lassen, aber das wird aus meiner Erfahrung den Verlauf nicht günstig beeinflussen. Daher wäre das ideale Vorgehen, mittels einer F18-Cholin-PET/CT das "Problem zu lokalisieren (leider einigermassen sichere Aussage erst ab PSA 0.6 bis 0.8) um dann entweder: die positiven Lymphknoten operativ zu entfernen Prostata und Lymphabfluss zu bestrahlen eine intermittierende Hormontherapie durchzuführen ... Das Gebiet des Karzinomrezidives ist sehr komplex und bedarf diffiziler Diagnostik und Therapie MfG F. Schulenburg - Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Bundes-Prostatakrebs-Selbsthilfe

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