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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Allgemein
Zufriedene Kunden: 858
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Umsatzsteuer hier ein
K. Severin ist jetzt online.

Guten Tag. Wir haben einen Artikel ber EBay erworben und

Kundenfrage

Guten Tag.

Wir haben einen Artikel über EBay erworben und für den bezahlten Betrag auch eine Quittung erhalten.

Diese enthält: Alle Angaben, wie Inhaber, Betriebssitz (Deutschland, Hannover) sowie TAX-Nummer (26/132/11940) und VAT-Nummer (DE258729511).
Die Währung lautet auf 870 BP (britische Pfund?). Wir haben den Betrag mittels PayPal in EUR (auto. zum Tageskurs) beglichen und den Artikel auch erhalten.

Problem: Auf der Quittung ist die MwSt. und der MwSt.-Betrag NICHT angegeben.
Bei einer Rücksprache mit dem Verkäufer sagte dieser, er ist zum Ausweisen der MwSt. nicht verpflichtet, da der Verkauf über eine englische E-Bay-Plattform erfolgte und er ja auch in England einen Firmensitz hätte. Zuvor erfragte er unsere Umsatz-Steuer-ID. Diese haben wir ihm auch mitgeteilt und somit würde die Steuerregelung entfallen?

Frage: Wie ist die erhaltene Quittung zu buchen ? Kann diese bei einer evt. Betriebsprüfung angefochten werden ? Müssen wir auf die richtige Quittung mit MwSt. bestehen ? Liegt hier evt. ein Steuerbetrug bei dem Verkäufer vor ?

Wir freuen uns auf Ihre Antwort.

Vielen Dank.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Umsatzsteuer
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

vielen Dank für ihre Frage.

 

Diese beantworte ich gern wie folgt:

 

Die Einfuhr aus England ist von der englichen Umsatzsteuer befreit. Deshalb konnte der Händler die gelieferte Ware netto berechnen. Sie müssen allerdings Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 % des Warennettowertes auf die Einfuhr des Gegenstendes entrichten. Haben Sie ein Recht zum Vorsteuerabzug, weil Sie diese als Unternehmer gewerblich eingeführt haben und kein Kleinstunternehmer sind, erhalten Sie die von Ihnen geleistete Umsatzsteuer von dem für Sie zuständigen Finanzamt zurückerstattet. Sie müssen die Ware deshalb beim Zoll anmelden, die Umsatzsteuer dort entrichten und mit Erhalt der Zollbescheinigung die Umsatzsteuer buchen. In ihrer Umsatzsteuervoranmeldung können Sie dann die von Ihnen geleistete Umsatzsteuer wieder als Vorsteuer von der Einfuhrumstzsteuer abziehen und erhalten diese dann entweder zurückersattet vom Finanzamt oder diese wird von anderen steuerpflichtigen Umsätzen aus dem Voranmeldungszeitraum abgezogen. Wenn Sie bilanzieren, lauten die Buchungsätze deshalb wie folgt:

 

1. Wareneinkauf an Forderungen (netto)

 

2. KKK oder Kasse an Umsatzsteuer (bei Leistung der Einfuhrumsatzsteuer an den Zoll)

 

4. Vorsteuer an KKK oder (bei Rückerstattung der Einfuhrumsatzsteuer)

 

5. Vorsteuer an sonstige Forderungen (gegen Finanzamt auf Rückersattung der Vorsteuer)

 

6. Wenn Sie das Vorsteuerkonto abschließen um dieses über Umsatzsteuerkonto abzuschließen und mit der Umsatzsteuer zu saldieren aus anderen steuerpflichtigen Umsätzen, buchen Sie:

 

Sonstige Forderungen an Vorsteuer

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlussfragen gern zur Verfügung.

 

Weiter darf ich Sie höflich um Bezahlung meiner steuerlichen Beratung bitten, indem Sie das grüne Feld "Akzeptieren" anklicken.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

 

 

Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

ich muss mich in Bezug auf meine vorherigen Ausführungen korrigieren und bitte dies zu entschuldigen. Es handelt sich bei der Lieferung der Ware um einen innergemeinschaftlichen Erwerb, der für den Verkäufer von der britischen Umsatzsteuer befreit ist und bei Ihnen zur Entstehung deutscher Umsatzsteuer in Höhe von § 19 % der Anschaffungskosten führt, wenn Sie die Ware als Unternehmer für ihr Unternehmen erworben haben und nicht von der Umsatzsteuer befreit sind. Sie müssen unter diesen Voraussetzungen die Umsatzsteuer in ihrer Umsatzsteuervoranmeldung angeben. Allerdings können Sie diese wieder als Vorsteuer abziehen, wenn Sie als Unternehmer vorsteuerabzugsberechtigt sind und müssen den Vorsteuerabzug ebenfalls in ihrer Voranmeldung vornehmen. Deshalb wird im Ergebnis nur der Verkauf der Ware an einen Endverbraucher in der BRD mit 19 % Umsatzsteuer belastet. Erforderlich für die Buchung der Umsatzsteuer ist eine Rechnung, in der auf die Umsatzsteuer-Indentifikationsnummer des britischen Verkäufers und ihre eigene als Käufer Bezug genommen wurde. Liegt Ihnen eine solche Rechnung nicht vor, müssen Sie diese vom britischen Verkäufer fordern!

 

Die Buchungen lauten hier wie folgt, wenn sie bilanzierungspflichtig sind:

 

1. Wareneinkauf (netto) an Kontokorrentkonto oder Lieferantenverbindlichkeiten.

 

2. Vorsteuer (19 % aus innergemeinschaftlichen Lieferungen) an Umsatzsteuer (19 % aus innergemeinschaftlichen Lieferungen).

 

3. Umsatzsteuer an Vorsteuer (bei Abschluss des Vorsteuerkontos über das Umsatzsteuerkonto).

 

Ergebnis: die gebuchte Umsatzsteuer aus dem innergemeinschaftlichen Erwerb auf dem Umsatzsteuerkonto wird durch den Abschluss des Vorsteuerkontos in Höhe der Vorsteuer aus dem innergemeinschaftlichen Erwerb über das Umsatzsteuerkonto vollständig neutralisiert).

 

Unter diesen Voraussetzungen haben Sie keine nachteiligen Folgen bei einer Betriebsprüfung zu befürchten. Eine Hinterziehung von Umsatzsteuer auf Seiten des Verkäufers ist ausgeschlossen.

 

Ich hoffe damit ihre Frage beantwortet zu haben und stehe Ihnen für Anschlussfragen gegebenenfalls gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

K. Severin

Rechtsanwalt

 

 

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